«Neuigkeiten aus der Agentur»

Epic Empires – Das Baby ist erwachsen geworden

Nach acht Jahren ist es heute soweit, ich gebe die Geschäftsführung der Epic Empires Event UG ab und verlasse damit offiziell die große Bühne des Epic Empires. Gleichzeitig wird die Epic Empires Event UG offiziell geschlossen.

Die Organisation und Durchführung des Epic Empires übernimmt damit ab sofort und vollständig der Epic Empires e.V..

Für mich war es eine sehr spannende und interessante, manchmal aufregende, aber immer wertvolle Zeit und es war mir eine wirklich große Freude das LARP-Projekt Epic Empires mit aus der Taufe zu heben und über Jahre mitgestalten zu können.

Ich muss gestehen, dass es mich mit Stolz erfüllt, zu sehen, was inzwischen aus unserer zugegebenermaßen revolutionären und damals viel belächelten Idee, einen DKWDDK- Con in dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen, geworden ist. Viel ist seit dem geschehen und Epic Empires hat sich immer weiter entwickelt. Trotzdem ist die Grundidee der vier „Väter“ Tobias, Michael, Matthias und mir (Julian Blomann), dass Großevents im LARP nicht zwingend mit Niveauverlust in Sachen Ambiente und Gewandung, sowie 100 Seiten starken Regelwerken einhergehen müssen, immer noch der Kern der Veranstaltung. Und wird es sicher auch immer bleiben.

Ich verlasse das Projekt, weil auch ich mich weiterentwickelt habe und inzwischen andere Projekte beruflich, wie privat meine Zeit und Aufmerksamkeit binden, wodurch es mir immer weniger möglich war, mich in dem Grad einzubringen, den ich selbst meiner Position für angemessen erachtet hätte. Trotzdem bleibe ich dem Projekt verbunden und werde auch in Zukunft an seiner Entwicklung Anteil nehmen.

Das Ruder übernimmt der im letzten Jahr gegründete Verein Epic Empires e.V., da die bisher veranstaltende Epic Empires Event UG mit meinem Fortgang ihre Arbeit mit dem heutigen Tag einstellt. Dieser Schritt ist nur konsequent, da eine Vereinsstruktur sehr viel realistischer die reale Organisationsstruktur der Nonprofit-Veranstaltung Epic Empires abbildet, als das alte Konstrukt einer UG.

 

A Road Trip to Ireland – Tag 2 & 3

Das Erwachen am zweiten Tag war alles andere als angenehm. Wir hatten, wie geplant, auf einem Rastplatz irgendwo in Belgien übernachtet. Das bedeutete viel Autobahn und LKW Lärm. Entsprechend früh waren wir wach und machten uns auf nach Calais.

Der positive Effekt aus dieser kurzen Nacht war, dass wir eine Stunde früher als geplant auf die Fähre konnten.
An Bord schnell etwas gegessen und eine Karte von Süd England gekauft.
Das Wetter bei der Überfahrt war sehr diesig, so dass wir leider keinen schönen Blick auf die Kalkfelsen hatten.
In Dover angekommen machten wir uns gleich auf in den Westen. Unsere Fähre von Holyhead nach Dublin geht am Donnerstag (also übermorgen) und unser Plan ist in der Zwischeinzeit ein wenig durch Wales zu fahren und die Landschaft durch zu genießen.
Soweit der Plan. In der Realität wurden wir von einem Autobahnschild mit der Aufschrift Stratford upon Avon aufgehalten. Also große Shakespeare Verehrer entschlossen wir spontan einen Abstecher zu machen und uns seinen Geburtsort anzuschauen.
Wir langten in den frühen Abendstunden in Stratford an und parkten auf dem PKW Parkplatz des Anne Hathaway’s Cottage (dieses war einmal im Besitz der Familie von Wills Frau) und machten uns zu Fuß auf ein wenig die Stadt zu erkunden.
Diese entpuppte sich als sehr malerisches Städtchen mit sehr vielen, sehr schönen und sehr alten Gebäuden. Außerdem sah alles ziemlich ausgestorben aus. Wir schoben das auf die offensichtliche Nebensaison und begaben und nach Gulaschsuppe aus dem Aromabeutel und einem Feierabend-Bier zu Bett.
Tag drei, der Mittwoch, also heute, begann zwar deutlich ausgeruhter als der letzte – schließlich hatten wir keine Autobahn zu ertragen – dafür war es nachts unglaublich kalt geworden. Wir hatten (ohne Übertreibung) Temperaturen kanpp über dem Gefrierpunkt zu ertragen. Was oben im Faltdach des VW-Bus doch tatsächlich „etwas frisch“ war. In Island hatte ich bei deutlichen Minusgraden im gleichen Schlafsack geschlafen und weniger gefroren.
Nun gut, es war wie es nun einmal war. Wir kochten uns einen Kaffee, unterhielten uns über Gott und die Welt und warteten, dass das Museum (Anne Hathaway’s Cottage) öffnen würde.
Auf dem Parkplatz war nicht viel los und er füllte sich auch nur mäßig, so erwarteten wir auch nur ein mäßig gefülltes Museum.
Weit gefehlt. Der PKW Parkplatz war zwar tatsächlich nur mäßig gefüllt, dafür platzte der Bus Parkplatz aus allen Nähten und ständig kamen erneut Busse mit Schülern an, die von ihren Lehrern zur vermeintlichen Wiege der englischen Kultur gekarrt wurden.
Kleiner Einschub: Man bedenke, dass es sich bei dieser Sehenswürdigkeit „nur“ um das Cottage der Familie von William Shakespeares Frau handelt. Zu seinem wirklichen Geburtshaus, in dem er auch seine ganze Jugend verlebte, kommen wir erst später…
Nun gut, es ergab sich also, dass wir eine geraume Zeit warten mussten, bevor wir eingelassen wurden. Wir nahmen es mit Humor und einem zweiten Kaffee und warteten.
Zwischen zwei Schülergruppen bekamen wir dann tatsächlich die Gelegenheit das Cottage  von innen zu besuchen. Zu sehen gab es ein Haus in recht gut erhaltenen Zustand des 16. Jhrds mit Möbeln und allem was das gehört. Für historisch und vor allem alltagsgeschichtlich interssierte Menschen wie mich, tatsächlich lohnenswert. Auch wenn das Vergnügen recht schnell beendet ist. Das Haus verfügt erwartungsgemäß nur über wenige Räume, so dass nur wenig zur Verfügung steht was präsentiert werden könnte.
Als wir das Cottage hinter uns gelassen hatten, machten wir uns auf in die Stadt um noch Wills Geburtshaus und das „New Place“ ein Haus welches er selbst erwarb, als er schon zu Ruhm gekommen war, zu besichtigen.
Vor dem Geburtshaus ein Bild des Horrors. Schülergruppen verschiedenster Nationalitäten. Ein wahrer Mob! Wir befürchteten das Schlimmste.
Doch anscheinend hatten wir Glück und die Gruppen standen nicht vor dem Museum herum um eingelassen zu werden, sondern weil sie ihre Besichtigung schon beendet hatten.
So konnten wir uns in Ruhe die kurze als Multimedia Show gestaltete Einführung ansehen und anschließend das Geburtshaus an sich besuchen.
Auch hier ein altes Gebäude in weiten Teilen im original Zustand was die Bausubstanz betrifft, ausgestattet mit größtenteils rekonstruierten Möbeln die einem sehr anschaulich vor Augen führen, wie die Familie Shakespeare einmal gelebt hat.
Unsere letzte Station auf der Shakespeare Tour war das New Place. Wie sich herausstellte nicht das Haus Shakespeares, sondern das Nachbar Haus. Wills Haus wurde zu historischen Zeiten abgerissen. Der Platz an dem es Stand ist heute ein Garten. Die Besichtigung war mäßig interessant. Ein altes Haus.
Anschließend bestiegen wir unseren Bus um England hinter uns zu lassen und auf dem Weg nach Holyhead, noch Wales zu durchqueren.
Und ich muss sagen die Entscheidung war genau richtig. Die Landschaf wurde immer wilder und hügeliger. Das liebliche Südengland war zwar in so fern sehr schön, als das jedes Dorf wie aus einem Barnaby Krimi entsprungen erscheint. Die Landschaft an sich empfinde ich aber als langweilig.
Ganz anders Wales. Zwar kannte ich Wales zwar schon von einem Besuch vor vier Jahren, doch hatten wir uns für unsere Durchquerung bewusst Straßen ausgesucht, die durch Täler über Pässe an Seen zum Meer führten. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Landschaft breitete sich malerisch vor uns aus und so langsam stellte sich bei mir auch Urlaubsfeeling ein.
Unser Tagesziel war Tywyn, welches im Reiseführer als lohnenden Ziel angepriesen wurde. Meiner Meinung nach ist es das nicht. Wir nächtigten im Nachbar Ort einem hübschen Hafenstädtchen. Dort ergatterten wir einen Stellplatz direkt am Meer, so dass wir nach einem Besuch im Pub und dem Genuss mehrerer lokaler Ales zufrieden, mit dem rauschen des Meeres im Ohr in unsere Schlafsäcke sanken.
A Road Trip to Ireland – Tag 1
Der ein oder andere wird sich vielleicht gewundert haben warum es hier im Erlebnisraum Blog in den letzten Monaten so ruhig war. Seit meinem Island Trip mit Theo im letzten November hatte ich einfach keine Zeit mehr zum Bloggen. Der Grund heißt Baker Street. Wen interessiert was das ist, kann sich auch hier im Blog, auf Facebook oder im WWWschlau machen.

Jetzt habe ich Urlaub und damit sowohl ein neues Projekt am Start, als auch wieder Zeit zum schreiben.
Nun zum Thema: Worum gehts?
Die Geschichte begann im Jahr 2011, als ich mit meiner damaligen Freundin in Irland war und den Westen und Süden bereiste. (Die Story findet ihr auch hier im Blog). Jedes Mal, wenn ich auf der Insel war, schwärmte ich währenddessen und danach meinem Vater von der überwältigend schönen Landschaft, der reichen Kultur und Geschichte sowie den unglaublich netten Menschen von Eire vor. Zu einem eigenen Besuch der Insel bewegte ihn dies allerdings lange Jahre nicht.
Doch als ich dann vor zwei Jahren auf dem Ring of Kerry stand fasste ich den festen Entschluss, das nun endlich zu ändern und ihm zumindest einen kleinen Teil der Insel zu zeigen. Mein Plan war ein schneller Flug von Hahn nach Kerry (ja, obwohl ich Ryan Air hasse), dort Mietwagen schnappen und fünf bis sechs Tage Kerry und Dingle genießen. Diesen Entschluss teilte ich ihm mit und brachte damit die Saat aus, die nun zwei Jahre später zu einem viel größeren Plan aufgegangen ist.
Nachdem er sich mit der Idee angefreundet hatte, kam er schnell mit dem Vorschlag nicht fliegen zu wollen, sondern lieber die Fähre zu nehmen. Damit war klar, dass fünf bis sechs Tage deutlich zu kurz sein würden. Der Plan wurde also zuerst einmal zeitlich ausgeweitet.
Um die Kosten etwas im Rahmen zu halten baten wir meinen Bruder und seine Frau um ihren VW Bus, so könnten wir zumindest ein paar Nächte im Bus schlafen und wären nicht für die komplette Zeit auf B&Bs angewiesen.
Als dann entschieden war, dass wir mit dem Auto fahren würden und wir mehr Zeit als nur wenige Tage aufwenden würden, entschlossen wir uns recht schnell aus dem ursprünglich geplanten Besuch im Süd-Westen eine Rundtour zu machen.
Die letzte Änderung am ursprünglichen Plan war dann der Entschluss noch ein paar Tage dran zu hängen um auf Hin- und Rückweg die Gelegenheit zu haben Wales und Süd- England mehr Aufmerksamkeit zu widmen als einfach nur schnellst möglich hindurch zu fahren.
Damit war aus einem schnellen Besuch auf der Insel eine echte Reise geworden.
Um aber die Tour spannend zu halten entschlossen wir uns, außer einem Hotel in Dublin, sowie den Fähren nichts vor zu buchen. Wir möchten uns spontan treiben lassen, dort anhalten wo es schön ist oder wir etwas entdecken was es sich genauer anzuschauen lohnt. Jetzt haben wir unseren Bus gepackt, werden gleich noch eine Mahlzeit zu uns nehmen und machen uns dann auf in Abenteuer.
Ich bin gespannt was uns erwartet!
Abenteuer Island – Tag 7, der letzte Tag und eine Trollhöhle

Wir hatten uns den Wecker recht früh gestellt um unseren Wasserfall im Sonnenaufgang genießen zu können. Dank meines warmen Schlafsacks und meiner komfortablen ThermaRest hatte ich gut geschlafen. Über der verschneiten Landschaft die Sonne aufgehen zu sehen war eine wirklich schöne Erfahrung. Zu meinem absoluten Glück fehlte mir nur eine heiße Tasse Tee oder Kaffee. Leider hatten wir es versäumt uns ins Reykjavik eine Gaskartusche zu kaufen, weswegen ich mir diesen Wunsch nicht erfüllen konnte.

In Vík legten wir dann einen Tank und Frühstück Stopp ein und hatten dank endlich etwas besserer Sicht endlich die Möglichkeit uns einen Eindruck zu verschaffen wie die isländische Landschaft an der Südküste eigentlich so aussieht. Kurz gesagt bergig und schroff.

Auf unserem weiteren Weg nach Keflavík legten wir noch einen längeren Stopp am Skógafoss ein, ein weiterer beeindruckender Wasserfall. Komischerweise hatten wir immer noch Lust auf Wasserfälle und ich ließ mich von der Gischt einmal gut durchwaschen.

Außerdem hielten wir kurz am, durch seine Aschewolke berühmten Eyjafjällajökull,  den wir aber leider wegen Nebel nicht sehen konnten.
Später Bogen wir, mehr einer Eingebung folgend auf eine kleine Straße ins Landesinnere ein. Dies bescherte uns gleich drei Highlights: unsere erste Schotterpiste, die kurze Besichtigung eines alten, traditionell gebauten Gehöfts und wunderbare, endlich unverhangene Ausblicke in die Landschaft.

Von unterwegs hatte Theo uns ein B&B in Keflavík gebucht, das Home Guesthouse, was sich als echter Glücksgriff herausstellte, da wir die einzigen Gäste waren und somit das Haus komplett für uns allein hatten. Es verfügt über ein luxuriöses Gemeinschaft Bad, eine ebensolche Küche und sehr gute Betten.
Da es sich um kein klassisches B&B mit festen Frühstückszeiten handelt, sondern einfach in der Küche alle nötigen Dinge in üppiger Menge und Auswahl bereit stehen, würden wir selbst morgens um fünf schon problemlos einen Kaffee bekommen.

Zum Abschluss unserer Tour beschlossen wir abends noch einmal gut essen zu gehen, wozu wir Restaurant direkt am Hafen. IT einem wunderschönen Blick auf die Boote aufsuchen. Von hier aus konnte man auch Keflavíks Troll Höhle sehe. Nach dem Essen trauten wir uns sogar näher an die Höhle heran und konnten das laute schnarchen und die Flatulenzen der Trollfrau hören. Wir beschlossen aber sie besser nicht zu wecken und fuhren in unsere Luxus Unterkunft um noch etwas Schlaf zu bekommen bevor um viertel vor fünf der Wecker klingeln würde.

Abenteuer Island – Tag 6,  Schneechaos und Eisberge

Heute morgen sind wir in der Hoffnung auf besseres Wetter und vor allem bessere Sicht früh aufgestanden, in unserem Spukhostel war noch alles still und so schlichen wir uns nach einem kurzen Frühstück aus dem Haus.

Unser erstes Ziel waren die berühmten schwarzen Strände. Leider hatte sich unsere Hoffnung auf besseres Wetter nicht erfüllt und so stiegen wir gut gegen eingepackt aus dem Auto. Der Strand war beeindruckend. Schroff ins Meer abfallende Klippen, kleine Höhlen, tosenden Meer und das alles an einem schwarzen Strand. Besonders der farbliche Kontrast zwischen weißer Gischt und schwarzem Strand war faszinierend.
Am gleichen Strand konnten wir noch etwas offroad feeling genießen. Eine Piste führte über den Sand hinaus auf eine Landzunge, die Gelegenheit ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Anschließend ging zurück auf die Straße unserem Tagesziel der Eisberg Lagune entgegen. Unterwegs gönnten wir uns noch ein Mittagessen in einer stilechten Tankstelle, die mich irgendwie an das erinnerte was man aus Dokus aus Alaska kennt. Was aber auch daran gelegen haben mag, dass es inzwischen kräftig zu schneien begonnen hatte.

Kurz hinter der Tankstelle trafen wir mehr zufällig auf einen kleine. Wasserfall, der an einem verlassenen Gehöft gelegen war. Da zu diesem Zeitpunkt schon abzusehen war, dass wir heute würden im Auto schlafen müssen, merkten wir den Platz dafür schon einmal vor. Er war geschützt gelegen und machte auf uns den Eindruck, dass wir hier niemanden stören würden. Ich markierte die Stelle auf meiner Karte, was sich noch s sehr weise herausstellen sollte.

Weiter ging es durch das immer heftiger werdende Schneetreiben der Lagune entgegen. Ich saß am Steuer und war wirklich froh, dass wir einen ordentlichen Allrad gemietet hatten, nicht dass die Fahrt nicht auch mit einem anderen Auto möglich gewesen wäre, aber so war sie deutlich entspannter.

Am späten Nachmittag kamen wir an unserem Ziel an und ich muss wirklich sagen,  dass sich die Fahrt gelohnt hatte. Es ist wirklich ein faszinierendes Schauspiel wie sich die großen Eisbrocken vom Gletscher dem Mehr entgegen wälzen. Und obwohl wir nach wie vor eine sehr eingeschränkte Sicht hatten war das Farbenspiel des Eises toll anzusehen und löste bei Theo und mir eine wahre Fotowut aus. Mich erinnerte die Szenerie an das berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich, nur mit mehr Blautönen.

Im letzten Licht des Tages traten wir die Rückfahrt an, wir wollten unseren letzten Tag etwas entspannen und deswegen schon eine. Teil der zu fahrenden Strecke Richtung Keflavík zurücklegen um so noch die Möglichkeit zu haben Abstecher einlegen zu können.

Im Schneesturm waren wir ohne die vorher gesetzte Markierung an unserer mittags ausgesuchten Lagerstätte glatt vorbei gefahren, doch das GPS bewahrte uns vor dem Fehler.

Der Platz hatte auch im Dunkeln seinen ganz eigenen Zauber und so machten wir es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich.

Dingle Way – Abflug, Fazit & Tipps

Gegen halb neun sind wir aufgestanden und zum Frühstück. Chris ging noch schnell zum Supermarkt um das Frühstück etwas ausführlicher gestalten zu können. Danach packten wir unsere Sachen und gingen Souvenirs shoppen. Neben typischen Nippes deckte ich mich mit irischem Bier, Cider, Schokolade und Soda Bread ein.

Als rituellen Abschluss des Urlaubs tranken wir ein Bier am Hafen, exakt dort hatten wir mit unserem ersten Outdoor Mittagessen wenige Tage zuvor unser Abenteuer begonnen.

Danach ging es zurück ins Hostel, wo uns „Der Mann mit dem Chris Schild“ wieder mit seinem Taxi abholte und zum Flughafen fuhr. Der Abschied von der Grünen Insel fiel uns allen nicht leicht.

Die Tour war der absolute Hammer und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich kann nur jedem Empfehlen es uns nach zu tun. Und ich selbst hoffe auf eine baldige Wiederholung in ähnlichem Rahmen.

 

Fazit

Der Dingle Way ist eine landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke. Die Versorgung mit Übernachtungsmöglichkeiten ist gut und die Etappen sind auch für ungeübte, aber nicht unsportliche Wanderer gut zu bewältigen.

Einziges Manko aus meiner Sicht ist, dass viele, viele Kilometer über Straßen laufen. Was auf die Dauer anstrengend zu gehen und natürlich auch nicht ganz so schön wie ein Wege in der Natur ist.

Abschließend noch unsere Packlisten Tipps nach erfolgreich absolvierter Tour:

  • Neopren oder wasserdichte Socken. So etwas gibt es für Motorradfahrer. Wenn man so richtig nass wurde ist es einfach ein Segen abends mit trockenen Füßen in den nassen Schuhen unterwegs sein zu können. Außerdem ist es zum Trocknen der Schuhe hilfreich mit der eigenen Körpertemperatur nachhelfen zu können.
  • Neopren Unterhose. Falls man nur eine Hose dabei hat, dann gilt hierfür das Gleiche wie für nasse Schuhe. Wenn die Hose nass und kalt ist, ist es sehr angenehm, wenn wenigstens die Unterhose wärmt.
  • Alternativ kann man sich natürlich auch eine zweite Hose einpacken, je nachdem ob man bereit ist das zusätzliche Gewicht zu tragen.
  • Ein Buff. Die schlauchförmigen Tücher gibt es inzwischen auch aus Merinowolle und haben sich als extrem praktisch erwiesen nicht zuletzt um im pfeifenden Wind die Ohren zu schützen.
  • Flip Flops. Sind leicht und bieten die Möglichkeit abends im Hostel mal was anderes an den Füßen zu haben als die schweren Stiefel.
  • Baumwolle aussortieren. Weiß man eigentlich aber, aber weder Baumwoll T-Shirts noch Socken taugen zum Wandern. Baumwolle kühlt den Körper aus sobald sie nass ist. Und nass wird man oft, sei es durch Schweiß oder Regen.
  • Ausschließlich echte Wollsocken mitnehmen. Diese scheuern weniger und wärmen selbst in durchnässten Schuhen.
  • Gamaschen. Allerdings die lange Variante. Helfen Hosen und Schuhe vor Nässe und Schlamm zu schützen. Von beidem gibt es reichlich.
  • Entgegen meiner ursprünglichen Meinung muss ich jetzt sagen, dass man den Poncho lieber zuhause lässt und sich für eine Regenhose entscheidet. Es ist einfach zu windig als das ein Poncho irgendeinen Sinn machen würde. Außer als Notzelt oder Sitzunterlage zu nützen.
  • Softshell ist unnütz. Als beste Kleiderkombination hat sich je nach eigenem Temperatur Empfinden folgender Zwiebelaufbau erwiesen:
    • Merinowolle Shirt
    • Merinowolle Longsleeve
    • Stretchflesse mit Daumenloch
    • Fleese Jacke
    • Daunen Weste
    • Regenjacke
    • Alle Schichten sind sehr leicht, trocknen Schnell und wärmen optimal. Eine Softshell Jacke braucht, wenn sie einmal nass ist, ewig zum Trocknen.
  • Handschuhe. Wer durch den Stechginster muss weiß warum. Ich habe 4 Wochen nach der Tour immer noch Dornen in der Hand. Außerdem schützen sie auch gegen Regen und Auskühlen.
  • Wer leicht friert sollte eine lange Unterhose aus Wolle einpacken.
  • Meine Wanderhosen Empfehlung ist die Engelbert & Straus Arbeitshose Oregon. Super angenehm zu tragen, leicht, robust, trocknet extrem schnell und lässt sich imprägnieren.
  • Schwere, wirklich wasserdichte Wanderstiefel, zwar fällt das Laufen über den Asphalt schwerer, aber man hat einfach trockenere Füße als in Zustiegsschuhen.
  • Eine Mütze mir Schild. Sehr angenehm bei Sonne und Regen, erst recht wenn man eine Brille trägt.
  • Eine Thermosflasche. Heißer Tee kann eine Offenbarung sein.
  • Hirschtalk. Perfekt um Blasen vorzubeugen oder wundgelaufene Stellen zu schützen.
  • Schuhwachs und eine Bürste für die Stiefel. So kann man, falls nötig zwischendurch bei der Dichtigkeit etwas nachlegen.

Für die Reiseapotheke als unumgänglich haben sich Ibuprofen, Immodium und Kaufmanns Kindersalbe erwiesen.

Noch ein Tipp zum Schluss, wer eine Kofferwaage dabei hat, fragt sich nach dem Shoppen nicht, ob der Grenze der Fluggesellschaft überschreiten wird.

 

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Dingle Way – Der letzte Abend, Irish Storytelling

Abends waren wieder im Grapevine Hostel. Nach einer erholsamen und erfrischenden Dusche zogen wir los um im Dingle Diner etwas zu essen. Wie schon fast üblich hatten wir alle Burger und sie waren grandios! Eine uneingeschränkte Empfehlung wert.
Danach gingen wir wieder zu Dick Macks um unseren Abschied von der grünen Insel angemessen zu begehen. Wir waren alle ziemlich gerädert und wollten schnell wieder ins Hostel und die Füße hoch legen. Dort warteten gemütlche Couches und ein offener Kamin. Vor allem hätten wir unsere total durchnässten Schuhe ausziehen können, zwar hatten wir uns Mülltüten über die Socken gezogen um wenigsten trockene Füße zu haben, aber wirklich angenehm war diese Lösung natürlich nicht.
Aber, ersten kommt es anderns und zweitens als man denkt…

Wir betraten den Pub und alles machte den Anschein als würde es ein öder Abend werden. Nur wenige Menschen waren im Laden und keinerlei Musik lief, noch nicht einmal vom Band.
Wir tranken eine Runde und hatten eine kurze Unterhaltung mit einem gut betrunkenen Local, der sich freundlich mit uns über unsere Herkunft und seine Frau unterhielt, die ihm eigentlich nicht erlauben wollte abens im Pub abzuhängen. Als sein Handy klingelte und sie ihn nach Hause diktierte bestellte er sich aus Trotz ein weiteres Pint, leerte es in schnellen Schlücken und wankte nach einem freundlichen Gruß in unsere Richtung aus dem Pub.
Dies nahmen wir auch als eine Art Aufbruchssignal, wollten unsere Gläser noch gemütlich leeren und uns dann auf dem Weg ins Hostel machen um vor dem Kamin noch einen kleinen Absacker zu trinken.
Doch dann tauchte Sean auf. Ein 40 bis 50-jähriger Ire mit freundlichem Gesicht, kurzen dunklen Haaren in einem blauen, legeren Hemd.
Sean kam zur Bar und wollte zwei neue Pints Guiness, leider war der Barkeeper kurz eine rauchen und so wartete Sean. Nach einer kurzen Unterhaltung mit zwei jungen Typen an der Bar wurde ihm wohl die Zeit zu lang und er zapfte sich kurzerhand seine Pints selbst. Als Erklärung teilte er den anderen Gästen im Raum, die den Vorgang interessiert und amüsiert verfolgten, mit, dass dies schon Ok sei, er gehöre zum Inventar.
Der Barkeeper kam zurück und nahms mit Humor. Dabei wurde Sean auf uns aufmerksam. Eine Gruppe typischer Deutscher Outdoor Touristen in Funktionskleidung (sowas trägt kein Local). Er fragte uns interessiert wo wir her kämen und als wir ihm sagten, dass wir Deutsche seien, gab er ein Broken Deutsch von sich, die nicht einmal schlecht waren. Von unseren anerkenenden Worten wohl angespornt erzählte er uns anschließend in bester irischer Geschichtenerzähler Tradition, wo er sein Deutsch gelernt hätte. Ich versuche die Geschichte so wieder zu geben, wie ich sie verstanden habe, und wie ich mich daran erinnere.

Es war Ende der 70’er Jahre, Irland ging es wirtschaftlich sehr schlecht und viele junge Iren gingen im Sommer für einige Monate ins Ausland um zu arbeiten. Sean hatte von der Kunsthochschule in Dublin einen deutschen Freund, der ihn zu sich nach Köln eingeladen hatte und so nahm er ihn beim Wort und schlug kurzer Hand bei ihm auf. Dummerweise war dieser aber gerade im Urlaub und konnte ihm so nicht wirklich helfen. Seine Mitbewohner – es war wohl so etwas wie eine Künstlerkomune – erlaubten Sean aber für eine Nacht dort zu schlafen. Am nächsten Morgen brach er dann zu einem kleinen Ort in der Nähe auf, wo es eine Fabrik gab in der er hoffte Arbeit zu finden. Dort kam er auch in der Komune unter. Allerdings wurde ihm der Job vor der Nase weggeschnappt und als er zurück zu seiner Bleibe kam war diese von der Polizei geräumt worden. Nun stand er ohne Gepäck und Geld da und ihm blieb nur übrig nach Köln zurück zu gehen und dort wieder um ein Bett zu bitten. Am nächsten Tag wollte er die Irische Botschaft aufsuchen. Seine Pechsträhne hielt an, denn man schickte ihn nach Düsseldorf. Dort stellte sich heraus, dass sich hier nicht die irische, sondern die britische Botschaft befand. Dort wollte man ihm nicht helfen, bot ihm aber mit typisch britischer Freundlichkeit eine Tasse Tee an.
Sean aber, damals nach eigener Aussage, jung und sehr irisch, verabschiedete sich mit den “I’am irisch. I’am drinking pints of Guinness and no fucking English tea!”
Tags drauf machte er sich auf dann nach Bonn zur echten irischen Botschaft auf. Die Fahrt dorthin kostete sein letztes Geld, doch in freudiger Erwartung freundlicher Menschen die ihm helfen würden betrat er die Botschaft seines Heimatlandes.
Umso größer die Überraschung, als er dort auf einen verknöcherten Bürokraten traf, der ihm mitteilte, er könne ihm nur helfen, wenn jemand für Sean in Irland auf einem Polizeirevier Geld hinterlegen würde. Da Seans Vater gerade im Krankenhaus war und er keine anderen Menschen hatte, die dies hätten für Ihn tun können – tat es dem Bürokraten Leid und er wollte Sean wieder weg schicken, da dieser aber nicht einmal mehr Geld für die Fahrkarte zurück nach Köln hatte bat er den Beamten ihm doch wenigstens die paar Pfennig für eine Fahrkarte zu geben. Nach einigem bekam er die Karte im Wert von 70 Pfennig. Dafür sollte er aber seinen Pass da lassen, damit sichergestellt wäre, dass er auch zurück komme um seine Schuld zu begleichen.
Daraufhin rollte das Ticket ganz klein zusammen und sagte dem Beamten, dass er es sich gerne in den Hintern stecke könne, falls es da überhaupt rein passe, so eng wie er sei.
Etwas niedergeschlagen kehrte er nach Köln zurück, dort kam ihm der Zufall zu Hilfe, zurück in seiner Bleibe hörte er einen Menschen laut fluchen und schimpfen.
es stellte sich hereaus, dass in einem Raum die Fliesen von der Wand gekommen waren. Der Fluchende fragte Sean ob er den Schaden reparieren könne, dieser sagte spontan Ja ohne eine Ahnung zu haben wie man Fliesen an Wände bekommt.
Die Hausgemeinschaft beschloss, dass Sean sein Glück versuchen solle, schließlich dachten sie, er wisse wovon er rede. Sean selbst hatte sich gedacht, dass er mit der Anleitung auf dem gekauften Fliesenkleber schon irgendwie hinkommen würde. Dummerweise hatte er nicht bedacht, dass diese dort auf Deutsch geschrieben stehen würde. Und Sean konnte kein Deutsch.
Am Ende hatte er es dann mit praktischem Verstand hinbekommen, er wurde bezahlt und durfte in einem momentan freien Zimmer wohnen. Dieses gehörte dem Sohn von Günther Grass und war ganz in schwarz gestrichen und mit Hammer und Sichel, sowie Ché dekoriert.

Das für uns besonders witzige an der Story war die Tatsache, dass sie quasi in Hannos Heimatregion spielte.
Nach dieser sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Episode tranken wir noch 1-2 Pints und gingen zurück ins Hostel.
Dort trafen wir auf John, der gerade Dienst hatte und gelangweilt vor dem Kamin saß und in seinen Laptop starrte.
Es entwickelte sich ein Gespräch, wir tranken zusammen und unsere verbliebenen Whiskye Vorräte leer. Auf die Frage welchen Whiskye er gerne hätte antwortete er, “den irischen”. Was auf den ersten Blick vielleicht wenig kurios klingt, da wir aber nur irischen dabei hatten haben wir wohl etwas dämlich aus der Wäsche geschaut. Er klärte uns dann auf, dass er damit den Jameson meinte, da kein Ire jemals Tulamore Dew trinken würde. “Did you ever see an Irishman drinking Tulamore? Expect in a commercial?” Damit machte er uns unmissverständlich klar, dass ein Ire der etwas auf sich hält Tulamore maximal zum putzen seiner Toilette oder Fenster benutzt.
Wir unterhielten uns über Gott und die Welt, außerdem gab er uns eine kurze Geschichtsstunde und diskutierte mit mir über die Keltische Kultur.
Neben seiner Weisheit über den Whiskye klärte er uns noch über zwei weitere wichtige Dinge auf: 1. Deutsche Mädels seien am leichtesten zu haben und 2. Französinnen seien die besten. Auf die Frage wie er darauf komme, meinte er nur: “Working in a hostel is just drinking, smoking an sex.”
Der Abend nahm ein jähes Ende als er uns einen Hot-Whiskye servierte. Ein Heißes Getränk aus Zimt, Zitronen, Nelken, Honig, heißem Wasser und Whiskye.

 

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Dingle Way – Tag 3, der lange Weg

Ich hatte das Glück in einem Einzelzimmer nächtigen zu dürfen und habe geschlafen wie ein Stein. Mag natürlich auch an der wohligen Erschöpfung gelegen haben.

Angela, die Wirtin erwartete uns mit einem wirklich tollen und ausgiebigen Frühstück, sodass wir gegen 10 Uhr gestärkt und gut gelaunt zu unserer zweiten Etappe aufbrachen.

Vor uns lagen fast 30 Kilometer, allerdings kaum Anstiege, sodass wir in Erwartung eines „Spaziergangs“ frohen Mutes losstiefelten.

Allerdings zeigte sich die Strecke als eher durchwachsen. Wunderschöne Abschnitte über kleine Wege mit tollen Aussichten oder einen traumhaft schönen Strand wechselten sich mit vielen Kilometern über asphaltierte Straßen und Nebenstraßen ab, was zu laufen, gerade mit Wanderstiefeln, auf Dauer anstregend war.

Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, den An Bother Pub. Ein tolles B&B, Pub und Restaurant in einem. Nach der Dusche und einer heißen Tasse Tee, bei der wir die Aussicht über die Ebene genossen, begaben wir uns ins Restaurant und ich aß großartige Chicken Wings sowie einen wirklich leckeren Burger, dazu gab es natürlich Guinness. Hatte man sich heute auch wirklich verdient.

Nach dem Essen gab ich meinen Reisebegleitern eine kleine irische Geschichtsstunde, wir kamen von den Anfangen bis zu Cromwell. Morgen möchten wir das fortsetzen.

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Die Agentur Erlebnisraum sucht zum 15.12.2012 Personal für die Baker Street Criminal Tearoom & Pub  für die Bereiche Service und Theke  in Saarbrücken.

Was ist die Baker Street?

Die ‚Baker Street‘ wird tagsüber ein Café/Tearoom im britischen Stil, dessen Angebot englische Tees (offen und frisch, nicht im Beutel) sowie qualitativ hochwertigen, frischen Kaffee in Kombination mit englischen Afternoon Tea Spezialitäten, wie Scones, Cupcakes, Sandwiches, etc. umfassen wird.
Ergänzt wird das Angebot durch britisch/irische/schottische Bierspezialitäten sowie hochwertigen Malt-Whisky, Sherry, Portwein und Absinth, so dass sich das Café am Abend in einen Britisch-Victorian-Pub wandelt.

An besonderen Abenden laden wir zu speziellen Events rund um das Thema Krimi. Dabei werden zum Beispiel Lesungen, Motto-Partys und Krimidinner auf dem Programm stehen.

 

Diese Kompetenzen bringst Du idealerweise mit:

  • Teamfähigkeit
  • Freundlichkeit
  • Zeitliche Flexibilität
  • Aufgeschlossenheit
  • Motivation
  • Zuverlässigkeit
  • Erfahrung in der Gastronomie
  • einwandfreie Umgangsformen
  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Interesse am Thema Krimi/England/Irland/Schottland
  • Bereitschaft historische Dienstkleidung zu tragen

Die Bewerbungsunterlagen mit Bild sendest Du bitte an Bewerbung@Bakerstreetsb.de. Bei offenen Fragen stehen wir Dir unter gleicher Email-Adresse zur Verfügung.

Dingle Way – Tag 1, die Ankunft

Heute morgen, dem 28.09.2012, ging es endlich in aller Frühe los. Um 6:30 Uhr stiegen wir alle in Tobias‘ Auto und brachen nach einem kurzen Stopp beim Bäcker Richtung Hahn zum Flughafen auf.

Die Fahrt verlief problemlos, bis wir in Hahn ankamen. Dort mussten wir feststellen, das auch dort mal die Parklätze voll sein können. So mussten wir auf einen teureren ausweichen. Flughafen-Check-in wie man es gewohnt ist. Mein Rucksack hattte acht Kilogramm, was mich sehr freute, da er dann selbst mit Wasser und Gepäck immer noch sehr leicht sein würde. Außerdem werde ich auf dem Rückflug einiges einkaufen können.

Als wir den Sicherheitscheck problemlos durchlaufen hatten, wurden Hanno und ich noch einmal zur Gepäcknachkontrolle gerufen. Es stellte sich heraus, dass er ein Zippo im Gepäck hatte – was man nach neuesten Sicherheitsrichtlinien nur komlett entlehrt im Flugzeug transportieren darf – und ich einen Trangria Spirituskocher, den ich behalten durfte, weil er seit Jahren nicht gebraucht und deswegen komplett restentleert war. Dummerweise hatte ich in meinem morgendlichen Tran vergessen meine Brennstoffflasche zu entleeren, sodass diese auf dem Flughafen zurück blieb.

Mit einiger Verspätung startete dann endlich unser Flieger und vor mir lag ein nervenzerreibender Flug zum Kerry Airport. Eigentlich dauert dieser nur knapp zwei Stunden, dieses Mal kam es mir aber wie eine Ewigkeit vor. Ich hatte zwei höchst nervige Kids hinter mir, die unanblässig geplärrt, gestrampelt und gegen meinen Sitz getreten haben. Welch eine Freude!

Endlich gelandet war ich selten so froh ein Flugzeug verlassen zu können wie dieses Mal.

In Kerry klappte die Gepäckausgabe erstaunlich schnell, sodass wir recht flott vor das kleine Flughafen-Gebäude treten konnten und dort auf den Mann mit dem „Chris“ Schild trafen. So hatten wir unseren Chauffeur getauft, da keiner von uns seinen Namen wusste.

Er packte uns in seinen Kleinbus und brachte uns in knapp einer Stunde nach Dingle. Die Fahrt kostete 100.- EUR, also 20.- für jeden. Während der Fahrt versorgte er uns mit Tipps wo man in Dingle hingehen könne und wo besser nicht, weil zu teuer und zu schlecht.

In Dingle angekommen realisierte ich das erste Mal richtig, dass jetzt tatsächlich einige Tage Urlaub vor mir lagen. Ein tolles Gefühl.

Da unser Hostel (das Grapevine) noch geschlossen hatte, zogen wir schnurstracks weiter zum Super Value und deckten uns mit einer Brotzeit als Mittagessen und einigen Bieren zur gediegenen Nachmittagsgestaltung am Hafen ein. Außerdem brauchten wir für unseren Kocher noch Brennstoff, so gingen Chris und Hanno auf eine Expedition durch die örtlichen Outdoor- und Hardware-Stores und wurden sogar fündig. Was sie mitbrachten war eine Dose Campingas für den Gaskocher und eine Flasche „White Spirit“, die wir zu diesem Zeitpunkt noch für Spiritus hielten …

Den Rets des Tages verbrachten wir ganz entspannt damit unsere Einkäufe zu verkonsumieren, bis wir gegen halb sechs im Hostel eincheckten, unsere zwei Zimmer bezogen und ein weiteres Guinness im Wohnzimmer des Hostels tranken.

Das Grapevine ist gemütlich, hat kleine, saubere Zimmer mit erstaunlich guten Betten und bietet zur Übernachtung für 19.- EUR auch ein free breakfast zum Selbstzubereiten, was allerdings nur aus Toast, Tee, Kaffee und Marmelade besteht.

Später ging es dann zum Abendessen in den „The Dingle Pub“ in der Main-Street. Ich aß einen Beef-and-Guiness-Pie, der wirklich großartig war. Die Kosten dafür lagen bei 12.- EUR, das Pint Guinness für 3,95 was eher teuer ist. Normal sind eher 3,80 EUR.

Danach spazierten wir etwas durch die Stadt auf der Suche nach einem Pub für einen Absacker. Fündig wurden wir im Dick Macks, einem großartigen Pub in dem gerade Livemusik gespielt wurde. Der Pub ist in einem alten Schuhladen untergebracht und sehr gemütlich.

Danach ging es, erwartungsvoll und gespannt auf den nächsten Tag, ins Bett.

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