«Neuigkeiten aus der Agentur»

USA 2012 – Tag 8. Das Baseball Game

Der Tag begann richtig gesund. Frühstück mit Blueberrys, Erdbeeren und Yoghurt. Das tat nach all dem, zwar leckeren, aber doch sehr, sehr gehaltvollen Essen der letzten Tage richtig gut.

Allerdings ging der Tag nicht wirklich kalorienschonend weiter. Im Gegenteil, der heutige Tag stand ganz im Zeichen gleich mehrerer „real“ American Expierences.

Zuerst war ich shoppen und erstand zwei echte, uramerikanische Levis Jeans für jeweils $ 29,90. Großartig! Ein echtes Schnäppchen, denn selbst hier kosten sie normalerweise zwichen 40 und 60 Dollar.

Anschließend hatten Dennis, Donald (Dennis‘ Bruder) und ich Lunch bei Chick Fil-a, laut Dennis und Donald der einzige, wirklich gute Fastfood Laden. Außerdem stammt er aus dem Süden und da der Eigentümer der Kette sehr religiös ist, haben die Läden, völlig untypisch für die USA, Sonntags geschlossen. Ich hatte das famous Chick Fil-a Special Deluxe Meal Nr. 2! Und es war awesome!!!!  Ein bisschen mit dem zu vergleichen was wir von KFC kennen, aber viel, viel besser. Als Beilage hatte ucg Waffle Fries, die kennt man zwar auch bei uns, aber bei Chick Fil-a schmeckten sie viel frischer, fast wie selbst gemacht. Absolut eine Empfehlung wert.

Anschließend habe ich die Uni von Chapel Hill besichtigt. Ein wirklich schöner Campus, mit vielen alten Gebäuden und zwei echten Wasserspeiern von der London Bridge – Also der London Bridge, die jetzt in Arizona steht (ist aber eine andere Geschichte). Und dann kam das Highlight:

Damals (in former times) war ich ein großer Fan des Films „Indianer von Cleveland“. Wir improvisierten auf einem Acker in der Nachbarschaft ein Baseball Spielfeld und versuchten mit unseren primitiven, teils improvisierten Mitteln Baseball zu spielen.

Und nun hatte ich die Gelegenheit, das erste Mal in meinem Leben ein echtes Baseball Game zu besuchen. Eine großartige Erfahrung. Ich fühlte mich total authentisch, mit Hot Dog, riesen Coke und einem erfahren Begleiter an meiner Seite, der mir die Regeln und Feinheiten des Spiel erklärte.

Es war ein riesen Spaß. Zwar erscheint Baseball auf den ersten Blick vielleicht ein wenig langweilig, weil es nicht so schnell ist wie Fußball, Rugby oder Hockey (Football lasse ich bewusst, das finde ich total langweilig), dafür ist es aber ein sehr strategisches und abwechslungsreiches Spiel. Allein die Kommunikation zwischen Coach, Pitcher (Werfer) und Catcher (Fänger) zu beobachten macht wirklich Spaß – auch wenn ich natürlich keine Ahnung habe, was dort „besprochen“ wurde.

Was mich wirklich fasziniert hat, war die enorme Anzahl an Bällen die während eines Spiels verloren gehen. Gefühlt waren das mindestens 30-40 Bälle, die, wenn der Schläger nicht richtig trifft (was eher die Regel, wie die Ausnahme ist) steil in die Luft und in oder über die Zuschauer Ränge gehen. Was nicht ganz ungefährlich ist. Denn ein Baseball ist etwas größer wie ein Tennisball, etwas schwerer und hart. Einer der Aufseher erzählte uns, dass vor kurzem ein fehl geschlagener Ball das Auto des Schiedsrichters schwer beschädigt hätte, welches hinter den Zuschauerrängen geparkt war.

Auch wurde während des Spiels einer der Schiedsrichter (der hinter dem Catcher steht und beurteilt ob ein Wurf gut oder schlecht war) von einem Ball im Gesicht getroffen und ging zu Boden.

Dennis erzählte mir noch, dass das Stadion in Chapel Hill vom Besitzer der New York Yankees  gesponsert wurde weil dessen Tochter in Chapel Hill studiert hat (oder so, ich hoffe ich erinnere mich richtig) und das deswegen die Yankees einmal im Jahr, unangekündigt und geheim, in Chapel Hill gegen die College Mannschaft spielen , was natürlich jedes Mal ein riesen Event ist.

Am Ende wurde das Spiel nach dem 6. Inning abgebrochen, da ein Gewitter aufzog. Und da im Amateurbaseball mit Metallschlägern gespielt wird, gilt es als zu gefährlich bei Gewitter weiter zu spielen.

Als krönender Abschluss des Tages gab es ein weiteres American Highlight: Dinner bei Donald und Diane mit echten Ribs and Baby Ribs und dazu Lima-Beans. Großartig. Unglaublich zartes Fleisch mit einerglaublich schmackhaften hausgemachten Soße auf Honigbasis.

Morgen liegt ein ruhiger Tag vor mir und übermorgen werden wir für drei Tage ans Mehr zu den Outerbanks fahren. Ich bin sehr gespannt.

Entschuldigt bitte die Qualität der Baseball Bilder. Ich habe hier keine Möglichkeit zur Bearbeitung.

 

Baseball Regeln für Anfänger:

Grundsätzlich gibt es zwei Team, die jeweils im Wechsel auf angreifen und verteidigen. Angreifen bedeutet, man versucht den Ball möglichst so zu schlagen, dass er für die Verteidiger nur schwer und am besten gar nicht zu erreichen ist. Naürlich darf sich der Ball dabei nur in den festgelegten Grenzen des Spielfeldes bewegen. Wenn man der Ball in der Luft ist, versucht der Schläger rennend eines der vier Bases zu erreichen. Wird der Ball aus der Luft gefangen oder wird er mit dem Ball, nachdem er gefangen wurde, berührt ist er draußen und muss wieder auf die Bank.

Läuft ein Schläger alle vier Bases ab, erhält seine Mannschaft einen Punkt. Somit ist Baseball das einzige Ballspiel, bei dem Punkte sammelt, wenn man den Ball nicht hat.

Aufgabe der Verteidiger ist es, zu verhindern, dass die Angreifer ihre Schläger durch alle vier Bases bekommen. Das können sie auf zwei Arten. Zum einen in dem ihr Werfer versucht den Ball so zu werfen, dass der gegnerische Schläger nicht trifft, zum anderen, für den Fall das der Ball geschlagen wurde, diesen zu fangen und somit den laufenden Schläger vom Feld zu schicken. Natürlich ist das nur die Kurzform und nicht vollständig!

Sobald entweder der Werfer vier Fehler gemacht hat oder drei Schläger vom Feld geschickt wurden, wird gewechselt und die Angreifer werden zu Verteidigern und umgekehrt. Eine solche Runde nennt man Inning und gespielt werden in der Regel neun Innings.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 5. Besuch auf dem Flugzeugträger

Mein fünfter Tag in den USA begann mit einem Kulturschock. Ich war etwas früher auf den Beinen wie meine Mitreisenden und ging schon einmal zum Frühstück. Der Frühstücksraum war relativ klein und es gab amerikanisches Frühstück. Also Bagels, Biscuits, Toast dazu Rühre Bacon und Gravy (Eine Art Pilz und Hackfleischsoße).  Und das alles auf Einweg Plastikgeschirr mit Plastik Besteck und Plastik Gläsern wie Kaffeebechern. Sämtliche Brotaufstriche in kleinen Plastik Döschen, keine Wurst und nur Streichkäse (im Platikdöschen). Das Geschirr nahm man nach dem Essen selbst vom Tisch und warf es weg. Ich muss gestehen, ich war etwas überrascht.

Gegessen habe ich Biscuit and Gravy, was wirklich gut geschmeckt hat.

Als Besichtungsprogramm hatten wir uns für heute den Patriots Point vorgenommen. Dort gibt es einen außer Dienst gestellten Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg, ein nachgebildetes Navy Support Camp aus dem Vietnam Krieg, ein weiteres Kriegsschiff und normalerweise auch ein U-Boot zu besichtigen.

Außerdem starten von dort die Boote zum, auf einer Charleston vorgelagerten Insel gelegenen, Fort Sumter, welches eine bedeutende Rolle im Bürgerkrieg gespielt hat.

Fort Sumter markiert den Beginn der Kampfhandlungen in diesem Kapitel der Geschichte. Auf das Fort wurde der erste Schuss, der im Civil War gefallen ist, abgefeuert. Im Zuge der Kampfhandlungen und einer monatelangen Belagerung wurde das ehemals eindrucksvolle Fort in Grund und Boden geschossen. Nichts desto trotz lohnt eine Besichtigung, denn allein schon die Überfahrt auf den kleinen Touristenfähren macht Spaß. Auf dem Fort selbst hat man ca. eine Stunde Zeit alles zu besichtigen, was im Grunde viel zu kurz ist, da man alleine in den Außenanlagen eine Stunde verbringen kann. Und so hatten wir das Problem viel zu wenig Zeit für das wirklich gut gestaltete Museum zu haben. Ich kann also zukünftigem Besucher nur raten erst das Museum aufzusuchen und dann die verbleibende Zeit in den Außenanlagen zu schlendern.

Vor unserem Abstecher nach Fort Sumter hatten wir kurz die Naval Support Base besucht. Im Grunde nicht allzu spektakulär, außer man hat ein besonderes Interesse an Militär Hubschraubern, davon gibt es dort einige aus der Vietnam Ära. Ansonsten fühlt man sich in die bekannte Fernsehserie M.A.S.H. versetzt.

Der komplette Rest des Nachmittages gehörte der USS Yorktown. Der Flugzeugträger wurde nach dem Vietnam Krieg außer Dienst gestellt und wird seitdem als Museum genutzt. Ich dachte, wir könnten das Schiff locker in ein bis zwei Stunden abhaken und uns dann den verbleibenden Sehenswürdigkeiten zuwenden, vielleicht sogar noch das Stadtmuseum besuchen. Daraus wurde aber nichts. Auf dem Flugzeugträger gibt es so viel zu sehen und entdecken, dass man locker zwei Tage dort verbringen könnte. Man kann die Unterkünfte erforschen, in den Maschinenraum hinabsteigen. Die Brücke erklimmen, das Flugdeck bewandern und, und, und…

Nach stundenlangem Aufenthalt, als das Museum um 6:30 Uhr schloss, haben wir uns schließlich geschlagen, ohne alles besichtigt zu haben.

Mit schmerzenden Füßen genehmigten wir uns ein Steak als Abendessen bei Longhorns. Ich hatte für mich beschlossen, dass ich zum Essen ein Bier verdient hätte und wurde von der Kellnerin tatsächlich nach meiner ID-Card gefragt. Kleine Anmerkung für alle die nicht wissen wie alt ich bin. Ich werde im April 35! Dementsprechend bescheuert muss ich aus der Wäsche geguckt haben, denn augenblicklich brachen alle am Tisch in schallendes Gelächter aus. Die Kellnerin nahms mit Humor und nachdem sie meinen Führerschein gecheckt hatte bekam ich auch mein Bier.

Die Steaks waren OK, aber nicht großartig und kein Vergleich mit den Steaks, die man im Deutschhaus in Saarbrücken bekommt.

Nichts desto trotz waren wir gut gesättigt und entschieden uns zu einem kurzen Nachtspaziergang durch Charleston um die Stadt im dunkeln bei brennenden Gaslichtern zu bewundern, was sich als absolut gute Idee erwies. Charleston war nachts als fast noch schöner als tagsüber. Die Straßen waren menschenleer, alles in friedlich und ruhig und die hübschen Häuser waren in das warme Licht flackernder Gaslaternen getaucht.

Anschließend gings ins Bett um am heutigen Tag früh aufzustehen und Boonhall Plantation und das Civil War U-Boot Hunley zu besichtigen.

Die Einzelne Tage:

Kartoffel-Speck-Pfanne

In der vergangenen Woche gab es bei uns eine Kartoffel-Speck-Pfanne. Natürlich mit Gemüse, damit man bei dieser gar grausigen Kälte nicht krank wird. 🙂

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Kartoffeln
3 Paprika
300 g Speckwürfel
1 Glas grünen Bohnen
1 Zwiebel
1 Sück Knoblauch
evtl. Gratinkäse
Salz, Pfeffer, Paprikapulver (edelsüß)
Sojasoße

Zuerst schneidet man am Besten die Kartoffeln in Würfel / Stücke und setzt diese in einem gesonderten Topf in Salzwasser auf. Während die Kartoffeln nun kochen, schneidet man die Paprika und die Zwiebel und den Knoblauch klein, gibt beides in eine heiße Pfanne und brät es so lange an, bis die Zwiebelstückchen glasig sind. Dann den gewürfelten Speck dazugeben. Aber nur kurz anbraten, sonst verliert er zu viel von seinem Salzgehalt. Dann kommen die Paprikawürfel dazu.

Die grünen Bohnen habe ich gedrittelt und ebenfalls in die Pfanne gegeben und kurz mit angebraten. In der Zwischenzeit müssten die Kartoffeln gar sein. Das Wasser abschütten und die fertigen Kartoffeln in die Pfanne geben. Alles zusammen kurz nochmal anbraten und mit Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und einem winzigen Schuss Sojasoße und Wasser würzen.

Wir haben den Gratinkäse diesmal nicht direkt in der Pfanne untergerührt, sondern jeder selbst auf seinem Teller.

Lecker, lecker. 🙂

Spaghetti-Fleischbällchen-Suppe

Ja, ich gebe zu, der Titel hört sich seltsam an, es ist aber wirklich sehr lecker. Wie so etwas zustande kommt? Ganz einfach: Wenn man plant Schmetterlingsnudeln in die Suppe zu kochen, die allerdings ausverkauft sind, greift man am Besten auf Dinge zurück, die einem bekannt sind. 😉

Hier also das Rezept (4 Personen) für unsere aufwärmende Suppe bei wirklich eisigen Temperaturen:

5 grobe Bratwürste
2 große Möhren
1/4 Sellerie
1 Zwiebel
1 Stück Kloblauch
1 rote Paprika
1 Broccoli
250 g Spaghetti
2l Rindfleischbrühe
Salz, Pfeffer, Paprika (edelsüß)
Sojasoße
1/2 Bund Petersilie

Als erstes habe ich die Zwiebel, den Knoblauch und den Sellerie klein gewürfel und in die kochende Brühe gegeben. In den ersten 5 Kochminuten nutzte ich die Zeit, um die Paprika und den Broccoli zu schneiden, die Möhren in Scheiben zu raspeln um sie dann ebenfalls zu der Brühe zu geben.

Die Spaghetti zerbrach ich in 3 Teile, damit sie mit dem Löffel gegessen werden können. 🙂 Dazu kamen sie nach ca. 8 Minuten. Alles gut umrühren, sodass die Nudeln auch in der Brühe versinken. Es gibt nichts fieseres, als weiche Nudeln, die halbrohe Enden haben.

Als nächstes das Brät aus der Wursthaut drücken und zu kleinen Fleischklößchen formen. Diese dann fix mit noch ein paar Zwiebelwürfeln in einer gesonderten Pfanne mit Öl, Paprikagewürz und etwas Sojasoße anbraten.
Wenn die Spaghetti weich sind, kommen die Bällchen mit Sud in die Brühe. Alles noch einmal kurz (ca. 1 Minute) kochen lassen und währenddessen mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen.

Danach noch die Suppe mit geschlossenem Deckel ungefähr 5 Minuten ziehen lassen und etwas frisch gezupfte Petersilie dazu geben.

Fertig.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Allen Köchen wünsche ich einen guten Appetit! 🙂

Mozzarella ist ein ursprünglich italienischer Pasta-Filata-Käse aus Büffel- oder Kuhmilch mit 50 % (Büffel) oder 45 % (Kuh). Er ist heute weit verbreitet und wird an vielen Orten der Welt „gekäst“, da der Herstellungsort nicht festgelegt ist. In Deutschland zählt Mozzarella zu den Standardsorten.
Mit einer Reifezeit von nur 1 bis 3 Tagen könnte man den Mozzarella zu den Frischkäsen zählen, doch das spezielle Herstellungsverfahren und die verschiedenen Arten seiner Weiterverarbeitung unterscheiden ihn von anderem Frischkäse.

Die Ursprungsform wurde und wird aus Büffelmilch in der Gegend um Neapel, in Kampanien und im Süden Latiums, wo Hausbüffel schon seit dem 2. Jahrhundert gehalten werden, hergestellt. Dieser Mozzarella di Bufala Campana ist seit 1996 mit der geschützten Herkunftsbezeichnung „DOP“ ausgezeichnet und heute EU-weit geschützt. Er ist weicher und nicht so gummiartig wie sein Vetter aus Kuhmilch und schmeckt typischer und charaktervoller, auch bleibt die gewickelte Filata-Struktur besser erhalten. (Quelle Wikipedia)


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