«Neuigkeiten aus der Agentur»

A Road Trip to Ireland – Tag 2 & 3

Das Erwachen am zweiten Tag war alles andere als angenehm. Wir hatten, wie geplant, auf einem Rastplatz irgendwo in Belgien übernachtet. Das bedeutete viel Autobahn und LKW Lärm. Entsprechend früh waren wir wach und machten uns auf nach Calais.

Der positive Effekt aus dieser kurzen Nacht war, dass wir eine Stunde früher als geplant auf die Fähre konnten.
An Bord schnell etwas gegessen und eine Karte von Süd England gekauft.
Das Wetter bei der Überfahrt war sehr diesig, so dass wir leider keinen schönen Blick auf die Kalkfelsen hatten.
In Dover angekommen machten wir uns gleich auf in den Westen. Unsere Fähre von Holyhead nach Dublin geht am Donnerstag (also übermorgen) und unser Plan ist in der Zwischeinzeit ein wenig durch Wales zu fahren und die Landschaft durch zu genießen.
Soweit der Plan. In der Realität wurden wir von einem Autobahnschild mit der Aufschrift Stratford upon Avon aufgehalten. Also große Shakespeare Verehrer entschlossen wir spontan einen Abstecher zu machen und uns seinen Geburtsort anzuschauen.
Wir langten in den frühen Abendstunden in Stratford an und parkten auf dem PKW Parkplatz des Anne Hathaway’s Cottage (dieses war einmal im Besitz der Familie von Wills Frau) und machten uns zu Fuß auf ein wenig die Stadt zu erkunden.
Diese entpuppte sich als sehr malerisches Städtchen mit sehr vielen, sehr schönen und sehr alten Gebäuden. Außerdem sah alles ziemlich ausgestorben aus. Wir schoben das auf die offensichtliche Nebensaison und begaben und nach Gulaschsuppe aus dem Aromabeutel und einem Feierabend-Bier zu Bett.
Tag drei, der Mittwoch, also heute, begann zwar deutlich ausgeruhter als der letzte – schließlich hatten wir keine Autobahn zu ertragen – dafür war es nachts unglaublich kalt geworden. Wir hatten (ohne Übertreibung) Temperaturen kanpp über dem Gefrierpunkt zu ertragen. Was oben im Faltdach des VW-Bus doch tatsächlich „etwas frisch“ war. In Island hatte ich bei deutlichen Minusgraden im gleichen Schlafsack geschlafen und weniger gefroren.
Nun gut, es war wie es nun einmal war. Wir kochten uns einen Kaffee, unterhielten uns über Gott und die Welt und warteten, dass das Museum (Anne Hathaway’s Cottage) öffnen würde.
Auf dem Parkplatz war nicht viel los und er füllte sich auch nur mäßig, so erwarteten wir auch nur ein mäßig gefülltes Museum.
Weit gefehlt. Der PKW Parkplatz war zwar tatsächlich nur mäßig gefüllt, dafür platzte der Bus Parkplatz aus allen Nähten und ständig kamen erneut Busse mit Schülern an, die von ihren Lehrern zur vermeintlichen Wiege der englischen Kultur gekarrt wurden.
Kleiner Einschub: Man bedenke, dass es sich bei dieser Sehenswürdigkeit „nur“ um das Cottage der Familie von William Shakespeares Frau handelt. Zu seinem wirklichen Geburtshaus, in dem er auch seine ganze Jugend verlebte, kommen wir erst später…
Nun gut, es ergab sich also, dass wir eine geraume Zeit warten mussten, bevor wir eingelassen wurden. Wir nahmen es mit Humor und einem zweiten Kaffee und warteten.
Zwischen zwei Schülergruppen bekamen wir dann tatsächlich die Gelegenheit das Cottage  von innen zu besuchen. Zu sehen gab es ein Haus in recht gut erhaltenen Zustand des 16. Jhrds mit Möbeln und allem was das gehört. Für historisch und vor allem alltagsgeschichtlich interssierte Menschen wie mich, tatsächlich lohnenswert. Auch wenn das Vergnügen recht schnell beendet ist. Das Haus verfügt erwartungsgemäß nur über wenige Räume, so dass nur wenig zur Verfügung steht was präsentiert werden könnte.
Als wir das Cottage hinter uns gelassen hatten, machten wir uns auf in die Stadt um noch Wills Geburtshaus und das „New Place“ ein Haus welches er selbst erwarb, als er schon zu Ruhm gekommen war, zu besichtigen.
Vor dem Geburtshaus ein Bild des Horrors. Schülergruppen verschiedenster Nationalitäten. Ein wahrer Mob! Wir befürchteten das Schlimmste.
Doch anscheinend hatten wir Glück und die Gruppen standen nicht vor dem Museum herum um eingelassen zu werden, sondern weil sie ihre Besichtigung schon beendet hatten.
So konnten wir uns in Ruhe die kurze als Multimedia Show gestaltete Einführung ansehen und anschließend das Geburtshaus an sich besuchen.
Auch hier ein altes Gebäude in weiten Teilen im original Zustand was die Bausubstanz betrifft, ausgestattet mit größtenteils rekonstruierten Möbeln die einem sehr anschaulich vor Augen führen, wie die Familie Shakespeare einmal gelebt hat.
Unsere letzte Station auf der Shakespeare Tour war das New Place. Wie sich herausstellte nicht das Haus Shakespeares, sondern das Nachbar Haus. Wills Haus wurde zu historischen Zeiten abgerissen. Der Platz an dem es Stand ist heute ein Garten. Die Besichtigung war mäßig interessant. Ein altes Haus.
Anschließend bestiegen wir unseren Bus um England hinter uns zu lassen und auf dem Weg nach Holyhead, noch Wales zu durchqueren.
Und ich muss sagen die Entscheidung war genau richtig. Die Landschaf wurde immer wilder und hügeliger. Das liebliche Südengland war zwar in so fern sehr schön, als das jedes Dorf wie aus einem Barnaby Krimi entsprungen erscheint. Die Landschaft an sich empfinde ich aber als langweilig.
Ganz anders Wales. Zwar kannte ich Wales zwar schon von einem Besuch vor vier Jahren, doch hatten wir uns für unsere Durchquerung bewusst Straßen ausgesucht, die durch Täler über Pässe an Seen zum Meer führten. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Landschaft breitete sich malerisch vor uns aus und so langsam stellte sich bei mir auch Urlaubsfeeling ein.
Unser Tagesziel war Tywyn, welches im Reiseführer als lohnenden Ziel angepriesen wurde. Meiner Meinung nach ist es das nicht. Wir nächtigten im Nachbar Ort einem hübschen Hafenstädtchen. Dort ergatterten wir einen Stellplatz direkt am Meer, so dass wir nach einem Besuch im Pub und dem Genuss mehrerer lokaler Ales zufrieden, mit dem rauschen des Meeres im Ohr in unsere Schlafsäcke sanken.
PM: Criminal Tearoom & Pub eröffnet am 15.12.2012 in Saarbrücken

Die Agentur Erlebnisraum, Macher des beliebten saarländischen Criminal Dinners, eröffnet am 15.12.2012 ab 11.00 Uhr die “Baker Street – Criminal Tearoom & Pub” in der Mainzer Straße 8 in Saarbrücken.

Mit der “Baker Street – Criminal Tearoom & Pub” entsteht ein themengastronomisches Angebot, welches in unserer Region absolut einmalig ist.

Im Vordergrund steht das Thema Krimi, welches durch regelmäßige Veranstaltungen, wie Krimilesungen, Krimihörspiele, exklusive Criminal Dinner und Mottopartys, erlebbar wird.

Die klassische Einrichtung orientiert sich am britisch-viktorianischen Stil und schafft eine einzigartige Atmosphäre, in der tagsüber frisch gebrühter Tee serviert wird, sowie qualitativ hochwertiger, frischer Kaffee in Kombination mit englischen Afternoon Tea Spezialitäten, wie zum Beispiel: Scones, Cupcakes und Sandwiches.

Neben einem klassischen englischen Frühstück am Morgen und dem traditionellen Afternoon Tea am Nachmittag, wird unseren Gästen am Abend die Atmosphäre eines british-victorian Pub geboten, mit einer Auswahl hochwertiger Malt- Whiskys, Bierspezialitäten von den britischen Inseln, sowie Sherry, Portwein und Absinth.

Die Räumlichkeiten der Baker Street wurden über Monate mit viel Liebe zum Detail und großem finanziellem Aufwand renoviert, so dass die Lokalität nun auch wieder zum schönen, unter Denkmalschutz stehenden Haus Mainzer Straße Nr. 8 passt.

Die Macher hinter dem Projekt sind Julian Blomann und Michael Hess, die beiden Inhaber der Saarbrücker Eventagentur Erlebnisraum, welche vielen Saarländern durch das Saarländische Criminal Dinner bekannt ist.

Schon lange schwebte den beiden die Idee einer eigenen Krimigastronomie im Kopf herum und so ergriffen sie die sich bietende Gelegenheit in der leer stehenden ehemaligen Mademoiselle am Schopf.

Eine Projektgruppe aus begeisterten Krimifans wurde gegründet und nach monatelangen Recherchen, Planungen und Vorbereitungsarbeiten wird es am 15.12.2012 ab 11.00 Uhr nun endlich so weit sein. Die Baker Street in Saarbrücken, der erste und einzige Krimi Tearoom & Pub im Saarland öffnet seine Pforten.

Das Projekt wurde von den Saarbrückern schon seit der Gründungsphase mit regem Interesse verfolgt, was nicht zuletzt an den knapp 650 Fans auf Facebook zu sehen ist, welche die Baker Street sogar schon vor der Eröffnung erringen konnte.

——————————————————————————-

Weitere Informationen unter: www.bakerstreetsb.de

Verantwortlich und Ansprechpartner: Julian Blomann, 0177-2393667, j.blomann@agentur-erlebnisraum.de

Erföffnung und Events:

14.12.2012, ab 18.00 Uhr – Pre Opening für geladene Gäste und Presse. Voranmeldung und Akkreditierung ist erforderlich  (j.blomann at agentur-erlebnisraum.de)

15.12.2012, ab 11.00 Uhr – Eröffnung Baker Street – Criminal Tearoom & Pub

16.12.2012, ab 09.00 Uhr – English Breakfast at Baker Street

24.12. bis 26.12., ab 21.00 Uhr – Christmas at Baker Street

31.12.2012, ab 20.00 Uhr – Gentlemen’s and Ladies’ New Year’s Eve 1912

Abenteuer Island – Tag 3, Stadterkundungen und Füße hochlegen

Heute morgen hatten wir etwas länger geschlafen, da wir am Abend vorher etwas Festival Luft geschnuppert und dabei auch das ein oder andere Bier genossen hatten.
Wie ja schon mitgeteilt mussten wir heute umziehen und so packten wir nach einem ausgiebigen und guten Frühstück unsere Sachen zusammen und nahmen ein Taxi zu unserer neuen Bleibe einem Apartmenthaus mitten in der City. Nicht nur dass wir großes Glück hatten aufgrund des Festivals überhaupt noch eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen, wir haben sogar eine ideale Bleibe gefunden.

Nachdem wir eingezogen waren machten wir uns auf den Weg Reykjavik zu Fuß zu erkunden. Des Wetter war ziemlich windig und kalt, trotzdem machte es Spaß sich die Stadt zu „erlaufen“ ich finde, dass man nur so ein Gefühl für eine Stadt bekommt.
Auf dem Weg holten wir auch gerade unsere Konzertkarten für das Sigur Rós Konzert morgen abend ab.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit schreiben, Fotos sortieren und recherchieren was wir die nächsten Tage über tun würden. Dabei stellten wir leider fest, dass aufgrund des Winters alle interessanten F-Straßen, also die Straßen für die man einen 4×4 braucht, geschlossen sind und uns wohl nichts anderes übrig bleiben wird als auf der Ringstraße zu bleiben.

Diese Erkenntnis werden wir uns morgen noch in der Tourismus Information bestätigen lassen. Vlt. haben die ja noch einen Tipp für uns.

Nach einem kurzen Absacker in der City gingen wir früh zu Bett um für den morgigen Whale Watching Ausflug mit Elding fit zu sein.

Dingle Way – Der letzte Abend, Irish Storytelling

Abends waren wieder im Grapevine Hostel. Nach einer erholsamen und erfrischenden Dusche zogen wir los um im Dingle Diner etwas zu essen. Wie schon fast üblich hatten wir alle Burger und sie waren grandios! Eine uneingeschränkte Empfehlung wert.
Danach gingen wir wieder zu Dick Macks um unseren Abschied von der grünen Insel angemessen zu begehen. Wir waren alle ziemlich gerädert und wollten schnell wieder ins Hostel und die Füße hoch legen. Dort warteten gemütlche Couches und ein offener Kamin. Vor allem hätten wir unsere total durchnässten Schuhe ausziehen können, zwar hatten wir uns Mülltüten über die Socken gezogen um wenigsten trockene Füße zu haben, aber wirklich angenehm war diese Lösung natürlich nicht.
Aber, ersten kommt es anderns und zweitens als man denkt…

Wir betraten den Pub und alles machte den Anschein als würde es ein öder Abend werden. Nur wenige Menschen waren im Laden und keinerlei Musik lief, noch nicht einmal vom Band.
Wir tranken eine Runde und hatten eine kurze Unterhaltung mit einem gut betrunkenen Local, der sich freundlich mit uns über unsere Herkunft und seine Frau unterhielt, die ihm eigentlich nicht erlauben wollte abens im Pub abzuhängen. Als sein Handy klingelte und sie ihn nach Hause diktierte bestellte er sich aus Trotz ein weiteres Pint, leerte es in schnellen Schlücken und wankte nach einem freundlichen Gruß in unsere Richtung aus dem Pub.
Dies nahmen wir auch als eine Art Aufbruchssignal, wollten unsere Gläser noch gemütlich leeren und uns dann auf dem Weg ins Hostel machen um vor dem Kamin noch einen kleinen Absacker zu trinken.
Doch dann tauchte Sean auf. Ein 40 bis 50-jähriger Ire mit freundlichem Gesicht, kurzen dunklen Haaren in einem blauen, legeren Hemd.
Sean kam zur Bar und wollte zwei neue Pints Guiness, leider war der Barkeeper kurz eine rauchen und so wartete Sean. Nach einer kurzen Unterhaltung mit zwei jungen Typen an der Bar wurde ihm wohl die Zeit zu lang und er zapfte sich kurzerhand seine Pints selbst. Als Erklärung teilte er den anderen Gästen im Raum, die den Vorgang interessiert und amüsiert verfolgten, mit, dass dies schon Ok sei, er gehöre zum Inventar.
Der Barkeeper kam zurück und nahms mit Humor. Dabei wurde Sean auf uns aufmerksam. Eine Gruppe typischer Deutscher Outdoor Touristen in Funktionskleidung (sowas trägt kein Local). Er fragte uns interessiert wo wir her kämen und als wir ihm sagten, dass wir Deutsche seien, gab er ein Broken Deutsch von sich, die nicht einmal schlecht waren. Von unseren anerkenenden Worten wohl angespornt erzählte er uns anschließend in bester irischer Geschichtenerzähler Tradition, wo er sein Deutsch gelernt hätte. Ich versuche die Geschichte so wieder zu geben, wie ich sie verstanden habe, und wie ich mich daran erinnere.

Es war Ende der 70’er Jahre, Irland ging es wirtschaftlich sehr schlecht und viele junge Iren gingen im Sommer für einige Monate ins Ausland um zu arbeiten. Sean hatte von der Kunsthochschule in Dublin einen deutschen Freund, der ihn zu sich nach Köln eingeladen hatte und so nahm er ihn beim Wort und schlug kurzer Hand bei ihm auf. Dummerweise war dieser aber gerade im Urlaub und konnte ihm so nicht wirklich helfen. Seine Mitbewohner – es war wohl so etwas wie eine Künstlerkomune – erlaubten Sean aber für eine Nacht dort zu schlafen. Am nächsten Morgen brach er dann zu einem kleinen Ort in der Nähe auf, wo es eine Fabrik gab in der er hoffte Arbeit zu finden. Dort kam er auch in der Komune unter. Allerdings wurde ihm der Job vor der Nase weggeschnappt und als er zurück zu seiner Bleibe kam war diese von der Polizei geräumt worden. Nun stand er ohne Gepäck und Geld da und ihm blieb nur übrig nach Köln zurück zu gehen und dort wieder um ein Bett zu bitten. Am nächsten Tag wollte er die Irische Botschaft aufsuchen. Seine Pechsträhne hielt an, denn man schickte ihn nach Düsseldorf. Dort stellte sich heraus, dass sich hier nicht die irische, sondern die britische Botschaft befand. Dort wollte man ihm nicht helfen, bot ihm aber mit typisch britischer Freundlichkeit eine Tasse Tee an.
Sean aber, damals nach eigener Aussage, jung und sehr irisch, verabschiedete sich mit den “I’am irisch. I’am drinking pints of Guinness and no fucking English tea!”
Tags drauf machte er sich auf dann nach Bonn zur echten irischen Botschaft auf. Die Fahrt dorthin kostete sein letztes Geld, doch in freudiger Erwartung freundlicher Menschen die ihm helfen würden betrat er die Botschaft seines Heimatlandes.
Umso größer die Überraschung, als er dort auf einen verknöcherten Bürokraten traf, der ihm mitteilte, er könne ihm nur helfen, wenn jemand für Sean in Irland auf einem Polizeirevier Geld hinterlegen würde. Da Seans Vater gerade im Krankenhaus war und er keine anderen Menschen hatte, die dies hätten für Ihn tun können – tat es dem Bürokraten Leid und er wollte Sean wieder weg schicken, da dieser aber nicht einmal mehr Geld für die Fahrkarte zurück nach Köln hatte bat er den Beamten ihm doch wenigstens die paar Pfennig für eine Fahrkarte zu geben. Nach einigem bekam er die Karte im Wert von 70 Pfennig. Dafür sollte er aber seinen Pass da lassen, damit sichergestellt wäre, dass er auch zurück komme um seine Schuld zu begleichen.
Daraufhin rollte das Ticket ganz klein zusammen und sagte dem Beamten, dass er es sich gerne in den Hintern stecke könne, falls es da überhaupt rein passe, so eng wie er sei.
Etwas niedergeschlagen kehrte er nach Köln zurück, dort kam ihm der Zufall zu Hilfe, zurück in seiner Bleibe hörte er einen Menschen laut fluchen und schimpfen.
es stellte sich hereaus, dass in einem Raum die Fliesen von der Wand gekommen waren. Der Fluchende fragte Sean ob er den Schaden reparieren könne, dieser sagte spontan Ja ohne eine Ahnung zu haben wie man Fliesen an Wände bekommt.
Die Hausgemeinschaft beschloss, dass Sean sein Glück versuchen solle, schließlich dachten sie, er wisse wovon er rede. Sean selbst hatte sich gedacht, dass er mit der Anleitung auf dem gekauften Fliesenkleber schon irgendwie hinkommen würde. Dummerweise hatte er nicht bedacht, dass diese dort auf Deutsch geschrieben stehen würde. Und Sean konnte kein Deutsch.
Am Ende hatte er es dann mit praktischem Verstand hinbekommen, er wurde bezahlt und durfte in einem momentan freien Zimmer wohnen. Dieses gehörte dem Sohn von Günther Grass und war ganz in schwarz gestrichen und mit Hammer und Sichel, sowie Ché dekoriert.

Das für uns besonders witzige an der Story war die Tatsache, dass sie quasi in Hannos Heimatregion spielte.
Nach dieser sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Episode tranken wir noch 1-2 Pints und gingen zurück ins Hostel.
Dort trafen wir auf John, der gerade Dienst hatte und gelangweilt vor dem Kamin saß und in seinen Laptop starrte.
Es entwickelte sich ein Gespräch, wir tranken zusammen und unsere verbliebenen Whiskye Vorräte leer. Auf die Frage welchen Whiskye er gerne hätte antwortete er, “den irischen”. Was auf den ersten Blick vielleicht wenig kurios klingt, da wir aber nur irischen dabei hatten haben wir wohl etwas dämlich aus der Wäsche geschaut. Er klärte uns dann auf, dass er damit den Jameson meinte, da kein Ire jemals Tulamore Dew trinken würde. “Did you ever see an Irishman drinking Tulamore? Expect in a commercial?” Damit machte er uns unmissverständlich klar, dass ein Ire der etwas auf sich hält Tulamore maximal zum putzen seiner Toilette oder Fenster benutzt.
Wir unterhielten uns über Gott und die Welt, außerdem gab er uns eine kurze Geschichtsstunde und diskutierte mit mir über die Keltische Kultur.
Neben seiner Weisheit über den Whiskye klärte er uns noch über zwei weitere wichtige Dinge auf: 1. Deutsche Mädels seien am leichtesten zu haben und 2. Französinnen seien die besten. Auf die Frage wie er darauf komme, meinte er nur: “Working in a hostel is just drinking, smoking an sex.”
Der Abend nahm ein jähes Ende als er uns einen Hot-Whiskye servierte. Ein Heißes Getränk aus Zimt, Zitronen, Nelken, Honig, heißem Wasser und Whiskye.

 

Verwandte Artikel:

Krimischreiben in Italien – am 7. Tag ist alles vorbei

Heute war der letzte Kurstag und meine Geschichte kam als allerletzte dran. Ich war beim Vorlesen entsetzlich aufgeregt, dabei habe ich schon oft vor Publikum gesprochen. Diesmal war es aber etwas anderes, ich habe meine eigene Kurzgeschichte vorgelesen und gehofft, dass die anderen mir meine Nervosität nicht allzu sehr anhören. Aber sowohl die Reaktion der anderen Kursteilnehmer als auch der Dozenten war überwiegend positiv. Die Geschichte hat ein paar formale Fehler, die Perspektive ist nicht ganz richtig eingehalten, aber sowohl der Grundaufbau, als auch der Plot sind stimmig, die Auflösung verständlich und die Geschichte entspricht insgesamt dem richtigen Schema. Ich bin sehr stolz über das Lob und erleichtert, dass ich es wirklich hinbekommen habe!

Bevor ich meinen Reisebericht abschließe möchte ich unbedingt noch Danke sagen, den Organisatoren, Caterina und Georg, die alles dafür gegeben haben, uns eine richtig schöne Woche zu machen, unseren Dozenten Bernhard und Robert, für alles, was sie mir in so kurzer Zeit beigebracht haben, für ihre Kritik und ihre allzeit offenen Ohren, Danke an Frau Fricke, die mich zu diesem Kurs überredet hat und an alle anderen Kursteilnehmer, für die interessanten Gespräche und natürlich die unvergesslichen Nächte in der Rokkabar!

Und hier ist meine fertige Kurzgeschichte:

Ein Ausflug

Wenigstens hatte es endlich aufgehört zu regnen. In den trüben Pfützen spiegelten sich die grob verputzen Backsteinmauern des halbfertigen Hofes, der im warmen Licht der Abendsonne still und leblos wirkte. Ein riesiger, aufgeweichter Komposthaufen direkt an der Hauswand und einige vor sich hin rostende Gerätschaften verstärkten den Eindruck von unverborgener Achtlosigkeit.

Dass am ersten halbwegs sonnigen Abend ausgerechnet ein Ausflug in einen Landwirtschaftsbetrieb auf dem Plan stand, konnte keinen der Teilnehmer richtig begeistern. Aber angeblich sollte es dort spannender sein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Das jedenfalls hatte der Kursleiter mit einem Augenzwinkern versprochen, und so waren am Ende doch alle mitgekommen. Jetzt standen sie hier, auf dem schlammigem Vorplatz des Hofes, und sowohl dessen Besitzer als auch die angekündigte Spannung ließen auf sich warten.

„Signor Torelli sollte eigentlich längst hier sein“ betonte Georg Simader, der Organisator des Ausflugs, mittlerweile zum dritten Mal, „aber er ist auch nicht unbedingt für seine Zuverlässigkeit berühmt. Ich geh kurz telefonieren, schaut ihr euch doch einfach schon mal ein bisschen um!“ Mehr oder weniger lustlos trabten die Kursteilnehmer in verschiedene Richtungen davon, dabei hätten sie alle ihre Zeit eigentlich viel lieber anders genutzt. Morgen sollten die Kurzgeschichten fertig sein und die Wenigsten hatten überhaupt mehr als ein Drittel der vorgeschriebenen Textlänge erreicht, von Überarbeitungen, schlüssigen Charakterbeschreibungen und ausgefeilten Dialogen ganz zu schweigen. Natürlich hatte niemand erwartet, dass man in einer Woche wirklich einen packenden Krimi zustande bringen könnte. Aber die Schwierigkeit, in wenigen Tagen eine Kurzgeschichte auf Basis der bisherigen Erlebnisse vor Ort zu konstruieren, hatten sie alle unterschätzt. Und statt jetzt wenigstens an ihren rudimentären Textfragmenten weiterarbeiten zu können, hatten sie sich zu dieser Besichtigung eines sogenannten Agriturismo überreden lassen, mit dem Ergebnis, dass der Besitzer offensichtlich nicht an einer Führung interessiert war, und sich stattdessen alle nasse Füße holten.

„Ich hab schon überlegt, einfach gar nichts abzugeben, bevor ich mich vor allen blamiere.“ Mit dieser Bemerkung wollte Daniela, eine elfengleiche Blondine im pinkfarbenen Regencape, nur erreichen, dass der Angesprochene sie sofort vom Gegenteil zu überzeugen versucht. Aber Philipp, ein ambitionierter Autor, in dessen Wohnung mehrere Schubladen voller unfertiger Entwürfe vor sich hin staubten, war selbst viel zu sehr in Gedanken und reagierte deswegen nur mit einem gemurmelten „Ach was. Das wird schon noch.“, einer für Daniela in höchstem Maße unbefriedigenden Antwort. Isabelle, die einige Meter hinter den beiden her stapfte, und in ihren zu engen Riemchensandalen die tieferen Pfützen zu umgehen versuchte, verdrehte die Augen und schnaubte kaum hörbar. Ihr ging der ganze Kurs auf die Nerven, von dessen Teilnehmern sie erheblich mehr Tiefgang, Vorbildung und Schreiberfahrung erwartet hätte. Als erfahrene Anwältin hatte sie ja schon mit einigen Stümpern zu tun gehabt, aber wer sich heutzutage alles anmaßte, schreiben zu können, das war einfach lächerlich. Um sich nicht weiter über das Anerkennungsgebettel dieser aufgetakelten Möchtegern-Barbie aufregen zu müssen, bog Isabelle vom aufgeweichten Kiesweg in einen Gemüsegarten ab, an dessen Rand mehrere große Rosmarinbüsche im Abendlicht rötlich glänzten.

Isabelle wollte sich zwischen den duftenden Zweigen gerade eine Zigarette anzünden, als ihr Blick an einem Schuh mitten in den Beeten hängen blieb. Was war das hier bloß für ein heruntergekommener Laden, wenn sogar im Gemüsegarten Müll herumlag? Der Schuh lag auf der Seite, die Sohle Isabelle zugewandt, und das Beet davor war zerwühlt. Hier gab es ja angeblich immer wieder Probleme mit Wildschweinen, aber Schuhe schleppten die doch für gewöhnlich nicht durch die Gegend. Nach ein paar Schritten in den Garten erkannte sie schließlich, dass der Schuh durchaus nicht alleine im Beet lag und ihr erster Gedanke war „Oh nein, was soll das denn jetzt?“ Das sollte vermutlich eine Leiche darstellen, schlammig, eindeutig unecht, und auch noch schlecht drapiert. Die Beine waren in derart unnatürlichen Winkeln geknickt, dass sie nur die Stoffbeine einer billigen Schaufensterpuppe sein konnten, der Oberkörper war vollkommen unrealistisch eingedellt und der größte Teil des Kopfes eine blutige Masse ohne erkennbare Form. Nichtmal das Blut sah auch nur halbwegs echt aus. War das etwa die unerwartete Spannung, von der Georg auf dem Weg hierher gesprochen hatte? Isabelle fand das mehr als albern, wollte aber nicht als Spielverderberin dastehen und rief deswegen nach den Anderen, wenn auch ziemlich halbherzig. „Kommt mal alle her, ich hab hier was gefunden, ihr werdet es nicht glauben…“
Philipp und Daniela waren als erste da und schauten neugierig Richtung Beet. „Was soll das denn sein? Eine Leiche?“ Philipp war ebenso wenig beeindruckt von dieser Inszenierung. Daniela allerdings riss erschrocken die Äuglein auf „Ist die etwa echt?“ „Natürlich nicht, was denkst du denn?“ entgegnete Isabelle, genervt von so viel, vermutlich nur teilweise aufgesetzter Naivität. „Ein Kurs voller angehender Krimiautoren auf der Suche nach Inspiration besucht einen per se völlig unspannenden Hof und plötzlich liegt da aus heiterem Himmel eine Leiche rum, was für ein Zufall.“ In Gedanken ergänzte sie noch „du Hohlbrot“ und fand diese ganze Chose zunehmend überflüssig. Aber was hatten sie auch erwartet, nach ihrem Gekicher und Geflachse über angebliche Leichen, gegenseitige Mordgedanken und diesem permanenten Gerede über Bösartigkeit und Niedertracht. Da mussten sich die Organisatoren ja fast schon genötigt fühlen, ihnen so eine armselige Vorstellung zu bieten.

Philipp hatte mittlerweile zusammen mit anderen Männern aus dem Kurs die angebliche Leiche genauer in Augenschein genommen und bemerkte „Aus der Nähe sieht es noch unechter aus!“ Trotzdem hatte sich schon fast alle Teilnehmer im Gemüsebeet eingefunden, und je nach Interessenlage wurde über die Albernheit der ganzen Situation gelästert oder der Schlamm an den Schuhen verflucht, während die Überambitionierten natürlich das unmittelbare Umfeld nach den Spuren des Verbrechens durchkämmten. „Also ich find das ne coole Idee, ich hab mich im ersten Moment total erschrocken!“ Daniela tippte mit der Spitze ihres rosa Turnschuhs den unförmigen Torso an. Eine Wolke aus schwarz glänzenden Fliegen erhob sich brummend vom dunkelrot verkrusteten Gesicht des Toten. Für einen Augenblick wurde es still, dann wischte Philipp die aufkommende Irritation mit einer heftigen Geste beiseite. „Das ist bestimmt Hackfleisch oder so, damit es echter wirkt, das hat die Fliegen angezogen. Die haben sich da schon ein bisschen Mühe gemacht, um uns zu schocken.“ Die Anderen lachten verunsichert und Daniela trat nochmal gegen den schlammbedeckten Oberkörper, sogar etwas fester als beim ersten Mal. „Jetzt seid nicht albern!“ Philipp hatte langsam genug von diesem Unfug. „Ihr wollt blutrünstige Geschichten schreiben und lasst euch von einer lächerlichen Puppe erschrecken? Schaut her, die lässt sich ganz einfach hochheben und die Haare sind bestimmt nur eine billige Perücke!“ Zum Nachweis zog er beherzt an den schmutzigen schwarzen Haaren, aber der schwere Körper ruckte und schmatzte nur im rotbraunen Schlamm. Philipp kam durch den unerwarteten Widerstand ins Rutschen und plumpste neben der Leiche in die aufgewühlte Erde. Zwischen seinen Fingern klebten ausgerissene Haare mit entsetzlich echten Haarwurzeln. Wenige Sekunden später wurde schließlich auch Georg Simader von gellenden Schreien an den Ort des Geschehens gerufen.

Der Commissario schüttelte fassungslos den Kopf. Er konnte einfach nicht glauben, was hier los war. Die Spurensicherer standen unschlüssig herum und Simader jammerte ihm seit mehr als einer Viertelstunde die Ohren voll, dass es ihm so schrecklich leid tue, und wirklich niemand mit Absicht etwas zerstört habe, aber er hätte ja nicht ahnen können, was hier passiert sei. Keiner der Teilnehmer hätte jemals zuvor eine echte Leiche gesehen, außerdem hätten sie seit Tagen über Mordfälle gewitzelt, da wäre es doch kein Wunder, dass sie den Toten für eine Attrappe gehalten hatten. Die Augen des Commissario verengten sich. „Sie haben den Tatort vollkommen zertrampelt, hier wird keine einzige vernünftige Spur mehr zu finden sein! Außerdem wurde der Tote auch noch bewegt und es haben sich mindestens drei Leute in unmittelbarer Nähe übergeben! Das ist ein einziger Alptraum! Was soll ich denn hier noch ermitteln?“ Simader senkte betroffen den Blick. „Ich kann gar nicht sagen, wie unglaublich unangenehm mir das…“ „Unangenehm?!“ fuhr ihm der Commissario dazwischen. „Sie finden das also unangenehm? Signor Torelli wurde vielleicht an dieser Stelle ermordet und die Wahrscheinlichkeit, dieses Verbrechen jemals aufzuklären geht praktisch gegen Null, weil Sie diese bescheuerten Dilettanten hier Detektiv spielen lassen! Jetzt schaffen Sie mir endlich diese Idioten aus den Augen und wehe irgendjemand schleppt auch nur den kleinsten Stein vom Tatort weg, dann lasse ich Sie und Ihren kompletten Kurs sofort einsperren!“ Simader war vernünftig genug, auf weitere Bemerkungen zu verzichten und sammelte seine derangierten Schäfchen ein, um sie zu ihren Unterkünften zu bringen und dann schnellstmöglich die Abreise zu organisieren. Er ahnte schon, dass dies wohl sein letzter Krimikurs in Farnese gewesen war.

Am nächsten Abend, nachdem alle Teilnehmer weg waren, zu traumatisiert um sich an das Wort „Rückerstattung“ zu erinnern, saß der völlig erschöpfte Georg Simader zuhause in seinem bequemsten Korbstuhl, und ließ sich noch einmal vom Commissario am Telefon zusammenfalten. „Wir konnten so gut wie nichts herausfinden. Torelli wurde wahrscheinlich am Fundort erschlagen, aber nicht einmal das können wir mit Sicherheit sagen. So viele Feinde, wie dieser Mann hatte, könnte das hier praktisch jeder gewesen sein. Aber was der Regen an Spuren nicht weggespült hat, haben Sie und Ihre Hobbykriminologen erfolgreich vernichtet und dadurch echte Polizeiarbeit unmöglich gemacht. Ich hoffe Sie sind stolz auf sich!“ Georg legte das tutende Telefon mit einem Seufzer beiseite. Er nahm den Brief, der ihm in letzter Zeit so viel Sorge bereitet hatte, aus der Kommode. Der Brief, in dem eine absurd hohe Summe gefordert worden war, unterschrieben von Torelli. Er nickte kaum merklich und zerriss das Papier dann lächelnd in viele kleine Stücke.

 

Krimischreiben in Italien – Tag 1 und 2

Gestern war Ankunftstag in Farnese und ein gemeinsamen erstes Kennenlernen beim Abendessen. Neben den zwölf Kursteinehmern waren auch die Organisatoren, Georg Simader und Caterina dabei, die sich sehr umfassend um alle Belange der Teilnehmer kümmern und immer ein offenes Ohr für alle Fragen und Wünsche haben. Außerdem Bernhard Jaumann, Autor und einer der beiden Dozenten des Kurses. Robert Hültner, der zweite Dozent und ebenfalls Autor, ist heute morgen angekommen, und dann ging es auch schon gleich nach dem Frühstück mit einer kleinen Stadtführung los.

Farnese – beschauliches Städtchen oder Ort des Verbrechens?

Um auf kriminalistische Touren zu kommen, wurde uns empfohlen, „gemein“ zu sein, der freundlich wirkenden Stadtführerin Valeria nur Schlechtes zu unterstellen und hinter jeder pittoresken Ecke der hübschen kleinen Provinzstadt das Verbrechen zu wittern. Das Gleiche galt für den anschließenden Besuch einer kleinen Ölmühle, deren Besitzerin Stefania wir einer Befragung unterziehen durften, die weit über ihre tägliche Arbeit mit Oliven hinausging.

Ausgestattet mit Gerüchten, Vermutungen und vielen verwertbaren Eindrücken ging es dann nach dem Mittagessen gleich mit dem eigentlichen Kurs weiter. Bei der Vorstellung der einzelnen Teilnehmer wurden die extrem unterschiedlichen Voraussetzungen und auch Erwartungen der Gruppe, die sich beim Kennenlernen schon angedeutet hatten, erst richtig deutlich. Vom interessierten Schreibanfänger bis zum vor Ort recherchierenden Autor mit mehreren fertigen Krimi-Manuskripten in der Schublade sind so ziemlich alle Stufen der Vorbereitung vertreten. Ich zähle mich selbst eher zur ersterwähnten Spezies und bin äußerst gespannt, wie die Dozenten diese verschiedenen Vorstellungen unter einen Hut kriegen werden.

Wie wird eine Krimi-Kurzgeschichte aufgebaut?

Danach ging es dann ganz grundsätzlich um den Aufbau einer Kurzgeschichte. Grob gesagt muss es mindestens zwei Personen geben, einen Protagonisten und einen Antagonisten, die beide ein Ziel verfolgen, deren Ziele sich aber gegenseitig ausschließen, was zu einem Konflikt führt. Dieser Konflikt spitzt sich zu und wird schließlich in einer unerwarteten Wendung aufgelöst, der Pointe am Schluss der Geschichte. Natürlich gibt es davon unendlich viele Abwandlungsmöglichkeiten, aber im Groben soll so die Kurzgeschichte aussehen, die wir auf der Basis unserer heutigen Eindrücke in Farnese, der Stadtführung und des Interviews schreiben, und möglichst in drei Tagen fertig haben und abgeben sollen. Bis dahin werden wir noch einiges zum Aufbau von Figuren und Dialogen lernen, aber jetzt geht es erstmal darum, seine Kurzgeschichte möglichst in einem Satz zusammenzufassen.

Ich habe mehrere Ideen zu Geschichten, in der vielleicht die Ölmühlenbesitzerin, die Stadtführerin und noch mindestens eine weitere Person vorkommen, aber keine davon gefällt mir bisher gut genug, dass ich schon etwas Konkretes dazu sagen könnte. Wer am Ende wen ermordet, ist auch noch unklar, aber morgen sieht das vielleicht schon ganz anders aus.

Hier geht’s weiter mit Tag 3 des Krimikurses >>

 

Eindrücke aus Farnese

Rezept Nudeln mit Geschnetzeltem und Gemüse + Pfirsichen

Eigentlich wollte ich nur ein Geschnetzeltes machen. Als ich dann heute morgen aber im Supermarkt stand, lachte mich der Broccoli so an, dass ich ihn mitnehmen musste. Im Bürokühlschrank fand ich dann noch eine große Zuccini, die man ja nicht verkommen lassen konnte. Möhren und Aprikosen hatte ich auch noch. Und so wurde am Ende aus einem langweiligen Geschnetzeltem ein Buntes. 😉

Zutaten für 4 Personen:

400 g Putenschnitzel
1 Broccoli
3 Möhren
1 Zucchini
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400 ml Sahne
400 ml Milch
150 ml Pfirsichsaft
1 Dose Pfirsiche
500 g Spirelli
1 EL Balsamico-Essig
2 EL Sojasoße

Als aller erstes habe ich die Zwiebel mit den Knoblauch kleingeschnitten und in eine Pfanne gegeben. Dann wird Wasser für den Broccoli aufgesetzt, dieser geschnitten und gekocht. Währenddessen kann man das Fleisch kleinschneiden und zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Ich würze das Fleisch immer direkt mit Paprikapulver und Pfeffer. Dann die Möhre und die Zucchini klein schneiden.

Wenn das Fleisch angebraten ist, nimmt man es aus der Pfanne und brät die Möhrenscheiben an. Darauf gießt man dann die Sahne. Warten bis es köchelt und die Milch hinzugeben. (Weniger Flüssigkeit braucht weniger Zeit zum heiß werden. 😉 ) Die Möhrchen in der Sahne und Milch köcheln lassen. Inzwischen müsste der Broccoli fertig sein. Diesen nun abgießen, neues Wasser für die Nudeln aufsetzen und diese kochen. Wer vier Herdplatten hat, kann dies natürlich auch schon vorab machen. Einen kurzen Augenblick später können die Zucchinistücke auch schon dazu. (Wenn ihr sie dünner geschnitten habt, bitte erst später dazu. Sonst werden sie euch zu matschig.)

Den Broccoli nun mit in die Soße geben und das Ganze einmal umrühren. Direkt einige Pfirsichhälften in kleine Stücke schneiden und hinzugeben. Achtung: Ihr müsst aufpassen, dass nicht zu viel von dem Saft dazukommt. Wenn das anfängt zu kochen, kann es passieren, dass euch die Soße anfängt zu flocken.

Sind die Möhren so gut wie fertig, das Fleisch mit dem Sud in die Soße gießen, umrühren und würzen. Ich habe es mit Salz, Pfeffer, einem Schuss Balsamico-Essig, einem Schuss Sojasoße, Paprikapulver (scharf) und ein wenig Currypulver gemacht. Wenn sie Soße köchelt, ein klein wenig Soßenbinder dazugeben, damit es nicht ganz so flüssig ist. Das ist aber kein Muss. Dann die Herdplatte ausstellen und warten, bis es nicht mehr kocht. Erst dann den süßen Aprikosensaft dazugeben und umrühren. Nicht mehr aufkochen lassen.

Zum Schluss noch schnell das Nudelwasser abgießen und die Nudeln und Soße einzeln servieren.

Ist ein sehr einfaches Rezept. Nur das Kleinschneiden des Gemüses ist ein wenig aufwendig. Ich wünsche euch aber viel Spaß beim ausprobieren und vorab einen guten Appetit.


Suche
Aktuelle Beiträge
Besonders Lesenswert
Kontakt

BÜRO SAARBRÜCKEN

Telefon: +49-681-70 20 681

BÜRO KARLSRUHE

Telefon: +49-7202-3909969

POSTANSCHRIFT

Agentur Erlebnisraum GmbH
Saargemünder Str. 11
66119 Saarbrücken
mail@agentur-erlebnisraum.de