«Neuigkeiten aus der Agentur»

Shimmy Royal V – Die 20’er Jahre Party in Saarbrücken

SR3 Saarlandwelle präsentiert

Ein Projekt der Macher des saarländischen Criminal Dinners: „Shimmy Royal V“, die 20er-Jahre Party in Saarbrücken.

Nach dem Erfolg der vier Vorgängerveranstaltungen, veranstalten die Agentur Erlebnisraum und das REVUE ORCHESTER 1920 eine Fortsetzung der nostalgischen Revue „Shimmy Royal“, in Kooperation mit dem Regionalverband Saarbrücken.

Es spielt auf das REVUE ORCHESTER 1920 in seiner 13-köpfigen Besetzung. Lassen Sie sich zum Tanz verleiten und lauschen sie den Klängen einer goldenen Dekade.
Neben diesem musikalischen Highlight, wartet ein amüsantes Abendprogramm auf Sie:
Genießen Sie Absinth und Champagner oder spielen Sie in unserem Casinobereich.

Neben diesem unterhaltsamen Abendprogramm, erwarten Sie noch einige Showeinlagen. Lassen Sie sich überraschen.

Das „Shimmy Royal“ ist keine gewöhnliche Party, sondern eine Living History Veranstaltung, bei der Sie das besondere Gefühl der goldenen 20er Jahre erleben können.

Besuchen Sie dieses einzigartige Event und erleben Sie mal „was anderes“.

Das „Shimmy Royal V“ findet am 02.02.2013 im historischen Festsaal des VHS-Zentrums am Schloss in Saarbrücken statt.

Der Kartenpreis im Vorverkauf für eine Sitzplatzreservierung inklusive Service am Tisch bis 23.30 Uhr beträgt 29€. Der Eintritt ohne Sitzplatzreservierung beträgt 19€. Der ermäßigte Kartenpreis liegt bei 12€ und gilt für Studenten, Zivil – und Wehrdienstleistende.

An der Abendkasse erhalten Sie die Karten für 35€/25€/15€.

Einlass erfolgt ausschließlich in Abendgarderobe oder Kleidung im Stil der 20er Jahre.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.vintageevents.de/

Telefonische Kartenbestellung unter: 0681 / 702 06 81

Wir würden uns freuen, Sie als Gast auf diesem einzigartigen Event begrüßen zu dürfen.

 

Abenteuer Island – Tag 2 Nachtrag, die Superjeep Tour

Wie versprochen hier der nachgeholte Bericht über unsere großartige Tour mit dem Superjeep. Hlynur, einer der beiden Inhaber unserer isländischen Partner Firma Snaeland holte uns morgens um 8.45 Uhr an unserer Unterkunft mit seinem Superjeep, einem umgebauten Nissan ab und nahm uns mit auf eine Tagestour in den Golden Circle.

Geplant war eine Rundtour, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Raum Reykjavik mit dem Highlight einer Snowmobiltour auf dem nahegelegenen Gletscher.

Das Wetter hatte aber Anderes mit uns vor. Sturm in Island mit Windgeschwindigkeiten über 40 Meter/Sekunde machten es nötig unsere Pläne anzupassen. Zwar war wegen des Wetters der Gletscher gesperrt und so mussten wir leider auf unsere Snowmobilfahrt verzichten, dafür zauberte Hlynur aber noch einen ganz besonderen Spaß aus aus dem Ärmel. Aber der Reihe nach.

Erster Stopp unserer Tour war die Autowerkstatt, bei der Snaeland seine Autos bauen lässt. Superjeeps sind aufgemotzte Geländewagen. Sie bekommen dickere Bereifung, werden aufgefedert, erhalten einen besonderen Unterbodenschutz, stärkere Getriebe und Zusatztanks. Die Umrüstung kostet im Grunde fast genauso viel wie die Anschaffung des Ursprungsfahrzeugs.

Auf der Fahrt zur Werkstatt zeigte das Wetter schon was es drauf hatte, die Fahrt vorbei an der Kaimauer von Reykjavik schon ein Erlebnis für sich. Meterhohe Brecher schlugen an die Küste und verwandelten die Straße in eine Art Salzwasser-Waschstraße.

Unser zweiter Halt sollte die Thingstätte sein. Der Ort an dem früher das isländische Parlament zusammentrat ist nicht nur kulturhistorisch sondern auch geologisch und landschaftlich eine Sehenswürdigkeit, da hier die europäische und amerikanische Kontinentalplatte aufeinander treffen.

Ich sagte es eben, die Thingstätte sollte unser nächster Halt sein, daraus ergibt sich schon klar, dass sie es nicht war, denn auf dem Weg dorthin war der Wind so stark, dass Hlynurs Thule Dachbox abgerissen wurde und in Einzelteile zerlegt davon flog. Wir also kehrt gemacht, aus dem Auto gesprungen und im Wind, der einen buchstäblich von den Beinen holte die Trümmer eingesammelt.

Bei der Thingstätte angekommen stiegen wir aus, genossen den Blick, machten Fotos und ließen uns von dem unglaublichen Sturm durchpusten, ich finde es immer wieder beeindruckend, wenn Wind so stark ist, dass man sich buchstäblich rein legen kann ohne umzufallen.

Island im Winter ist wirklich mal eine Gelegenheit all die heißgeliebten und leider zu oft eher unnötigen Funktionsklamotten auch zu tragen ohne sich dabei irgendwie overdressed zu fühlen.

Nach der Thingstätte, isländisch übrigens Þingvellir (das vorne ist eine th, ähnlich wie im englischen) fuhren wir weiter zum Geysir, dem Namensgeber für alle Geysire auf der Welt.

Der große Geysir ist zwar im Moment nicht mehr aktiv, aber sein kleiner Bruder spukt noch fleißig alle 5-8 Minuten heißes Wasser. Und auch wenn der Wind die Fontäne natürlich schnell verweht hatte, war das Schauspiel absolut faszinierend und beeindruckend. Eine wirklich bleibende Erinnerung.

Von dort ging es weiter zum berühmten Gullfoss Wasserfall. Jetzt habe ich schon ein paar Wasserfälle, auch große, in meinem Leben gesehen und so war ich anfangs der irrigen Meinung, was uns erwarten würde, würde sicherlich schön und spektakulär aber im Grunde halt „nur“ ein Wasserfall. Weit gefehlt. Der Gullfoss, ist ein Naturschauspiel von wirklich überwältigender Faszination. Gerade jetzt im Winter, wenn man den Wasserfall fast für sich allein hat und kaum andere Touristen unterwegs sind. Es erwartet einen ein Gesamtkunstwerk aus Wasser, Gischt, Nebel, Eis in ganz unwirklichen Farben. Dazu hatten wir aufgrund des inzwischen tobenden Sandsturms noch ein völlig außergewöhnliches Licht. Alles in allem atemberaubend.

Im Visitorcenter des Gullfoos legten wir eine kleine Mittagspause ein und brachen auf zum Gletscher. Hlynur hatte Bekannte getroffen, die ihn schon vorgewarnt hatten, dass es wohl nicht so einfach werden würde, doch wir wollten es versuchen. Leider wurde der Sandsturm immer schlimmer und schüttelte selbst den mächtigen Superjeep kräftig durch, so dass wir, wie schon erwähnt, den Versuch zum Gletscher zu kommen abbrachen und umkehrten.

Der besondere Spaß, den Hlynur jetzt aus dem Hut zauberte war eine großartige Straße durch einen zugefrorenen Fluss mit extrem steilen Anstiegen, schneebedecktem Schotter und  allem was MANN sich sonst noch wünscht. Es war der Hammer! Ein riesen Spaß für große Jungs.

Als etwas ruhigeren Abschluss des Tages führte Hlynur uns noch in eine Lavahöhle. Höhlenerkunden vom Feinsten. Enge Stellen zum Kriechen, totale Dunkelheit, totale Stille. Ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis zum Ausklang eines unglaublich erlebnisreichen Tages.

Langsam nimmt auch ein besonderes Programm in meinem Kopf Form an. Arbeitstitel: „Island für Kerle“.

Abenteuer Island – Tag 1, vom Flughafen in die Stadt

Angekommen in Kevlavik.
Der Flug war sehr angenehm. Der erste Eindruck von Island ist kahl, kalt und windig. Aber was habe ich eigentlich erwartet?
Das Island in meinem Kopf ist grün, vulkanisch, schroff, bergig. So gesehen passt es schon mal ganz gut. Trotzdem ist es doch was anderes diese Wüste dann wirklich vor sich zu sehen. Vor allem das fehlen von jeglichen Bäumen fällt auf.

Am Flughafen steigt man einfach aus, am Gepäckband gibt es einen riesigen duty free laden, man kauft also noch mal ein, schnappt sich das Gepäck und latscht ohne irgendwelche Kontrollen in die Empfangshalle. Dort kauft man sich beim Flybus Schalter ein Ticket und auf geht’s Richtung Reykjavik.

Es sei denn man investiert die knapp 50.- EUR für das Kombiticket mit der legendären Blauen Lagune. Dann hält der Bus unterwegs, man kann sein Gepäck in einer Holzhütte einsperren lassen und gönnt sich das Erlebnis.

Und genau das haben wir getan. Knapp zwei Stunden im heißen Mineralien haltigen und deswegen sehr salzigen Wasser der Lagune. Es ist ein Traum und meiner Meinung nach das Geld wert. Draußen kalt und dunkel, das Wasser dampfend und wohltuend. Großartig. Als besonderes Highlight gibt es sogar eine Bar an der Lagune, so dass man sich während des Badens sogar ein Bier holen kann ohne das Wasser zu verlassen. Quasi ein Paradies. Als Krönung sahen wir im heißen Wasser liegend, ein kühles – erstaunlich gutes – Bier trinkend, unsere ersten Polarlichter. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera zur Hand (wie auch im Wasser) und so muss ich mich bis zur ersten Gelegenheit ein Foto von diesem faszinierenden Schauspiel schießen zu können wohl noch gedulden.

Spezielle Angebote für Gruppen sind problemlos möglich und so würde ich sagen die Lagune ist als Auftakt oder Abschluss eines gelungenen Island Programms gesetzt.

Für uns als Individualreisende geht es im Shuttlebus weiter nach Reykjavik. Der Bus setzt einen sogar direkt am Hostel ab und im Bus gibt es kostenloses, offenenes W-LAN, weswegen ich noch diese Zeilen schreiben kann.

Morgen um viertel vor neun holt uns Hlynur von Snealand mit dem Jeep ab. Ich bin gespannt was uns erwartet.

Abenteuer Island – Tag 1, es geht wirklich los

Heute morgen war es so weit. Es ließ sich nicht mehr leugnen, ich würde tatsächlich in einigen Stunden in Kevlavik aus dem Flugzeug steigen und isländischen Boden betreten. Der Stress der letzten Tage hatte es nicht zugelassen, dass ich mich wirklich darauf einstimmen konnte. Kleines Memo an mich, nie wieder so blöd sein mitten in der Hauptsaison einen Kneipe eröffnen und eine Woche aus dem Büro verschwinden.

Gestern Nacht zwischen zehn und eins morgens hatte ich noch schnell meinen Rucksack gepackt ohne eigentlich wirklich zu wissen was ich brauchen würde. Dementsprechend ist er auch viel zu voll und schwer geworden. Outdoor Klamotten, Wintersachen, warme Unterwäsche und haufenweise Krempel vom Laptop über Ladekabel, Reiseführer, Kamera, etc..
Um eins war ich endlich im Bett und um sieben klingelte schon wieder mein Wecker. Und es ging los.

Doch gehe ich noch einmal einen Schritt zurück. Island?! Warum eigentlich und warum im Winter?
Ok. Wir erweitern unser Angebot um Incentives im Ausland und Island stand auf meiner Liste der Wunschdestinationen ganz oben und da ich ja schlecht etwas verkaufen kann, was ich selbst nicht kenne musste ich wohl hin.
Doch möchte ich keine ausgelutschten 08/15 Programme anbieten, ich möchte etwas was mir auch selbst gefallen würde. Ich möchte das Echte, das Abenteuer. Also darf ich wohl keinen normalen Fam-Trip Island mitmachen und an der Hand eines routinierten Guides die üblichen Spots abklappern.
In dem Punkt waren Theo, mein Abenteuer-Begleiter und ich uns schnell einig. Abenteuer.

Aber wie sollten wir unser Island Abenteuer planen und gestalten? Wie plant man ein Abenteuer?
Nach langem hin und her lag die Antwort auf diese Frage im Grunde auf der Hand und War ganz einfach: Gar nicht. Das abenteuerliche an einem Abenteuer ist, das es nicht geplant ist.

Also entschieden wir uns bis auf die ersten beiden Tage in Reykjavik, die wir mit unseren isländischen Partnern verbringen werden gar nichts zu planen. Wir buchten die Übernachtungen für zwei Tage, einen Mietwagen der jedem Abenteuer gewachsen sein wird, packten Kochgeschirr, Schlafsack und Isomatten mit in die Rucksäcke und beschlossen, es einfach auf uns zukommen zu lassen, im Vertrauen darauf, dass wenn wir erst mal da sind, sich alles ergeben wird.
Im Winter unterwegs zu sein passt sehr gut zu unserem Vorsatz etwas eher außergewöhnliches erleben zu wollen, denn obwohl Island im Winter wunderschön sein soll, sind die meisten Touristen natürlich im Sommer unterwegs. Wir werden jetzt herausfinden ob Island auch in der dunklen Jahreszeit eine Reise wert ist oder ob uns wenig Tageslicht und Kälte schnell die Lust verdirbt.

Nun gut, wenn ich ehrlich bin ist es natürlich nicht ganz so, dass wir gar nichts geplant haben, ich weiß, dass ich heute nachmittag in der Blauen Lagune schwimmen werde und ich weiß, dass Sigga und Hali von Snealand uns am Freitag auf einer Superjeep Tour mitnehmen werden, außerdem hat uns Maria von Elding Whale Watching gestern spontan für  Sonntag auf einen Trip eingeladen. Aber sind wir ehrlich Superjeeps, Gletscher und Wale gehören zu einem ordentlichen Island Programm ja dazu. Und gerade den Golden Circle sollte man als Reiseanbieter schon kennen, somit sind die ersten Tage zwar verplant, aber ich bin mir sicher, dass uns super tolle Erlebnisse erwarten.

Aber zurück zum heutigen Tag. Ohne Frühstück hetzte ich aus dem Haus, hatte ein Taxi bestellt um zum Bahnhof zu kommen und wurde schon auf dem Bürgersteig vor meiner Wohnung wieder in meinem Tatendrang gestoppt. Mein Taxi brauchte 15 Minuten um endlich bei mir zu sein. Gott sei Dank legte der Fahrer einen ordentlichen Zahn zu, so dass ich quasi gerade noch rechtzeitig am Bahnhof ankam. Theo wartete schon und hatte Frühstück besorgt.

Die Bahnfahrt nutzen wir um unsere technische Ausrüstung zu checken, schließlich wollen wir euch möglichst unmittelbar an unserem Trip teilhaben lassen.  Und langsam kam es auch bei mir an. Heute Nachmittag bin ich in Reykjavik.

Check in in Frankfurt war unproblematisch und irgendwie saßen wir deutlich schneller an Bord unserer Iceland Air Maschine als ich gedacht hätte.

Der Service an Bord ist sehr nett, das Entertainmentsystem bietet eine unglaublich große Auswahl an Filmen, Dokus, Musik und Schnick Schnack. Der Kaffee ist für ein Flugzeug richtig gut und ich brenne inzwischen vor Vorfreude auf das was mich erwartet.

Dingle Way – Abflug, Fazit & Tipps

Gegen halb neun sind wir aufgestanden und zum Frühstück. Chris ging noch schnell zum Supermarkt um das Frühstück etwas ausführlicher gestalten zu können. Danach packten wir unsere Sachen und gingen Souvenirs shoppen. Neben typischen Nippes deckte ich mich mit irischem Bier, Cider, Schokolade und Soda Bread ein.

Als rituellen Abschluss des Urlaubs tranken wir ein Bier am Hafen, exakt dort hatten wir mit unserem ersten Outdoor Mittagessen wenige Tage zuvor unser Abenteuer begonnen.

Danach ging es zurück ins Hostel, wo uns „Der Mann mit dem Chris Schild“ wieder mit seinem Taxi abholte und zum Flughafen fuhr. Der Abschied von der Grünen Insel fiel uns allen nicht leicht.

Die Tour war der absolute Hammer und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich kann nur jedem Empfehlen es uns nach zu tun. Und ich selbst hoffe auf eine baldige Wiederholung in ähnlichem Rahmen.

 

Fazit

Der Dingle Way ist eine landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke. Die Versorgung mit Übernachtungsmöglichkeiten ist gut und die Etappen sind auch für ungeübte, aber nicht unsportliche Wanderer gut zu bewältigen.

Einziges Manko aus meiner Sicht ist, dass viele, viele Kilometer über Straßen laufen. Was auf die Dauer anstrengend zu gehen und natürlich auch nicht ganz so schön wie ein Wege in der Natur ist.

Abschließend noch unsere Packlisten Tipps nach erfolgreich absolvierter Tour:

  • Neopren oder wasserdichte Socken. So etwas gibt es für Motorradfahrer. Wenn man so richtig nass wurde ist es einfach ein Segen abends mit trockenen Füßen in den nassen Schuhen unterwegs sein zu können. Außerdem ist es zum Trocknen der Schuhe hilfreich mit der eigenen Körpertemperatur nachhelfen zu können.
  • Neopren Unterhose. Falls man nur eine Hose dabei hat, dann gilt hierfür das Gleiche wie für nasse Schuhe. Wenn die Hose nass und kalt ist, ist es sehr angenehm, wenn wenigstens die Unterhose wärmt.
  • Alternativ kann man sich natürlich auch eine zweite Hose einpacken, je nachdem ob man bereit ist das zusätzliche Gewicht zu tragen.
  • Ein Buff. Die schlauchförmigen Tücher gibt es inzwischen auch aus Merinowolle und haben sich als extrem praktisch erwiesen nicht zuletzt um im pfeifenden Wind die Ohren zu schützen.
  • Flip Flops. Sind leicht und bieten die Möglichkeit abends im Hostel mal was anderes an den Füßen zu haben als die schweren Stiefel.
  • Baumwolle aussortieren. Weiß man eigentlich aber, aber weder Baumwoll T-Shirts noch Socken taugen zum Wandern. Baumwolle kühlt den Körper aus sobald sie nass ist. Und nass wird man oft, sei es durch Schweiß oder Regen.
  • Ausschließlich echte Wollsocken mitnehmen. Diese scheuern weniger und wärmen selbst in durchnässten Schuhen.
  • Gamaschen. Allerdings die lange Variante. Helfen Hosen und Schuhe vor Nässe und Schlamm zu schützen. Von beidem gibt es reichlich.
  • Entgegen meiner ursprünglichen Meinung muss ich jetzt sagen, dass man den Poncho lieber zuhause lässt und sich für eine Regenhose entscheidet. Es ist einfach zu windig als das ein Poncho irgendeinen Sinn machen würde. Außer als Notzelt oder Sitzunterlage zu nützen.
  • Softshell ist unnütz. Als beste Kleiderkombination hat sich je nach eigenem Temperatur Empfinden folgender Zwiebelaufbau erwiesen:
    • Merinowolle Shirt
    • Merinowolle Longsleeve
    • Stretchflesse mit Daumenloch
    • Fleese Jacke
    • Daunen Weste
    • Regenjacke
    • Alle Schichten sind sehr leicht, trocknen Schnell und wärmen optimal. Eine Softshell Jacke braucht, wenn sie einmal nass ist, ewig zum Trocknen.
  • Handschuhe. Wer durch den Stechginster muss weiß warum. Ich habe 4 Wochen nach der Tour immer noch Dornen in der Hand. Außerdem schützen sie auch gegen Regen und Auskühlen.
  • Wer leicht friert sollte eine lange Unterhose aus Wolle einpacken.
  • Meine Wanderhosen Empfehlung ist die Engelbert & Straus Arbeitshose Oregon. Super angenehm zu tragen, leicht, robust, trocknet extrem schnell und lässt sich imprägnieren.
  • Schwere, wirklich wasserdichte Wanderstiefel, zwar fällt das Laufen über den Asphalt schwerer, aber man hat einfach trockenere Füße als in Zustiegsschuhen.
  • Eine Mütze mir Schild. Sehr angenehm bei Sonne und Regen, erst recht wenn man eine Brille trägt.
  • Eine Thermosflasche. Heißer Tee kann eine Offenbarung sein.
  • Hirschtalk. Perfekt um Blasen vorzubeugen oder wundgelaufene Stellen zu schützen.
  • Schuhwachs und eine Bürste für die Stiefel. So kann man, falls nötig zwischendurch bei der Dichtigkeit etwas nachlegen.

Für die Reiseapotheke als unumgänglich haben sich Ibuprofen, Immodium und Kaufmanns Kindersalbe erwiesen.

Noch ein Tipp zum Schluss, wer eine Kofferwaage dabei hat, fragt sich nach dem Shoppen nicht, ob der Grenze der Fluggesellschaft überschreiten wird.

 

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300 Teilnehmer beim diesjährigen Toughrun Saar

2. TOUGHRUN Saar „Ab in de Batsch“ am 20. Oktober 2012

In diesem Jahr waren 300 mutige Frauen und Männer am Start. Gemeinsam gingen sie am Samstag, den 20. Oktober 2012, auf die rund 13 Kilometer lange Strecke auf dem Utopion-Gelände in Oberbexbach. Als erstes lief Toughman Matthias Schramm über die Ziellinie. Bei den Frauen konnte sich Natascha Hartl als Toughwoman 2012 durchsetzen. Die Teamwertungen gewannen die „Drecksäue“ und das Firmenteam der SHG Kliniken Saarbrücken. Der Preis für die besten Kostüme im Team ging an die „AD’ler“ – eine Truppe von Außendienstmitarbeitern, die im Dreiteiler den Lauf bestritten. Den Pokal für das beste Kostüm in der Einzelwertung teilten sich die Helden der „Justice League“ – Superman (Joschua Hoffmann) und Flash (Niklas Oberneder). Den Sonderpreis für Fairness erhielten die „Wildhogs“, weil sie ihren verletzten Teamkollegen über die Start/Ziel-Linie trugen. Bei über 22 °C und Sonnenschein waren neben den Läufern auch viele Zuschauer gekommen, um die Sportler anzufeuern.

Video zum TOUGHRUN 2012

Partner und Sponsoren

Wir danken unseren Partnern und Sponsoren, ohne die der TOUGHRUN 2012 nicht möglich gewesen wäre:

Alpen-Guide.de

Die Schneemenschen bieten täglich tausenden Urlaubssuchenden Informationen in höchster Qualität und beschäftigen an ihrem Standort in Zweibrücken ca. 40 Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Design, Redaktion, Vertrieb und Suchmaschinenoptimierung. Seit 2008 ist die Schneemenschen GmbH ein Unternehmen der Ganske Verlagsgruppe.
Die Schneemenschen waren in diesem Jahr unser Schikanensponsor und haben den Strohberg – auch „Gipfel des Grauens“ genannt – gestellt. Das Alpen-Guide-Team hat diese Schikane mit ganzen Körpereinsatz betreut. Darüber hinaus haben die Schneemenschen auch ein eigenes Firmenteam gestellt.

C.Hiebl Werbung

Die Firma C. Hiebl Werbegeschenke wurde 1996 als Familienunternehmen gegründet und wird inzwischen in der zweiten Generation von Geschäftführer Carsten Hiebl (Dipl. Betriebswirt) geleitet. Aufgrund der langjährigen Branchenerfahrung verfügen sie über ein hohes Fachwissen im Einkauf, in der Auswahl und in der Werbegestaltung von Werbeartikel.
Carsten Hiebl zeichnete sich auch in diesem Jahr wieder verantwortlich für die Produktion der Finishershirts für die TOUGHRUNNER.
Professionellen Werbedruck und vieles mehr gibt es bei hiebl-werbung.de

youPEC – Your personal education community

Mit youPEC entsteht im Weiterbildungsmarkt ein unabhängiger, zentraler und standardisierter Internet-Marktplatz, auf dem Wissen und Lerninhalte gegen Bezahlung online vermittelt werden können.
Live Streams, innovative Interaktionsmöglichkeiten und der Austausch von Zusatzmaterialien ermöglichen eine neue Form des digitalen Wissensflusses.
Auf dem stark wachsenden, bisher unstrukturierten Weiterbildungsmarkt können Wissensinteressierte nun schnell und gezielt nach Lerninhalten und Spezialwissen suchen und dieses preislich wie qualitativ vergleichen.
Für Wissensanbieter besteht die Möglichkeit, ihr Wissen ohne Investition in Vertrieb, Marketing und Softwarelösungen einer breiten Masse zugänglich zu machen, um damit Geld zu verdienen.
Das youPEC-Platoon ist bereits beim 1.TOUGHRUN 2011 mit dabei gewesen. Auch in diesem Jahr haben sie wieder ein 10-Mann(und Frau) starkes Team zum TOUGHRUN gestellt. Da das Thema passend zur YOUPEC-Blogaktion: „Raus aus dem Sessel“ passt, hat sich der Vorstand der YOUPEC AG dafür entschieden uns zu unterstützen.
Wer sich für Wissensinhalte interessiert sollte unbedingt mal auf die Website der youPEC AG schauen.

Personello GmbH

Auch das Team der Personello GmbH, die persönliche Fotogeschenke für jedermann anbieten, unterstützen den TOUGHRUN 2012.
Die Personello GmbH aus Homburg, ist ein junges und kreatives Unternehmen. Neben der Herstellung von Fotogeschenken, betreuen sie einige namhafte Portale, wie Geschenke.de oder Fotogeschenke.de. Seit den Anfängen im Jahr 2003, hat sich Personello zu einem erfolgreichen Unternehmen mit 60 Mitarbeitern gemausert, was auch nicht zuletzt an unserem Credo liegt:
Statt Outsourcing verstehen sie sich nämlich sehr gut auf „selbst machen“ und haben neben einer hauseigenen Produktion, auch hauseigene Teams für Entwicklung, Design, Online-Marketing, Kundenservice und Vertrieb. Bodenständig saarländisch eben!
Personalisierte Geschenke gibt es bei Personello.com – reinklicken!

Dingle Way – Tag 3, der lange Weg

Ich hatte das Glück in einem Einzelzimmer nächtigen zu dürfen und habe geschlafen wie ein Stein. Mag natürlich auch an der wohligen Erschöpfung gelegen haben.

Angela, die Wirtin erwartete uns mit einem wirklich tollen und ausgiebigen Frühstück, sodass wir gegen 10 Uhr gestärkt und gut gelaunt zu unserer zweiten Etappe aufbrachen.

Vor uns lagen fast 30 Kilometer, allerdings kaum Anstiege, sodass wir in Erwartung eines „Spaziergangs“ frohen Mutes losstiefelten.

Allerdings zeigte sich die Strecke als eher durchwachsen. Wunderschöne Abschnitte über kleine Wege mit tollen Aussichten oder einen traumhaft schönen Strand wechselten sich mit vielen Kilometern über asphaltierte Straßen und Nebenstraßen ab, was zu laufen, gerade mit Wanderstiefeln, auf Dauer anstregend war.

Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, den An Bother Pub. Ein tolles B&B, Pub und Restaurant in einem. Nach der Dusche und einer heißen Tasse Tee, bei der wir die Aussicht über die Ebene genossen, begaben wir uns ins Restaurant und ich aß großartige Chicken Wings sowie einen wirklich leckeren Burger, dazu gab es natürlich Guinness. Hatte man sich heute auch wirklich verdient.

Nach dem Essen gab ich meinen Reisebegleitern eine kleine irische Geschichtsstunde, wir kamen von den Anfangen bis zu Cromwell. Morgen möchten wir das fortsetzen.

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Dingle Way – Tag 2, die erste Etappe

Wir haben viel geschlafen, die kurze Nacht vom Vortag sowie einige Guinness steckten uns in den Knochen und wir waren am Vortag schon um zehn im Bett. Heute bin ich frisch, gut gelaunt und voller Tatendrang um acht aufgestanden und habe mich bei einer Tasse Tee in den Frühstücksraum gesetzt, um ein Reisetagebuch von gestern zu schreiben.

Wenig später kamen Hanno und Chris und gesellten sich zu mir. Es ist toll mit Freunden in Erwartung eines Abenteuers bei einer Tasse Tee zusammen zu sitzen und zu quatschen. Die Stimmung war wunderbar.

Gegen zehn ging es dann wirklich los. Wir packten unsere Rucksäcke, kehrten noch einmal in den Super Value ein, kauften uns Marschverpflegung für zwei Tage und begannen unsere Wanderung.

Das erste Stück der Wanderung folgt der Straße, allerdings geht es schon kurz nach Dingle Stadt auf kleine Nebenstraßen weiter bis Ventry, wo einen ein wirklich grandioser Sandstrand erwartet, auf dem man eine gute Zeit lang läuft.

Dort hatten wir wunderschönes Wetter, sodass wir am Strand unsere Mittagspause einlegten, welche wir fast unvernünftig lange ausdehnten und die Sonne in vollen Zügen genossen.

Anschließend ging es weiter durch einen Hohlweg der mit jedem Meter schlammiger wurde. Am Ende watete man mehr als knöcheltief durch einen Matsch, der verdächtig stark nach Kuhmist roch. Das Ergebnis erinnerte stark an Schlammcatchen, doch sahen unsere bis dahin viel zu sauberen Trekkingklamotten und Schuhe dann wenigstens ordentlich benutzt aus.

Der Hohlweg endete an einem Stück Straße, das aber überwältigende Ausblicke aufs Meer und die Blasket Islands bot.

Nach einiger Zeit zweigt der Weg von der Straße ab und geht über Schafspfade sehr schön an prähistorischen Hinterlassenschaften vorbei weiter. Wir trafen auf eine Menge Schafe, querten einen kleinen Wasserfall und Hanno zeriss sich bei einem beherzten Schritt seine Hose. Woraus man jetzt schließen könnte wie wichtig es ist, weite Hosen zu tragen – Hätte Tobi sich nicht kurze Zeit später, beim Überklettern eines Zaunes – wir wollten eine der prähistorischen Hinterlassenschaften aus der Nähe sehen – seine weite Hose auch zerissen. Wie man es macht ist es also falsch …

Der Hosenvorfall offenbarte einen eigentlich offensichtlichen Fehler auf unseren Packlisten. Wir hatten kein Nähgarn dabei. Da denkt man quasi an alles, außer an Nähgarn. Hätten wir doch Frauen mitgenommen, wäre uns das wohl nicht passiert.

Dieser letzte Abschnitt des Weges bietet wirklich unglaubliche Panoramen, es war überwältigend und nicht selten blieben wir einfach stehen um die Landschaft in uns aufzusaugen. Selbst Philip, der sich inzwischen als unser Dauerunterhaltungssender entlarvt hatte (er quatschte quasi ohne Punkt und Komma und hielt so auch auf dem Rest der Wanderrung immer alle bei bester Laune) verschlug es ab und an die Sprache.

Als wir am Abend unser Tagesziel, das B&B De Mora in der Ortschaft Dunquin erreicht hatten, waren wir knapp 21 Kilometer gelaufen. Ein wirklich tolles B&B voller Luxus und die Wirtin Angela hatte sogar Nähzeug zu verleihen.

Nach einer ausgiebigen Dusche und einem kurzen Aufenthalt auf der Couch ging es auf in den Pub. Ungefähr zehn Minuten Fußweg hatten wir durch totale Finsternis zu Krugers Pub zurück zu legen. Dieser hat eher den Charme einer Trinkhalle oder eines Vereinsheims als das was man sich als Tourist vorstellt. Dafür ist er sehr authentisch und die lange Theke ist voll von Gälisch sprechenden Locals. Was dem Ganzen einen ganz eigenen Charme gibt.

Die Bedienung hinter der Theke war eine etwas rauhe Mitzwanzigerin mit einer kunstvollen Marge-Simpsons-Frisur. Außer Guinness (3,80 EUR) und Carlsberg war jedes Bier ausverkauft und so fiel uns die Entscheidung was wir trinken wollten nicht schwer.

Hanno wollte leider im B&B bleiben, da er schmerzende Blasen an den Füßen hatte – lieber Leser, man kann es nur immer wieder wiederholen, neue Wanderstiefel muss man einlaufen!!!

So hofften wir sehr, dass er für die nächste Etappe fit sein würde.

Aus unserem geplanten einen Guinness als Absacker wurden vier und zum Abschluss des Abends endeten wir im Wintergarten des B&B mit einer Runde Whisky und einem Vesper aus unseren Vorräten. Ein wirklich toller erster Tag auf Tour.

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Krimischreiben in Italien – am 7. Tag ist alles vorbei

Heute war der letzte Kurstag und meine Geschichte kam als allerletzte dran. Ich war beim Vorlesen entsetzlich aufgeregt, dabei habe ich schon oft vor Publikum gesprochen. Diesmal war es aber etwas anderes, ich habe meine eigene Kurzgeschichte vorgelesen und gehofft, dass die anderen mir meine Nervosität nicht allzu sehr anhören. Aber sowohl die Reaktion der anderen Kursteilnehmer als auch der Dozenten war überwiegend positiv. Die Geschichte hat ein paar formale Fehler, die Perspektive ist nicht ganz richtig eingehalten, aber sowohl der Grundaufbau, als auch der Plot sind stimmig, die Auflösung verständlich und die Geschichte entspricht insgesamt dem richtigen Schema. Ich bin sehr stolz über das Lob und erleichtert, dass ich es wirklich hinbekommen habe!

Bevor ich meinen Reisebericht abschließe möchte ich unbedingt noch Danke sagen, den Organisatoren, Caterina und Georg, die alles dafür gegeben haben, uns eine richtig schöne Woche zu machen, unseren Dozenten Bernhard und Robert, für alles, was sie mir in so kurzer Zeit beigebracht haben, für ihre Kritik und ihre allzeit offenen Ohren, Danke an Frau Fricke, die mich zu diesem Kurs überredet hat und an alle anderen Kursteilnehmer, für die interessanten Gespräche und natürlich die unvergesslichen Nächte in der Rokkabar!

Und hier ist meine fertige Kurzgeschichte:

Ein Ausflug

Wenigstens hatte es endlich aufgehört zu regnen. In den trüben Pfützen spiegelten sich die grob verputzen Backsteinmauern des halbfertigen Hofes, der im warmen Licht der Abendsonne still und leblos wirkte. Ein riesiger, aufgeweichter Komposthaufen direkt an der Hauswand und einige vor sich hin rostende Gerätschaften verstärkten den Eindruck von unverborgener Achtlosigkeit.

Dass am ersten halbwegs sonnigen Abend ausgerechnet ein Ausflug in einen Landwirtschaftsbetrieb auf dem Plan stand, konnte keinen der Teilnehmer richtig begeistern. Aber angeblich sollte es dort spannender sein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Das jedenfalls hatte der Kursleiter mit einem Augenzwinkern versprochen, und so waren am Ende doch alle mitgekommen. Jetzt standen sie hier, auf dem schlammigem Vorplatz des Hofes, und sowohl dessen Besitzer als auch die angekündigte Spannung ließen auf sich warten.

„Signor Torelli sollte eigentlich längst hier sein“ betonte Georg Simader, der Organisator des Ausflugs, mittlerweile zum dritten Mal, „aber er ist auch nicht unbedingt für seine Zuverlässigkeit berühmt. Ich geh kurz telefonieren, schaut ihr euch doch einfach schon mal ein bisschen um!“ Mehr oder weniger lustlos trabten die Kursteilnehmer in verschiedene Richtungen davon, dabei hätten sie alle ihre Zeit eigentlich viel lieber anders genutzt. Morgen sollten die Kurzgeschichten fertig sein und die Wenigsten hatten überhaupt mehr als ein Drittel der vorgeschriebenen Textlänge erreicht, von Überarbeitungen, schlüssigen Charakterbeschreibungen und ausgefeilten Dialogen ganz zu schweigen. Natürlich hatte niemand erwartet, dass man in einer Woche wirklich einen packenden Krimi zustande bringen könnte. Aber die Schwierigkeit, in wenigen Tagen eine Kurzgeschichte auf Basis der bisherigen Erlebnisse vor Ort zu konstruieren, hatten sie alle unterschätzt. Und statt jetzt wenigstens an ihren rudimentären Textfragmenten weiterarbeiten zu können, hatten sie sich zu dieser Besichtigung eines sogenannten Agriturismo überreden lassen, mit dem Ergebnis, dass der Besitzer offensichtlich nicht an einer Führung interessiert war, und sich stattdessen alle nasse Füße holten.

„Ich hab schon überlegt, einfach gar nichts abzugeben, bevor ich mich vor allen blamiere.“ Mit dieser Bemerkung wollte Daniela, eine elfengleiche Blondine im pinkfarbenen Regencape, nur erreichen, dass der Angesprochene sie sofort vom Gegenteil zu überzeugen versucht. Aber Philipp, ein ambitionierter Autor, in dessen Wohnung mehrere Schubladen voller unfertiger Entwürfe vor sich hin staubten, war selbst viel zu sehr in Gedanken und reagierte deswegen nur mit einem gemurmelten „Ach was. Das wird schon noch.“, einer für Daniela in höchstem Maße unbefriedigenden Antwort. Isabelle, die einige Meter hinter den beiden her stapfte, und in ihren zu engen Riemchensandalen die tieferen Pfützen zu umgehen versuchte, verdrehte die Augen und schnaubte kaum hörbar. Ihr ging der ganze Kurs auf die Nerven, von dessen Teilnehmern sie erheblich mehr Tiefgang, Vorbildung und Schreiberfahrung erwartet hätte. Als erfahrene Anwältin hatte sie ja schon mit einigen Stümpern zu tun gehabt, aber wer sich heutzutage alles anmaßte, schreiben zu können, das war einfach lächerlich. Um sich nicht weiter über das Anerkennungsgebettel dieser aufgetakelten Möchtegern-Barbie aufregen zu müssen, bog Isabelle vom aufgeweichten Kiesweg in einen Gemüsegarten ab, an dessen Rand mehrere große Rosmarinbüsche im Abendlicht rötlich glänzten.

Isabelle wollte sich zwischen den duftenden Zweigen gerade eine Zigarette anzünden, als ihr Blick an einem Schuh mitten in den Beeten hängen blieb. Was war das hier bloß für ein heruntergekommener Laden, wenn sogar im Gemüsegarten Müll herumlag? Der Schuh lag auf der Seite, die Sohle Isabelle zugewandt, und das Beet davor war zerwühlt. Hier gab es ja angeblich immer wieder Probleme mit Wildschweinen, aber Schuhe schleppten die doch für gewöhnlich nicht durch die Gegend. Nach ein paar Schritten in den Garten erkannte sie schließlich, dass der Schuh durchaus nicht alleine im Beet lag und ihr erster Gedanke war „Oh nein, was soll das denn jetzt?“ Das sollte vermutlich eine Leiche darstellen, schlammig, eindeutig unecht, und auch noch schlecht drapiert. Die Beine waren in derart unnatürlichen Winkeln geknickt, dass sie nur die Stoffbeine einer billigen Schaufensterpuppe sein konnten, der Oberkörper war vollkommen unrealistisch eingedellt und der größte Teil des Kopfes eine blutige Masse ohne erkennbare Form. Nichtmal das Blut sah auch nur halbwegs echt aus. War das etwa die unerwartete Spannung, von der Georg auf dem Weg hierher gesprochen hatte? Isabelle fand das mehr als albern, wollte aber nicht als Spielverderberin dastehen und rief deswegen nach den Anderen, wenn auch ziemlich halbherzig. „Kommt mal alle her, ich hab hier was gefunden, ihr werdet es nicht glauben…“
Philipp und Daniela waren als erste da und schauten neugierig Richtung Beet. „Was soll das denn sein? Eine Leiche?“ Philipp war ebenso wenig beeindruckt von dieser Inszenierung. Daniela allerdings riss erschrocken die Äuglein auf „Ist die etwa echt?“ „Natürlich nicht, was denkst du denn?“ entgegnete Isabelle, genervt von so viel, vermutlich nur teilweise aufgesetzter Naivität. „Ein Kurs voller angehender Krimiautoren auf der Suche nach Inspiration besucht einen per se völlig unspannenden Hof und plötzlich liegt da aus heiterem Himmel eine Leiche rum, was für ein Zufall.“ In Gedanken ergänzte sie noch „du Hohlbrot“ und fand diese ganze Chose zunehmend überflüssig. Aber was hatten sie auch erwartet, nach ihrem Gekicher und Geflachse über angebliche Leichen, gegenseitige Mordgedanken und diesem permanenten Gerede über Bösartigkeit und Niedertracht. Da mussten sich die Organisatoren ja fast schon genötigt fühlen, ihnen so eine armselige Vorstellung zu bieten.

Philipp hatte mittlerweile zusammen mit anderen Männern aus dem Kurs die angebliche Leiche genauer in Augenschein genommen und bemerkte „Aus der Nähe sieht es noch unechter aus!“ Trotzdem hatte sich schon fast alle Teilnehmer im Gemüsebeet eingefunden, und je nach Interessenlage wurde über die Albernheit der ganzen Situation gelästert oder der Schlamm an den Schuhen verflucht, während die Überambitionierten natürlich das unmittelbare Umfeld nach den Spuren des Verbrechens durchkämmten. „Also ich find das ne coole Idee, ich hab mich im ersten Moment total erschrocken!“ Daniela tippte mit der Spitze ihres rosa Turnschuhs den unförmigen Torso an. Eine Wolke aus schwarz glänzenden Fliegen erhob sich brummend vom dunkelrot verkrusteten Gesicht des Toten. Für einen Augenblick wurde es still, dann wischte Philipp die aufkommende Irritation mit einer heftigen Geste beiseite. „Das ist bestimmt Hackfleisch oder so, damit es echter wirkt, das hat die Fliegen angezogen. Die haben sich da schon ein bisschen Mühe gemacht, um uns zu schocken.“ Die Anderen lachten verunsichert und Daniela trat nochmal gegen den schlammbedeckten Oberkörper, sogar etwas fester als beim ersten Mal. „Jetzt seid nicht albern!“ Philipp hatte langsam genug von diesem Unfug. „Ihr wollt blutrünstige Geschichten schreiben und lasst euch von einer lächerlichen Puppe erschrecken? Schaut her, die lässt sich ganz einfach hochheben und die Haare sind bestimmt nur eine billige Perücke!“ Zum Nachweis zog er beherzt an den schmutzigen schwarzen Haaren, aber der schwere Körper ruckte und schmatzte nur im rotbraunen Schlamm. Philipp kam durch den unerwarteten Widerstand ins Rutschen und plumpste neben der Leiche in die aufgewühlte Erde. Zwischen seinen Fingern klebten ausgerissene Haare mit entsetzlich echten Haarwurzeln. Wenige Sekunden später wurde schließlich auch Georg Simader von gellenden Schreien an den Ort des Geschehens gerufen.

Der Commissario schüttelte fassungslos den Kopf. Er konnte einfach nicht glauben, was hier los war. Die Spurensicherer standen unschlüssig herum und Simader jammerte ihm seit mehr als einer Viertelstunde die Ohren voll, dass es ihm so schrecklich leid tue, und wirklich niemand mit Absicht etwas zerstört habe, aber er hätte ja nicht ahnen können, was hier passiert sei. Keiner der Teilnehmer hätte jemals zuvor eine echte Leiche gesehen, außerdem hätten sie seit Tagen über Mordfälle gewitzelt, da wäre es doch kein Wunder, dass sie den Toten für eine Attrappe gehalten hatten. Die Augen des Commissario verengten sich. „Sie haben den Tatort vollkommen zertrampelt, hier wird keine einzige vernünftige Spur mehr zu finden sein! Außerdem wurde der Tote auch noch bewegt und es haben sich mindestens drei Leute in unmittelbarer Nähe übergeben! Das ist ein einziger Alptraum! Was soll ich denn hier noch ermitteln?“ Simader senkte betroffen den Blick. „Ich kann gar nicht sagen, wie unglaublich unangenehm mir das…“ „Unangenehm?!“ fuhr ihm der Commissario dazwischen. „Sie finden das also unangenehm? Signor Torelli wurde vielleicht an dieser Stelle ermordet und die Wahrscheinlichkeit, dieses Verbrechen jemals aufzuklären geht praktisch gegen Null, weil Sie diese bescheuerten Dilettanten hier Detektiv spielen lassen! Jetzt schaffen Sie mir endlich diese Idioten aus den Augen und wehe irgendjemand schleppt auch nur den kleinsten Stein vom Tatort weg, dann lasse ich Sie und Ihren kompletten Kurs sofort einsperren!“ Simader war vernünftig genug, auf weitere Bemerkungen zu verzichten und sammelte seine derangierten Schäfchen ein, um sie zu ihren Unterkünften zu bringen und dann schnellstmöglich die Abreise zu organisieren. Er ahnte schon, dass dies wohl sein letzter Krimikurs in Farnese gewesen war.

Am nächsten Abend, nachdem alle Teilnehmer weg waren, zu traumatisiert um sich an das Wort „Rückerstattung“ zu erinnern, saß der völlig erschöpfte Georg Simader zuhause in seinem bequemsten Korbstuhl, und ließ sich noch einmal vom Commissario am Telefon zusammenfalten. „Wir konnten so gut wie nichts herausfinden. Torelli wurde wahrscheinlich am Fundort erschlagen, aber nicht einmal das können wir mit Sicherheit sagen. So viele Feinde, wie dieser Mann hatte, könnte das hier praktisch jeder gewesen sein. Aber was der Regen an Spuren nicht weggespült hat, haben Sie und Ihre Hobbykriminologen erfolgreich vernichtet und dadurch echte Polizeiarbeit unmöglich gemacht. Ich hoffe Sie sind stolz auf sich!“ Georg legte das tutende Telefon mit einem Seufzer beiseite. Er nahm den Brief, der ihm in letzter Zeit so viel Sorge bereitet hatte, aus der Kommode. Der Brief, in dem eine absurd hohe Summe gefordert worden war, unterschrieben von Torelli. Er nickte kaum merklich und zerriss das Papier dann lächelnd in viele kleine Stücke.

 

Zum Krimischreiben nach Italien – ein Reisebericht

Ich fliege nach Italien um dort zu lernen wie man einen Krimi schreibt. Ich schreibe schon immer gern, bisher allerdings vor allem kurze Texte, lange Briefe, kleine Geschichten und beruflich auch Blog- oder Zeitungsartikel, aber an ein richtiges Buch habe ich mich bisher nicht herangetraut. Durch Zufall habe ich durch eine Freundin von Schreibkursen in Farnese erfahren und mich kurzentschlossen zu einem dieser einwöchigen Seminare angemeldet. Jetzt werde ich hochmotiviert und vollkommen unvorbereitet mit Laptop, USB-Stick und Mückenspray gewappnet tatsächlich dort hinfliegen und mich überraschen lassen, ob man in einer Woche wirklich lernen kann, einen guten Krimi zu schreiben.

Der Kursanbieter, „manoscritto – spannend schreiben lernen“, hat für die Teilnehmer einen Dozenten, der jeden Tag fünf Stunden Unterricht  abhält, sowie  einen Literaturagenten oder Lektoren, der Einblicke in den deutschen Buchmarkt gibt, und zur Erholung noch verschiedene Ausflüge zum Schwimmen und zu Sehenswürdigkeiten. Außerdem gibt es noch eine zweisprachige Lesung mit einem bekannten italienischen oder deutschen Autor. Für die Abende werden zusätzlich Hausaufgaben gestellt, wie zum Beispiel den Entwurf einer Plotskizze oder die Entwicklung eines Dialoges. Trotzdem stelle ich mir das ganze eher wie einen Urlaub mit Lerneffekt vor. Genau deswegen sind diese Kurse wohl auch in Italien (und nein, sie werden nicht auf Italienisch abgehalten), damit das ganze weniger schulisch als erholsam wird.

Die Teilnehmer dürfen ihre Entwürfe oder Skizzen mitbringen, ich habe allerdings nicht das geringste Fitzelchen an Vorarbeit geleistet und bin sehr gespannt, ob die anderen alle furchtbar fleißig waren. Meine Freundin, die mir diesen Kurs angepriesen hat, wird auch dort sein, und sie hat auch tatsächlich schon einige Veröffentlichungen vorzuweisen.

Morgen geht es also los, nach drei Tagen in Rom, zur kulturellen Akklimatisierung, mit dem Zug nach Farnese, wo dann der Krimikurs stattfindet. Ich werde versuchen, neben meinen Hausaufgaben und der ganzen sonnigen Erholung,  jeden Abend einen Beitrag zu schreiben. Ich freue mich sehr auf meinen Krimischreiburlaub und bin schon äußerst gespannt, wer wohl in meiner ersten Plotskizze das Zeitliche segnen wird…

Hier geht’s weiter mit Tag 1 und 2 des Krimikurses >>

 


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