«Neuigkeiten aus der Agentur»

„Krimitage Saar“ – das Krimifestival von 23. Oktober bis 8. November 2015

Im Quartier Mainzer Straße geht es ab Ende Oktober mehr als zwei Wochen lang „kriminell“ zu. Bei den 3. Krimitagen Saar warten mysteriöse Standrundgänge, musikalische Morde, Lesungen zwischen Artefakten und Särgen, und natürlich jede Menge Krimi, zum Frühstück, zum Tee und zum Dinner.

Die Krimitage starten am 23. Oktober mit einer Lesung aus der SR- Krimianthologie „Der Letzte bläst die Kerzen aus“, musikalisch umrahmt von Gerd Heger. Mehr Musik mit Monsieur Chanson gibt es in seiner Chansonplauderei über „Die schönsten Morde der Chansongeschichte“.

Wer sich traut, die mysteriösen Abgründe von Saarbrücken zu erforschen, folgt auf der „Mystery-Tour“ durch die dunkelsten Ecken der Innenstadt den Spuren eines geheimnisvollen Mörders. Gruselige Geschichten und Gänsehaut sind garantiert, diese Tour durch die düstere Stadt ist nichts für ängstliche Gemüter!

Gruselig wird es auch bei Isabella Archans szenischer Lesung aus ihrem zweiten Krimi „Marie spiegelt sich“, in der atmosphärischen Umgebung des Bestattungsinstituts Pietät von Rüden. In einer weiteren Lesung aus dem brandneuen Werk „Die Baker Street Artefakte“ geht es um einige kuriose Fundstücke aus der Sammlung des Globetrotters Heinz ROX-Schulz, zu denen verschiedene Phantastik-Autoren faszinierende Geschichten ersonnen haben. Und wer sich traut, kann in einer nächtlichen Lesung eine ganz besondere „Verlorene Stunde“ erleben, nach der die Zeit zurückgestellt wird, als wäre nie etwas geschehen.

Die eigens für die Krimitage konzipierte Entdeckungstour „Morde, Mondschein, Gaumenkitzel“ bietet eine ungewöhnliche Zeitreise durch die Stadt mit kulinarischem Höhepunkt im Domicil Leidinger.  Auf der Tour von der Ludwigskirche über Schloss und Altstadt gibt es viele, teils unbekannten Details zur Geschichte des Barock in Saarbrücken zu entdecken. Im Domicil Leidinger wartet die Kammerzofe Henriette mit barocken Tafelfreuden und skurrilen Giftmordgeschichten aus Nassau-Saarbrücken.

Das Filmhaus zeigt den Klassiker „M – eine Stadt sucht einen Mörder“, eine der ersten deutschen Tonfilmproduktionen und laut Deutscher Kinemathek das „wichtigste Werk der deutschen Filmgeschichte“. Außerdem läuft Tetsuya Nakashimas bildgewaltiger und provokativer Thriller „The World of Kanako“.

Krimis werden außerdem zu jeder Mahlzeit serviert: als Kurzgeschichten beim Krimifrühstück oder zur Teatime mit „Tee, Tod und Törtchen“ in der Baker Street, in einer Dinnerlesung oder bei einem Criminal Dinner rund um Inspektor Watson oder Don Corleone. Und wer gerne selbst einen Krimi schreiben möchte, kann sich im Vortrag von Apotheker Patrik Roether über die Welt der Gifte informieren.

Zum Ausklang der Krimitage 2015 wird im Watson’s Club der Baker Street am Sonntagabend der neue Münster-Tatort „Schwanensee“ gezeigt.

Alle Infos zu den “Krimitagen Saar”, das komplette Programm und Tickets gibt es hier: www.krimitage-saar.de

Tickets sind auch telefonisch bestellbar unter 0681 7094195

Die „Krimitage Saar“ sind eine Veranstaltung der Agentur Erlebnisraum in Zusammenarbeit mit dem Domicil Leidinger, dem Filmhaus Saarbrücken und dem Conte Verlag in Kooperation mit der IG Quartier Mainzer Straße.

 

Vortragsreihe: „Gegen alle Flaggen!“ – eine Kriminalgeschichte der Seefahrt in der Baker Street

Am 9. Februar startet die achtteilige Vortragsreihe von Dr. phil. Heribert J. Leonardy in der Baker Street! Der Eintritt ist frei!

Zeiten und Themen:

I. Piraten in der antiken Welt und im Mittelalter (9.2.2015)

Der erste Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt führt die Zuhörer zu den Piraten des Altertums und des Mittelalters.
Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy ins Mittelmeer zu Odysseus, Jason und ihren historischen Mitstreitern!
Hören Sie von den Seewölfen aus dem Norden und lassen Sie sich die wahre Geschichte des berühmten Störtebekers erzählen!

II. Von den Häfen der Barbarenküste bis zu den Schätzen der Neuen Welt (2.3.2015)

Der zweite Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt beschäftigt sich mit den Piraten der sogenannten Barbarenküste Nordafrikas und den Schätzen der Neuen Welt. Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy zu den berühmt-berüchtigten Barbarossa-Brüdern ins Mittelmeer und hören Sie, wie zeitgleich im Atlantik das große Raufen um die Schätze Amerikas losging!

III. Englands tollwütige „Seehunde“ (30.3.2015)

Der dritte Teil unserer Kriminalgeschichte der Seefahrt behandelt die spanischen Besitzungen in der Neuen Welt.
Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf den Spuren Sir Francis Drakes und seiner Mitstreiter in geheimer Mission in die Karibik und den Pazifik!

IV. Auf der Schauerbühne Westindiens (20.4.2015)

Im vierten Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt geht es in die Karibik, wo sich Franzosen, Holländer und Engländer die geraubten Schätze der Spainer unter die eigenen dreckigen Nägel reißen. Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf den Spuren gefürchteter Halsabschneider nach Tortuga und Port Royal, dem verruchtesten Ort der Welt!

V. Fette Beute auf (fast) allen Meeren (4.5.2015)

Der fünfte Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt führt die Zuhörer von der Karibik in den indischen Ozean, wo fette Beute in Form reicher indischer Schiffe zu machen war. Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf den Spuren Käpt’n Kidds und graben Sie mit nach verborgenen Schätzen der Seefahrtsgeschichte!

VI. Das „Goldene Zeitalter“ der Piraterie (18.5.2015)

Im sechsten Teil dieser Kriminalgeschichte der Seefahrt geht es auf Beutefahrt rund um die Welt im „Goldenen Zeitalter“ der Piraterie.
Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf den Spuren Bartholomew Roberts, des „Großen Piraten“ und des schwarzen Teufels, Edward Teach, der unter dem Namen „Blackbeard“ in die Geschichte der Piraten eingegangen ist!

VII. Nachspiel im 18. und 19. Jahrhundert (1.6.2015)

Der siebte Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt beschäftigt sich mit der Welt der Freibeuter, die mit staatlichem Kaperbrief ausgestattet, ihrem lukrativen Geschäft nachgingen. Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf den Spuren des Seehelden Robert Surcoufs und weniger edlen Halsab-schneidern und lernen Sie dabei, dass „nur tote Katzen nicht mehr miauen“!

VIII. Mythos „Piraten“. Vom Halsabschneider zum edlen Räuber (29.6.2015)

Im achten und letzten Teil der Kriminalgeschichte der Seefahrt geht es um die Welt der populären Piraten, wie wir sie aus Büchern und dem Kino kennen sowie um die Welt derjenigen, die noch heute Schlagzeilen machen. Folgen Sie Dr. Heribert Leonardy auf die Schatzinsel und an die Küste Somalias!

Die Vorträge finde jeweils um 19.30 Uhr im Abenteuersalon der Baker Street statt.

 

Krimischreiben in Italien – Tag 4: Figurenbeschreibung und Marktregeln

Lidanos Cocktails sind offenbar nicht nur lecker, sondern steigern auch die Kreativität, ich habe nämlich letzte Nacht meine Geschichte einfach komplett neu geschrieben, mit erheblich weniger Figuren und viel unkomplizierter. Außerdem bin ich mir jetzt endlich über den genauen Aufbau im Klaren und muss sie heute Nacht im Grunde „nur“ noch fertig schreiben.

Alles auf Anfang

Der heutige Kurstag begann mit einem der wichtigsten Teile eines Romans, dem ersten Satz. Am Beispiel von drei Romananfängen von Martin Suter, Davide Longo und Roger Smith diskutierten wir die unterschiedlichen Möglichkeiten eines Einstiegs und konnten die wichtigsten Eigenschaften erkennen: Der Anfang eines Krimis sollte dessen Essenz schon enthalten, den Ton festlegen und den Leser in die Geschichte hineinziehen. Dafür gibt es natürlich zahllose Varianten, man kann zum Beispiel entweder in eine Szene „einzoomen“, indem man sie von weit weg beschreibt und dann immer näher zum Wesentlichen kommt, oder umgekehrt „auszoomen“, indem man mit Details startet und sich das Bild dann allmählich zusammenfügt. Oder man begleitet eine Figur in die erste Szene hinein und sieht das Ganze aus ihrem Blickwinkel.

Die Entwicklung einer Figur

Die Figuren geben einem Roman im wahrsten Sinne des Wortes Leben, deshalb ist ihre Beschreibung ebenso wichtig wie schwierig. Es reicht nicht, eine Person einfach äußerlich zu beschreiben, sie muss einen Charakter und Tiefe haben und so schnell wie möglich unverwechselbar gemacht werden. Um eine in sich stimmige Figur zu erschaffen, muss man als Autor auch ihre Geschichte kennen und wissen, wie diese Figur sich in einer bestimmten Situation entscheiden würde. Als Übung entwickelten wir in Dreiergruppen die Vorgeschichte einer Figur, die in der Gegenwart eine bestimmte besondere Eigenschaft hat. Diese Eigenschaft ist für die Figur essentiell und hat sie auf ihrem bisherigen Weg geprägt, dessen einzelne charakterbildende Stationen wir in 15 Minuten zusammenfassen sollten.

Da meine beiden Übungspartner mit einem ähnlichen Humor gesegnet waren wie ich, war die besondere Eigenschaft unserer Figur eine Hakenhand, die eine junge Frau nach dem Verlust ihrer Hand in der elterlichen Ölmühle bekommen hatte. Die darauf folgenden tragischen und schicksalhaften Wendungen (wie zum Beispiel die Bekanntschaft mit einem verrückten Erfinder und Prothesenspezialisten) machen „Leah Hakenhand™“ zu einer versehrten, aber selbstbewussten Wohltäterin und gleichzeitig geheimen Rächerin. In dieser Aufgabenrunde wurde sehr viel gelacht…  Auch die anderen Charakterskizzen waren richtig interessant und es war erstaunlich zu sehen, wie viel Vorarbeit man für eine einzige Figur leisten muss, bevor sie überhaupt in einem Roman auftauchen kann. Das was in der eigentlichen Geschichte passiert, stellt die Zukunft der Figur dar und die Hindernisse, die sie auf ihrem weiteren Weg überwinden muss.

Nicht beschreiben, sondern zeigen

Eine Figur oder auch einen Ort im Roman zu beschreiben ist eine weitere Herausforderung. Eine reine Aufzählung äußerer Eigenschaften wird niemanden fesseln, stattdessen muss man als Autor Bilder im Leser erschaffen, am besten indem man eine Beschreibung in eine Handlung einbettet. Auch dazu gab es wieder eine Übung, nämlich die Beschreibung der vorher entwickelten Figur in einer Szene an der Tür. Hier ist mein Ergebnis dazu:

„Ich hatte noch den Finger auf der Klingel, als die Tür zu Leahs Appartment aufgerissen wurde. Ihre perfekt frisierten Haare und das schwarze Abendkleid sagen aber ebenso deutliche wie ihr verwirrter Blick, dass ich nicht der Besuch war, den sie erwartet hatte. Mit der silbern glänzenden Hakenprothese, die mir immer einen kalten Schauer über den Rücken jagte, und die in absurdem Widerspruch zu ihrer ansonsten schicken Aufmachung stand, deutete sie einladend in die kleine Diele.“

Für eine Ortsbeschreibung gilt im Grunde dasselbe, um Atmosphäre aufzubauen muss man den Leser durch einen Raum führen, indem man zum Beispiel der Blickrichtung einer Person folgt. Dabei können auch die Emotionen einer Figur in die Beschreibung einfließen, so dass der Leser einen Ort alleine durch die Art der Beschreibung beispielsweise als bedrückend empfinden kann.

Wie geht es mit einem Manuskript eigentlich weiter?

Zum Abschluss des Tages erhielten wir beim Abendessen einige sehr interessante Einblicke in die Praxis, bei Georg Simaders Vortrag „Wie kommt mein Manuskript zum Verlag?“. Georg ist Literaturagent, vermittelt also grob gesagt Autoren an Verlage, handelt die mitunter komplexen Verträge aus und bekommt dafür bei Veröffentlichungen eine Provision. Ich war erstaunt, wie wenige Manuskripte es tatsächlich bis zur Veröffentlichung schaffen, und wie unglaublich gering die Anzahl der Autoren ist, die wirklich vom Schreiben leben können. Von den jährlich 1000 eingesandten Manuskripten werden nur 5 bis 10 angenommen und von denen dann höchstens 80 Prozent vermittelt. Natürlich werden das dann auch nicht alles Bestseller. Interessant war auch, welchen Einfluss scheinbare Kleinigkeiten wie der Name des Autors (der deshalb oft nicht sein echter Name ist), der gewählte Verlag, sowie Art und Zeitpunkt der Veröffentlichung haben. Außerdem fand ich die tägliche Arbeit in einer Literaturagentur sehr spannend, zwischen dem Sichten und Lektorat der unzähligen Manuskripte, den Vertragsverhandlungen und den vielen Gesprächen mit Autoren und Verlagen.

Heute Nacht muss ich auf jeden Fall noch meine Kurzgeschichte fertig schreiben, morgen nachmittag ist Abgabetermin, ich hoffe ich bin bis dahin halbwegs zufrieden damit!

Hier geht’s weiter mit Tag 5 des Krimikurses >>

 

Impulsvortrag zu Flow im Beruf

Seit heute ist neben den Seminaren zum Thema Flow auch ein Impulsvortrag „Flow-Erleben im Beruf“ bei uns buchbar. Im Vortrag erfahren die Teilnehmer, was es mit dem Flow bei der Arbeit auf sich hat und wie sich mit Hilfe der Flow-Theorie des Wissenschaftlers Mihály Csíkszentmihályi, mit nur vier Stellschraube, Arbeitsmotivation, -zufriedenheit und Produktiviät nachhaltig verbessern lassen.

 

Hier kommen Sie direkt zur Vortragsbeschreibung: „Flow-Erleben im Beruf“.


Suche
Aktuelle Beiträge
Besonders Lesenswert
Kontakt

BÜRO SAARBRÜCKEN

Telefon: +49-681-70 20 681

BÜRO KARLSRUHE

Telefon: +49-7202-3909969

POSTANSCHRIFT

Agentur Erlebnisraum GmbH
Saargemünder Str. 11
66119 Saarbrücken
mail@agentur-erlebnisraum.de