«Neuigkeiten aus der Agentur»

USA 2012 – Tag 12. Vitamin Water

Mein Tag beginnt mit Kopfschmerzen. Carbombs sind wirklich „bombing“. Aber dank Donalds Geheimrezept: „Vitamin Water“, ein Wundermittel in Form eines halben Liters einer Art Energy Drink mit Vitaminen und Mineralien, lies sich der Hangover bewältigen (Etikett lesen lohnt).

  Lunch hatten wir im Kill Devil Hills Grill, einem super Diner im sechziger Style. Anschließend sind wir zum Wrights Monument. Leider begann es stark zu regnen und so konnten wir uns nur das Museum anschauen, welches sehr altmodisch war. Die beiden Wirights waren schon echte Spinner und Pioniere. Besessen von einer Idee saßen sie in den Dünen der Outer Banks und tüftelten am ersten aus eigener Kraft, also nicht gleitend, fliegenden Flugzeug. Der erste erfolgreiche Flug dauerte zwar nur 12 Sekunden, war aber der Grundstein an dem eine rasende Entwicklung ihren Anfang nahm.

Auf der Rückfahrt sah es erst zu aus, als hätten wir was die Unwetter angeht Glück, dann traf es uns aber doch so heftig, dass wir die Autobahn verlassen mussten. Der Regen war so stark, dass man die Straße nicht mehr sehen konnte. Die befürchteten Tornados blieben aber aus.

Morgen geht’s dann auf eine weitere lange Tour. Vier Stunden in die Berge um das berühmte Anwesen Biltmore House, der superreichen Familie Vanderbilt mit seinen 250 Zimmer zu besichtigen. Ich bin sehr gespannt!

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 11. Piraten Insel und Irish Carbomb

Heute standen drei Programmpunkte im Kalender: 1. Besuch des Cape Hatteras Lighthouse. 2. Besuch der Insel Ocracoke und dort Besuch des Blackbeard Museum. 3. College Basketball Game Carolina Tar Heels gegen Ohaio im Goombays schauen.

Das Lighthouse war ein schönes Photomotiv. Leider nicht viel mehr, da wir es nicht besteigen konnten. Es hatte noch geschlossen, da wir uns in der off season befanden. Es gab zwar ein kleines Museum, aber das gab nicht allzu viel her. Faszinierend war aber, dass der Leuchtturm vor etwas mehr als zehn Jahren komplett versetzt wurde, da er abzustürzen drohte.

Die 45 minütige Überfahrt nach Ocracoke war wunderschön. Großartiges Wetter. Alles was zum perfekten Glück fehlte waren Liegestühle und ein kühles Bier.

Auf Ocrakoke angekommen wartete eine große Enttäuschung auf uns. Das Blackbeard Museum hatte geschlossen. Off season. Wir machten uns also auf die Insel zu erkunden. Es ist sehr schön dort und mit Sicherheit ein wunderschöner Urlaubsort im Sommer. Aber jetzt gab es nicht viel zu sehen. Auch die Suche nach etwas essbaren gestaltete sich zuerst etwas schwierig. Fündig wurden wir in einem kleinen Restaurant, direkt am Hafen. Und dort habe ich den vielleicht besten Burger meines Lebens gegessen. Black Angus Beef, medium done, mit American Cheese und Bacon. Dazu Chips und ein kleiner Salat. Alles frisch, alles homemade und eine Geschmackseplosion! Großartig. Somit hatte sich der Ausflug in jedem Fall gelohnt.

Abends war ein Basketball Spiel in der College League. Diese Spiele sind sehr populär, da sie sehr spannungsgeladen sind (es wird wohl immer knapp) und viele Teams gegeneinander antreten.

Heute spielten die Carolina Tar Heels gegen die Ohio Budcats. Natürlich waren wir für Carolina und gingen wieder ins Goombays um es im Fernsehen sehen zu können. Das Spiel war sehr spannend und wurde erst in der Nachspielzeit in den letzten Sekunden entschieden. Während und vor allem nach dem Spiel  kam es zu wunderbaren Verbrüderungsszenen der anwesenden Gäste, wie es wohl nur in dem Nationalitäten Schmelzkessel USA passieren kann. Wir waren Locals  (Tätowierte Piraten Nachfahren, mit ziemlich schrägem Dialekt) von den Outer Banks, französisch stämmige Personen, ein irisch stämmiger, ein halb Amerikaner/Deutscher, ein Mexikaner und ich. Die Tar Heels gewannen das Spiel, was natürlich gebührend gefeiert wurde.

Der Koch des Goombays schloss sich der Feier an und ich lernte zwei neue Drinks kennen: „Double Bourbon Ginger“, was selbsterklärend ist. Und obwohl ich eigentlich bisher kein Fan von Bourbin war, muss ich meine Einstellung wohl noch mal überdenken. Der Drink ist vorzüglich.

Der Zweite Drink war „Irish Carbomb“ der etwas verwirrende und in Irland sicherlich nicht gerne gehörte Name umschreibt eine wirklich verheerende Kombination. Ein halbes Glas Guiness, dazu bekommt man ein Whisky Glas halb Jameson, halb Bailys. Das Whisky Glas wird im Guiness versenkt und die Kombination dann sofort in einem Zug getrunken. Es schmeckt ein wenig nach Schokolade. Und macht ziemlich betrunken. Eine Erfahrung, die interessant ist aber nicht unbedingt zu widerholt werden muss.

Auch mir war es möglich meinen Gastgebern etwas Neues beizubringen. Im Goombays hängt ein Schild „Ouer housewine is Jägermeister“. Jägermeister ist den USA ziemlich hipp und dadurch auch teuer ($ 4,5 ein Shot) und so konnte ich einem interessierten Publikum erläutern was der Name Jägermeister bedeutet und woher er kommt.

Der Abend endete mit rührenden Abschiedsszenen. Ich musste fest versprechen wieder zu kommen.

Am Ende war ich froh es ins Bett geschafft zu haben. Morgen werden wir uns das Gebrüder Wright Memorial anschauen und zurück nach Chapell Hill fahren. Es gibt eine Unwetter und Tornado Warnung für die Gegend durch wir zurück fahren. Ich bin gespannt. Meine amerikanischen Begleiter eher etwas besorgt. Mal sehen was passiert.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 10. Die Outer Banks

Heute ging es auf Tour zu den Outerbanks, ein wunderschöner Tag mit strahlendem Sonnenschein. Die meiste Zeit des Tages verbrachten wir allerdings im Auto. Abgesehen von einem kurzen Stopp bei Mc Donalds zum Lunch im Outback von North-East Carolina, dort wo nach Donalds Aussage die Rednex wohnen. Und ja, ich kann das bestätigen, es war wie im besten Filmklischee. Auf dem Parkplatz riesige Pickup-Trucks, teils richtig als  und rostend und im Laden eine handverlesene Auswahl von gescheiterten Gestalten. Vom hellhäutigen Typen mit ärmellosen T-Shirt und farbverklecksten Hosen, Basecap und Sonnenbrand im Nacken bis zur vielpfündigen schwarzen Matrone in viel zu enger Kleidung war alles vertreten.

Für mich war es der erste Mc Donalds Besuch in Amerika und eigentlich wollte ich nicht wirklich etwas Essen, ich begnügte mich also mit einem Iced Mocha (kaum zu genießen) und einem Eis (schmeckt genauso wie bei uns).

Auf der Fahrt bekam ich ein Jahreszeiten typisches Phänomen zu sehen: Wolken von Zedernpollen, die dich wie Nebel über die Landschaft legen und alles gelb färben.

Die Fahrt dauerte knapp vier Stunden von Durham nach Kill Devil Hills (ja, der Ort heißt wirklich so). Die Outer Banks sind der Ostküste vorgelagerte langgezogene Sandbänke, die untereinander mit langen Brücken oder Fähren verbunden sind. Sie sind sehr schmal und sehr lang, nur wenige hundert Meter breit, dafür viele Kilometer lang. Im 18. Jahrhundert dienten die Inseln den Piraten als Unterschlupfe, da sie zwischen den Sandbänken und dem Festland ihre Schiffe perfekt verstecken konnten. So sind die heutigen Bewohner (nicht zu den reichen zugezogenen gehören) Nachfahren der berühmten Piraten, wie z.B. Edward Teach (Blackbeard).

Abends haben wir uns zu einem Absacker in die berühmte Bar Goombays in Kill Devil Hills aufgemacht. Dort gibt es einen speziellen Cocktail, den Goombays Smash. Besteht aus verschiedenen Rumsorten und Fruchtsirup. Süß und gefährlich. Nachdem wir zu zweit zehn getrunken hatten beschlossen wir aus Vernunftgründen aufzuhören, denn am nächsten Tag wollten wir früh das Hotel verlassen und Blackbeards Insel Ocracoke besuchen. Was zwei Stunden Fahrt und eine Fährübersetzung bedeutet.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 9. Echtes BBQ

Der heutige Tag war ein Ausruhtag und trotzdem konnte ich ein weiteres tolles Erlebnis sammeln.

Ich habe lang geschlafen und Dennis und ich waren mit Donald und Diane zum Lunch verabredet. Sie waren der Meinung ich müsste unbedingt ein echtes BBQ versuchen, zwar hatte ich Ihnen erzählt, dass ich schon bei Brita BBQ bekommen hatte und das wir auch in Charleston in einem BBQ waren, aber das hatten sie nicht als „real“ gelten lassen. Und nun weiß ich auch warum:

Wir betraten einen völlig heruntergekommen wirkenden Laden an Rand eines kleinen Städtchens. Innen über und über mit Grafitti beschmiert. Die Einrichtung passte zu 100% zum Klischee was man von einem Diner hat. Irgendwie ungemütlich zwischen Campinmöbel, Kebabrestaurant und spanischer Tapas-Bar. Und dazu alt, abgegriffen und abgenutzt.

In der Luft hing aber ein äußerst Appetit anregender Duft nach geräuchertem Schweinefleisch.

Hinter dem Tresen zwei Schwarze, ein etwas älterer, groß, schlank, ein Schrank von einem Mann mit Tätowierungen am Hals. In seiner Erscheinung zwar das genaue  Gegenstück zu einem deutschen Dorfmetzger oder einer dicken Wurstbuden Matrone hinterm Holzkohlen Grill, aber mindestens genauso vertrauenerweckend wenn es darum geht die eigene Vorfreude auf schmackhafte, fettreiche, hausgemachte fleischliche Gelüste zu wecken. Und er war es auch, der für die Essenausgabe zuständig war. Der zweite mit weißer Schürze, Afro-Frisur und etwas linkisch in seinen Bewegungen war die Kasse und Getränke Ausgabe zuständig.

Ich hatte mich sofort in den Laden verliebt. Total authentisch. Und als mir Dennis noch erzählte, dass sie ihr BBQ selbst räuchern und mir das Smokehouse, direkt neben dem Restaurant zeigte, war es endgültig um mich geschehen.

Dementsprechend bestellte ich auch ein BBQ, also stundenlang geräuchertes Schweinefleisch, was vom Kochen gelöst und mit weiteren Gewürzen gekocht wird. Dazu gab es Hush Puppies, eine art frittiertes Weizenbrot, sowie  Mais und Makkaroni with Cheese. Und ich muss sagen, dass BBQ war der Hammer. Es schmolz auf der Zunge. Delicious!

Anschließend zeigten mit Diane und Donald ihren Arbeitsplatz. Die Duke-University in Durham. Diese wurde in den 1930’er Jahren vom Tabak-Milliardär Mr. Duke komplett im englischen Stil errichtet.

Der ganze Campus erinnert an Hoghwards oder an eine englische Uni oder ein Kloster. Und dass mitten im amerikanischen Süden.

Morgen werden wir zum Meer fahren. Mich erwartet der Ozean, Piraten Unterschlupfe, Leuchttürme und angeblich eine wunder schöne Natur. Ich bin gespannt.

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 8. Das Baseball Game

Der Tag begann richtig gesund. Frühstück mit Blueberrys, Erdbeeren und Yoghurt. Das tat nach all dem, zwar leckeren, aber doch sehr, sehr gehaltvollen Essen der letzten Tage richtig gut.

Allerdings ging der Tag nicht wirklich kalorienschonend weiter. Im Gegenteil, der heutige Tag stand ganz im Zeichen gleich mehrerer „real“ American Expierences.

Zuerst war ich shoppen und erstand zwei echte, uramerikanische Levis Jeans für jeweils $ 29,90. Großartig! Ein echtes Schnäppchen, denn selbst hier kosten sie normalerweise zwichen 40 und 60 Dollar.

Anschließend hatten Dennis, Donald (Dennis‘ Bruder) und ich Lunch bei Chick Fil-a, laut Dennis und Donald der einzige, wirklich gute Fastfood Laden. Außerdem stammt er aus dem Süden und da der Eigentümer der Kette sehr religiös ist, haben die Läden, völlig untypisch für die USA, Sonntags geschlossen. Ich hatte das famous Chick Fil-a Special Deluxe Meal Nr. 2! Und es war awesome!!!!  Ein bisschen mit dem zu vergleichen was wir von KFC kennen, aber viel, viel besser. Als Beilage hatte ucg Waffle Fries, die kennt man zwar auch bei uns, aber bei Chick Fil-a schmeckten sie viel frischer, fast wie selbst gemacht. Absolut eine Empfehlung wert.

Anschließend habe ich die Uni von Chapel Hill besichtigt. Ein wirklich schöner Campus, mit vielen alten Gebäuden und zwei echten Wasserspeiern von der London Bridge – Also der London Bridge, die jetzt in Arizona steht (ist aber eine andere Geschichte). Und dann kam das Highlight:

Damals (in former times) war ich ein großer Fan des Films „Indianer von Cleveland“. Wir improvisierten auf einem Acker in der Nachbarschaft ein Baseball Spielfeld und versuchten mit unseren primitiven, teils improvisierten Mitteln Baseball zu spielen.

Und nun hatte ich die Gelegenheit, das erste Mal in meinem Leben ein echtes Baseball Game zu besuchen. Eine großartige Erfahrung. Ich fühlte mich total authentisch, mit Hot Dog, riesen Coke und einem erfahren Begleiter an meiner Seite, der mir die Regeln und Feinheiten des Spiel erklärte.

Es war ein riesen Spaß. Zwar erscheint Baseball auf den ersten Blick vielleicht ein wenig langweilig, weil es nicht so schnell ist wie Fußball, Rugby oder Hockey (Football lasse ich bewusst, das finde ich total langweilig), dafür ist es aber ein sehr strategisches und abwechslungsreiches Spiel. Allein die Kommunikation zwischen Coach, Pitcher (Werfer) und Catcher (Fänger) zu beobachten macht wirklich Spaß – auch wenn ich natürlich keine Ahnung habe, was dort „besprochen“ wurde.

Was mich wirklich fasziniert hat, war die enorme Anzahl an Bällen die während eines Spiels verloren gehen. Gefühlt waren das mindestens 30-40 Bälle, die, wenn der Schläger nicht richtig trifft (was eher die Regel, wie die Ausnahme ist) steil in die Luft und in oder über die Zuschauer Ränge gehen. Was nicht ganz ungefährlich ist. Denn ein Baseball ist etwas größer wie ein Tennisball, etwas schwerer und hart. Einer der Aufseher erzählte uns, dass vor kurzem ein fehl geschlagener Ball das Auto des Schiedsrichters schwer beschädigt hätte, welches hinter den Zuschauerrängen geparkt war.

Auch wurde während des Spiels einer der Schiedsrichter (der hinter dem Catcher steht und beurteilt ob ein Wurf gut oder schlecht war) von einem Ball im Gesicht getroffen und ging zu Boden.

Dennis erzählte mir noch, dass das Stadion in Chapel Hill vom Besitzer der New York Yankees  gesponsert wurde weil dessen Tochter in Chapel Hill studiert hat (oder so, ich hoffe ich erinnere mich richtig) und das deswegen die Yankees einmal im Jahr, unangekündigt und geheim, in Chapel Hill gegen die College Mannschaft spielen , was natürlich jedes Mal ein riesen Event ist.

Am Ende wurde das Spiel nach dem 6. Inning abgebrochen, da ein Gewitter aufzog. Und da im Amateurbaseball mit Metallschlägern gespielt wird, gilt es als zu gefährlich bei Gewitter weiter zu spielen.

Als krönender Abschluss des Tages gab es ein weiteres American Highlight: Dinner bei Donald und Diane mit echten Ribs and Baby Ribs und dazu Lima-Beans. Großartig. Unglaublich zartes Fleisch mit einerglaublich schmackhaften hausgemachten Soße auf Honigbasis.

Morgen liegt ein ruhiger Tag vor mir und übermorgen werden wir für drei Tage ans Mehr zu den Outerbanks fahren. Ich bin sehr gespannt.

Entschuldigt bitte die Qualität der Baseball Bilder. Ich habe hier keine Möglichkeit zur Bearbeitung.

 

Baseball Regeln für Anfänger:

Grundsätzlich gibt es zwei Team, die jeweils im Wechsel auf angreifen und verteidigen. Angreifen bedeutet, man versucht den Ball möglichst so zu schlagen, dass er für die Verteidiger nur schwer und am besten gar nicht zu erreichen ist. Naürlich darf sich der Ball dabei nur in den festgelegten Grenzen des Spielfeldes bewegen. Wenn man der Ball in der Luft ist, versucht der Schläger rennend eines der vier Bases zu erreichen. Wird der Ball aus der Luft gefangen oder wird er mit dem Ball, nachdem er gefangen wurde, berührt ist er draußen und muss wieder auf die Bank.

Läuft ein Schläger alle vier Bases ab, erhält seine Mannschaft einen Punkt. Somit ist Baseball das einzige Ballspiel, bei dem Punkte sammelt, wenn man den Ball nicht hat.

Aufgabe der Verteidiger ist es, zu verhindern, dass die Angreifer ihre Schläger durch alle vier Bases bekommen. Das können sie auf zwei Arten. Zum einen in dem ihr Werfer versucht den Ball so zu werfen, dass der gegnerische Schläger nicht trifft, zum anderen, für den Fall das der Ball geschlagen wurde, diesen zu fangen und somit den laufenden Schläger vom Feld zu schicken. Natürlich ist das nur die Kurzform und nicht vollständig!

Sobald entweder der Werfer vier Fehler gemacht hat oder drei Schläger vom Feld geschickt wurden, wird gewechselt und die Angreifer werden zu Verteidigern und umgekehrt. Eine solche Runde nennt man Inning und gespielt werden in der Regel neun Innings.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 7. Auf nach Chapel Hill

Ein Ausruhtag liegt hinter mir. Spät aufstehen, in der Sonne sitzen und lesen. Und auf Dennis (einer von Britas und Jays drei Söhnen) warten um mit zu ihm nach Chapel Hill zu fahren.

Mittags haben wir bei Zacks, einem echten Diner „handmade burgers with onion rings“ gegessen. Das war wirklich sehr gut. Keine Franchise Food und richtig frisch.

Anschließend gings über die Landstraße von Charlotte nach Chapel Hill. Es war eine schöne entspannende Fahrt.

Der Tag endete mit kühlem Warsteiner – welches hier ganz anders schmeckt als bei uns, eher nach englischem Lager, als nach Pils – auf Dennis‘ Couch bei einem DVD Abend.

Morgen werde ich mir Chapel Hill anschauen und mein erstes Baseball Spiel besuchen.

 

Die Einzelne Tage:

Agentur Erlebnisraum unter den besten Adressen im Weiterbildungs-Web 2012

Auch 2012 wurde unsere Seite wieder von www.trainerlink.de zu einer der Besten Adressen im Weiterbildungsweb gewählt. Dazu gab es dann auch noch einen Eintrag über unsere Webseite im Sonderheft „Die besten Adressen im Weiterbildungs-Web 2012“ das in der März-Ausgabe von managerSeminare und im Internet erscheint.

Das Sonderheft „Die besten Adressen im Weiterbildungs-Web 2012“ gibt es auch hier zum Download: www.managerseminare.de/pdf/sup168-trainerlink.pdf

Herzlichen Dank an www.trainerlink.de

 

Unsere letzte Bewertung von trainerlink.de 2011 finden hier.

USA 2012 – Tag 5. Besuch auf dem Flugzeugträger

Mein fünfter Tag in den USA begann mit einem Kulturschock. Ich war etwas früher auf den Beinen wie meine Mitreisenden und ging schon einmal zum Frühstück. Der Frühstücksraum war relativ klein und es gab amerikanisches Frühstück. Also Bagels, Biscuits, Toast dazu Rühre Bacon und Gravy (Eine Art Pilz und Hackfleischsoße).  Und das alles auf Einweg Plastikgeschirr mit Plastik Besteck und Plastik Gläsern wie Kaffeebechern. Sämtliche Brotaufstriche in kleinen Plastik Döschen, keine Wurst und nur Streichkäse (im Platikdöschen). Das Geschirr nahm man nach dem Essen selbst vom Tisch und warf es weg. Ich muss gestehen, ich war etwas überrascht.

Gegessen habe ich Biscuit and Gravy, was wirklich gut geschmeckt hat.

Als Besichtungsprogramm hatten wir uns für heute den Patriots Point vorgenommen. Dort gibt es einen außer Dienst gestellten Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg, ein nachgebildetes Navy Support Camp aus dem Vietnam Krieg, ein weiteres Kriegsschiff und normalerweise auch ein U-Boot zu besichtigen.

Außerdem starten von dort die Boote zum, auf einer Charleston vorgelagerten Insel gelegenen, Fort Sumter, welches eine bedeutende Rolle im Bürgerkrieg gespielt hat.

Fort Sumter markiert den Beginn der Kampfhandlungen in diesem Kapitel der Geschichte. Auf das Fort wurde der erste Schuss, der im Civil War gefallen ist, abgefeuert. Im Zuge der Kampfhandlungen und einer monatelangen Belagerung wurde das ehemals eindrucksvolle Fort in Grund und Boden geschossen. Nichts desto trotz lohnt eine Besichtigung, denn allein schon die Überfahrt auf den kleinen Touristenfähren macht Spaß. Auf dem Fort selbst hat man ca. eine Stunde Zeit alles zu besichtigen, was im Grunde viel zu kurz ist, da man alleine in den Außenanlagen eine Stunde verbringen kann. Und so hatten wir das Problem viel zu wenig Zeit für das wirklich gut gestaltete Museum zu haben. Ich kann also zukünftigem Besucher nur raten erst das Museum aufzusuchen und dann die verbleibende Zeit in den Außenanlagen zu schlendern.

Vor unserem Abstecher nach Fort Sumter hatten wir kurz die Naval Support Base besucht. Im Grunde nicht allzu spektakulär, außer man hat ein besonderes Interesse an Militär Hubschraubern, davon gibt es dort einige aus der Vietnam Ära. Ansonsten fühlt man sich in die bekannte Fernsehserie M.A.S.H. versetzt.

Der komplette Rest des Nachmittages gehörte der USS Yorktown. Der Flugzeugträger wurde nach dem Vietnam Krieg außer Dienst gestellt und wird seitdem als Museum genutzt. Ich dachte, wir könnten das Schiff locker in ein bis zwei Stunden abhaken und uns dann den verbleibenden Sehenswürdigkeiten zuwenden, vielleicht sogar noch das Stadtmuseum besuchen. Daraus wurde aber nichts. Auf dem Flugzeugträger gibt es so viel zu sehen und entdecken, dass man locker zwei Tage dort verbringen könnte. Man kann die Unterkünfte erforschen, in den Maschinenraum hinabsteigen. Die Brücke erklimmen, das Flugdeck bewandern und, und, und…

Nach stundenlangem Aufenthalt, als das Museum um 6:30 Uhr schloss, haben wir uns schließlich geschlagen, ohne alles besichtigt zu haben.

Mit schmerzenden Füßen genehmigten wir uns ein Steak als Abendessen bei Longhorns. Ich hatte für mich beschlossen, dass ich zum Essen ein Bier verdient hätte und wurde von der Kellnerin tatsächlich nach meiner ID-Card gefragt. Kleine Anmerkung für alle die nicht wissen wie alt ich bin. Ich werde im April 35! Dementsprechend bescheuert muss ich aus der Wäsche geguckt haben, denn augenblicklich brachen alle am Tisch in schallendes Gelächter aus. Die Kellnerin nahms mit Humor und nachdem sie meinen Führerschein gecheckt hatte bekam ich auch mein Bier.

Die Steaks waren OK, aber nicht großartig und kein Vergleich mit den Steaks, die man im Deutschhaus in Saarbrücken bekommt.

Nichts desto trotz waren wir gut gesättigt und entschieden uns zu einem kurzen Nachtspaziergang durch Charleston um die Stadt im dunkeln bei brennenden Gaslichtern zu bewundern, was sich als absolut gute Idee erwies. Charleston war nachts als fast noch schöner als tagsüber. Die Straßen waren menschenleer, alles in friedlich und ruhig und die hübschen Häuser waren in das warme Licht flackernder Gaslaternen getaucht.

Anschließend gings ins Bett um am heutigen Tag früh aufzustehen und Boonhall Plantation und das Civil War U-Boot Hunley zu besichtigen.

Die Einzelne Tage:

Wow, ich bin noch total geflashed. Der heutige Tag war der absolute Hammer! Charleston ist unglaublich! Aber alles der Reihe nach.

Auch dieser Tag begann für mich in aller Frühe. Wir wollten um 8.30 Uhr los fahren um recht früh in Charleston zu sein. Auf dem Weg war ein Frühstück in einem Bagels-Laden geplant. Schließlich musste ich ja mal ordentliche Bagels essen.

Nunja, ich war wieder um 6.00 Uhr wach und so war das Einhalten der Abfahrtszeit für mich kein Problem.

Das Frühstück gab es in Form eines egg & cheese Bagels bei Bruegger’s und ich muss sagen, dass war wirklich eine ganz andere Klasse Bagel, als das was man in Deutschland kennt. Wirklich gut. Da morgen St. Patricks Day ist hatten sie sogar grüne Bagels. Leider hatte ich es zu spät entdeckt und konnte somit keinen probieren.

Weiter ging es zu der knapp 3,5 stündigen Fahrt nach Charleston. Dort angekommen schnell ins Hotel eingecheckt (Yeah! Ich habe Free Wifi!!) und auf gings in Downtown.

Schon die Fahrt in die Innenstadt und die dabei am Straßenrand zu sehenden Häuser ließen Großes vermuten, aber als wir an der Bastion, ganz im Süden von Charleston unser Auto verließen, hat es mich fast umgehauhen. „Vom Winde verweht“ lebt in dieser Stadt. Es ist der Wahnsinn. Ein lebendiges Museum. Unglaublich schön. Aber was rede ich viel, schaut euch die Bilder an:

Nachdem wir nach knapp drei Stunden zu Fuß Erkundung glücklich und total überwältigt wieder am Auto eintrafen taten mir doch etwas die Füße weh. Aber die wahnsinnig schönen Häuser waren jeden Schritt wert. Ich hoffe morgen noch mehr sehen zu können und vlt. einen Eindruck in Dunkelheit sammeln zu können, denn vor vielen Häusern brennen flackernde Gaslaternen, es muss nachts wunderschön sein.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Schlenker durch die ärmeren Viertel. Der Unterschied ist, wie zu erwarten war, gravierend…

Zum Abendessen konnte ich meinen kulinarischen Horizont ein weiteres Mal erweitern. Es besuchten ein traditionelle Südstaaten Bar-BQ. D.h. ein Buffett mit allen nur denkbaren Salaten, Pork BBQ, fritiertem Hänchen, Catfish und haufenweise anderen leckeren und fettigen Dingen. Dazu, wie es sich gehört, Icetea.

Ich aß einen riesigen Salat, ein wenig Chicken und Pork BBQ – und probierte den Catfish, schließlich soll dieses Gericht typisch für die Gegend sein. Und obwohl ich eigentlich keinen Fisch mag, muss ich gestehen, dass es gar nicht so schlecht war.

Morgen setzen wir unsere Erkundung der Gegend rund um Charleston fort. Ich bin gespannt was mich erwartet…

 

Die Einzelne Tage:

Der heutige Tag begann mit einem amerikanischen Frühstück, fresh toasted Bagels und verschiedene Aufstriche, die ich allesamt nie in meinem Leben gegessen hatte.  Eine geschmackliche Mischung aus Frischkäse und Marmelade. Ich muss zugeben, es schmeckte nicht schlecht, auch wenn ich vermute, dass es deutlich mehr Kalorien hatte, wie ich normalerweise bei einem Frühstück zu mir nehme. Langsam befürchte ich, dass ich mit deutlich mehr Kilos auf den Rippen heim komme, wie ich los geflogen bin…

Nach dem Frühstück brachen wir zu einem Ausflug auf. Erste Station „Whitewater“ ein künstliche Wildwasser Strecke, mit weiteren Sportmöglichkeiten, wie Klettern, Mountainbiking, etc. Bietet enorme Möglichkeiten im Teambuildingbereich.

Es sah nach einer Menge Spaß aus und ich hab mir vorgenommen bei meinem nächsten Besuch eine Fahrt zu wagen. Wir unternahmen aber nur einen Spaziergang und fuhren dann weiter zu Kings Mountain. Einem Battlefield aus dem Revolutionskrieg 1781. Kings Mountain war der Wendepunkt im Revolutionskrieg. Die amerikanischen Patrioten besiegten die britischen Loyalisten und vernichteten an einem Tag ein Drittel der britischen Militärausrüstung.

Auf dem Weg dorthin gabs einen Mittagssnack bei KFC und dabei hatte ich die Gelegenheit eine Spezialität des Südens zu Kosten. Biscuit und Potato Wedges. Beides völlig anders als bei uns und total Lecker.

Zum Schlachtfeld gehört ein kleines Museum mit einem sehr gut gemachten Einführungsfilm, sowie ein beschilderter Spaziergang über den Hügel auf dem Schlacht stattfand.

Das Museum, wie der Film sind sehr gut gemacht, sehr anschaulich, gut aufbereitet, so dass man auch ohne jegliche Vorbildung auf dem Gebiet dem Inhalt hervorragend folgen konnte. Und ich würde sagen, dass ich jetzt wirklich ein Stück schlauer bin. Leider habe ich versäumt im Museum Fotos zu machen.

Für mich war dieses Erlebnis gleich doppelt interessant; Seit fünf Jahren erzähle ich meinen Studenten wie gut in Amerika Geschichtsdarstellung gemacht wird und das die Amerikaner gerade auf dem Gebiet der Living-History einige Jahre voraus sind und nun hatte ich quasi zum ersten Mal in einem Leben die Gelegenheit ein amerikanisches Museum von innen zu sehen (sieht man von der Miniausstellung gestern einmal ab). Im Grunde wurden alle meine Vorurteile im positiven Sinne bestätigt. Die erklärenden Texte waren nicht zu lang, gut verständlich geschrieben. Eine auch für Ausländer sehr gute Besonderheit war, dass alle Texte sowohl wir Blinde, wie für Gehörlose aufbereitet waren. D.h. alles war sowohl gedruckt wie vorgelesen und alle Filme untertitelt.

Alles in allem ein wirklich interessantes Erlebnis für mich.

Auf dem Rückweg nahmen wir statt der Autobahn kleinere Straßen über Land und Jay und Brita zeigten mir Mill Houses – alte Arbeitersiedlungen, deren ehemaligen Fabriken längst geschlossen sind. Außerdem ein original Fish Camp, was gleichzeitig auch das älteste ist. Ein Fish Camp ist ein traditionelles Fischrestaurant des amerikanischen Südens.

Ein weiteres Highlight war Tonys Icecream. Cookie and Cream und Cookie Dough. Grandios. Ich hätte darin baden können.

Morgen gehts nach Charlston. Und ich freue mich schon total. Es soll eine wunderbare Stadt sein, die sehr historisch ist und in der man den Spirit des Südens atmen kann.

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