«Neuigkeiten aus der Agentur»

watsons_klDer Watson’s Club der Baker Street ist ein Klub von Stammgästen der Baker Street und solchen, die es werden wollen. Er steht jedem, egal ob Lady oder Gentleman, offen.

Jedes Mitglied erhält eine MemberCard und genießt dadurch attraktive Vorteile wie Rabatte, Coupons und weitere Specials.

Die Karte ist erhältlich gegen eine einmalige Schutzgebühr von 15 €.

Wir haben 3 Stufen der Mitgliedschaft, die wir mit „Regular-“, „Silver-“ und „Gold-Membership“ betiteln. Weiter unten finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Mitgliedschaften.

Um alle Vorteile des Clubs voll ausnutzen zu können, ist es notwendig, Ihre Member-Card online auf www.member.bakerstreetsb.de zu registrieren und während des Registrierungsvorgangs zuzustimmen, dass wir Ihnen per Mail und/oder SMS Werbung zusenden dürfen.

Keine Angst, wir werden Ihnen sicher keine klassische „Werbung“ zusenden oder Ihre Adresse verkaufen, vielmehr erhalten Sie von uns Coupons und Informationen zu Sonderaktionen und speziellen Angeboten für Clubmitglieder. Natürlich können Sie Ihre Zustimmung auch jeder Zeit wieder zurückziehen. Ohne die Zustimmung dürfen wir Sie nicht anschreiben. Bitte bedenken Sie das.

Unabhängig von der Mitgliedschaft bietet Ihnen eine registrierte Member-Card folgende Vorteile:

  • Willkommenscoupon im Wert von 10€
  • Teilnahme an exklusiven Coupon-Aktionen und Specials
  • Bei Verlust kann die Karte ersetzt werden, kein Guthaben geht verloren
  • Zum Geburtstag gibt’s ein kleines Geschenk

Neben der Mitgliedskarte an sich bieten wir Ihnen auch unsere Membertags in Bronze, Silber oder Gold an. Diese sind dann auf der Rückseite mit Ihrem Namen und Ihrer Mitgliedsnummer graviert. Silver- und Gold-Member können sich hiermit sogar an der Theke ausweisen und anschreiben lassen.

Regular Membership

  • keine Jahresgebühr, nur 15€ einmalige Aufnahmegebühr
  • Membertag mit persönlicher Gravur (Name und Mitgliednummer) für einmalig 15€
  • 3% Rabatt auf das gesamte Sortiment, 6% Rabatt, wenn die Member-Card als Zahlungsmittel genutzt wird

Silver Membership

  • Jahresgebühr von 60€
  • Membertag mit Gravur einmalig 10€
  • Clubmitglieder können „Anschreiben“ lassen und erhalten die Rechnung per Post (monatlich oder im Quartal, je nach Rechnungssumme)
  • 6% Rabatt auf das gesamte Sortiment, 9% Rabatt, wenn die Karte als Zahlungsmittel genutzt wird

Gold Membership

Der Gold Membership kann nicht gekauft werden, sondern wird von der Geschäftsführung verdienten Mitgliedern des Clubs verliehen und nur beendet, wenn triftige Gründe vorliegen.

  • goldener Membertag mit Gravur kostenlos
  • Clubmitglieder können „Anschreiben“ lassen und erhalten die Rechnung per Post (monatlich oder im Quartal, je nach Rechnungssumme)
  • 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment, 13% Rabatt, wenn die Karte als Zahlungsmittel genutzt wird

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Workshop auf dem Führungskongress Rhein Neckar

Workshop: Führen mit Flow

Die „Macht der Eigenmotivation“ – eine vielfach ungenutzte Quelle.

Welchen Mitarbeiter wünschen Sie sich?

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Für weitere Informationen und ein Interview mit Dr. Frederik Blomann folgen Sie einfach dem Link.

A Road Trip to Ireland – Tag 1
Der ein oder andere wird sich vielleicht gewundert haben warum es hier im Erlebnisraum Blog in den letzten Monaten so ruhig war. Seit meinem Island Trip mit Theo im letzten November hatte ich einfach keine Zeit mehr zum Bloggen. Der Grund heißt Baker Street. Wen interessiert was das ist, kann sich auch hier im Blog, auf Facebook oder im WWWschlau machen.

Jetzt habe ich Urlaub und damit sowohl ein neues Projekt am Start, als auch wieder Zeit zum schreiben.
Nun zum Thema: Worum gehts?
Die Geschichte begann im Jahr 2011, als ich mit meiner damaligen Freundin in Irland war und den Westen und Süden bereiste. (Die Story findet ihr auch hier im Blog). Jedes Mal, wenn ich auf der Insel war, schwärmte ich währenddessen und danach meinem Vater von der überwältigend schönen Landschaft, der reichen Kultur und Geschichte sowie den unglaublich netten Menschen von Eire vor. Zu einem eigenen Besuch der Insel bewegte ihn dies allerdings lange Jahre nicht.
Doch als ich dann vor zwei Jahren auf dem Ring of Kerry stand fasste ich den festen Entschluss, das nun endlich zu ändern und ihm zumindest einen kleinen Teil der Insel zu zeigen. Mein Plan war ein schneller Flug von Hahn nach Kerry (ja, obwohl ich Ryan Air hasse), dort Mietwagen schnappen und fünf bis sechs Tage Kerry und Dingle genießen. Diesen Entschluss teilte ich ihm mit und brachte damit die Saat aus, die nun zwei Jahre später zu einem viel größeren Plan aufgegangen ist.
Nachdem er sich mit der Idee angefreundet hatte, kam er schnell mit dem Vorschlag nicht fliegen zu wollen, sondern lieber die Fähre zu nehmen. Damit war klar, dass fünf bis sechs Tage deutlich zu kurz sein würden. Der Plan wurde also zuerst einmal zeitlich ausgeweitet.
Um die Kosten etwas im Rahmen zu halten baten wir meinen Bruder und seine Frau um ihren VW Bus, so könnten wir zumindest ein paar Nächte im Bus schlafen und wären nicht für die komplette Zeit auf B&Bs angewiesen.
Als dann entschieden war, dass wir mit dem Auto fahren würden und wir mehr Zeit als nur wenige Tage aufwenden würden, entschlossen wir uns recht schnell aus dem ursprünglich geplanten Besuch im Süd-Westen eine Rundtour zu machen.
Die letzte Änderung am ursprünglichen Plan war dann der Entschluss noch ein paar Tage dran zu hängen um auf Hin- und Rückweg die Gelegenheit zu haben Wales und Süd- England mehr Aufmerksamkeit zu widmen als einfach nur schnellst möglich hindurch zu fahren.
Damit war aus einem schnellen Besuch auf der Insel eine echte Reise geworden.
Um aber die Tour spannend zu halten entschlossen wir uns, außer einem Hotel in Dublin, sowie den Fähren nichts vor zu buchen. Wir möchten uns spontan treiben lassen, dort anhalten wo es schön ist oder wir etwas entdecken was es sich genauer anzuschauen lohnt. Jetzt haben wir unseren Bus gepackt, werden gleich noch eine Mahlzeit zu uns nehmen und machen uns dann auf in Abenteuer.
Ich bin gespannt was uns erwartet!
Der Frack – Die erste Garnitur

Heutzutage begegnet er einem nur noch selten, der Frack, die erste Garnitur im Kleiderschrank des Gentleman. Doch was ist das eigentlich für ein Kleidungsstück, welches die meisten nur noch von der Berichterstattung des Opernballs her kennen? Wie sieht er aus? Wann trägt man ihn? Welche Accessoires gehören dazu?

In seiner ursprünglichen Form war der Frack kein besonderes Kleidungsstück, welches von jungen englischen Adeligen im 18. Jahrhundert zu informellen Anlässen getragen wurde. Dieses noch eher Gehrock – artige Kleidungsstück war von der Brust abwärts offen, durch einen schrägen Schlitz bis unten zum Saum, ähnlich dem späteren Morning Coat. Einige Exemplare waren zum Reiten gedacht, so entstand die horizontale Aussparung über der Gürtellinie mit den abgesetzten Schößen, wie es heute noch für den Frack typisch ist.

Dieser Schnitt setzte sich immer mehr durch und so wurde der Frack im späten 18. und im frühen 19. Jahrhundert zu einem populären Kleidungsstück.

Ab 1850 setzte der Frack sich als Abendgarderobe durch und wurde schließlich nur noch zu besonderen Anlässen getragen. Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts war der Frack das obligatorische Kleidungsstück bei hochklassigen Abendveranstaltungen, Staatsempfängen und anderen wichtigen Ereignissen. In den Zwanziger und Dreißiger Jahren wurde er immer mehr vom Smoking verdrängt.

Auch wenn der Frack heute eher selten getragen wird, hat er seinen Stellenwert als erste Garnitur beibehalten, allerdings ist der sogenannte Frackzwang, wie beim Wiener Opernball oder bei der Verleihung des Nobelpreises eher selten geworden.

Oft trägt man auch bei hochoffiziellen Veranstaltung den Smoking, welcher vom offiziösen Charakter her eigentlich hinter dem Frack rangiert aber vor dem „normalen“ zwei – oder dreiteiligen Anzug, welcher heute meist als ausreichend empfunden wird.

Seit der Frack sich als Abendgarderobe durchgesetzt hat, haben sich Schnitt und Trageweise nur unwesentlich verändert. Zum ordentlichen „white dress“ sind mehrere Kleidungsstücke obligatorisch, um das Outfit komplett zu machen.

Zuerst wäre da die Frack – Jacke mit der waagerechten Aussparung über der Gürtellinie, den beiden Schößen und einem Spitzrevers. Fräcke mit Schalrevers bilden heute die Ausnahme. Die Jacke kann nicht geschlossen werden und wird somit offen getragen. Als Stoff empfiehlt sich reine Schurwolle (wie eigentlich bei jedem anständigen Anzug).

Die Frackhose sollte aus dem selben Material bestehen, ist hoch geschnitten und an den Seiten mit zwei seidenen Galonstreifen versehen. Sie wird mit Hosenträgern in Position gehalten. Ein Gürtel zum Frack verbietet sich selbstverständlich.

Schwarze Lackschuhe sind zum Frack ebenso obligatorisch, wie knielange Strümpfe. Denn Bein zu zeigen gilt als unschick. Das Frackhemd stellt ebenfalls eine Besonderheit das, denn es wird ausschließlich zum Frack getragen und ist nicht mit dem Smokinghemd zu verwechseln. Ein Frackhemd sollte aus weißer Baumwolle bestehen. Die Hemdbrust ist aufgesetzt und besteht aus Baumwollpiqué, welches durch Stärken versteift wird. Die Ärmel sind mit einfachen Manschetten versehen, welche mit Manschettenknöpfen verschlossen werden. Die Hemdbrust wird auch nicht mit bereits angenähten Knöpfen verschlossen, sondern hat lediglich 2-3 Knopflöcher, welche sich überlappen. Spezielle Frackhemdknöpfe werden dort eingebracht und mit Hilfe eines Splints oder einer Art Tellerschraube befestigt.Diese sind meist vergoldet und vorne mit Perlmutt besetzt. Jedenfalls sollten Hemdknöpfe und Manschettenknöpfe aufeinander abgestimmt sein. Mit der Kombination Gold und Perlmutt liegt man aber immer richtig. Der Kragen des Frackhemds ist ein sowohl ein Steh – als auch ein Kläppchenkragen. Bei einigen Modellen ist der Kragen separat und wird mit sogenannten Collarstuds am Hemd befestigt. Heute ist das aber eher selten der Fall und der Kragen ist i.d.R. Bestandteil des Hemdes.

Über dem Hemd, bzw. unter der Jacke trägt man eine weiße Frackweste, nur im Trauerfall eine schwarze. Diese Weste ist ebenfalls, wie die Hemdbrust, aus Piquéstoff gefertigt und schließt mit der Hemdbrust ab, so dass die Vorderseite, die unter der Jacke sichtbar wird, einheitlich in Piqué erscheint. Die Weste überlappt den Hosenbund und schließt entweder mit der Frackweste ab aber kann auch, je nach Schnitt, unter dieser ein Stück hervorschauen. Die Weste ist eine der wenigen Möglichkeiten, neben Manschetten – und Hemdknöpfen, um dem Frack etwas Individualität zu verleihen. Sie kann ein- oder zweireihig sein, auch das Revers darf variieren. Sie ist immer rückenfrei und die Knöpfe sind ebenfalls aus Perlmutt gefertigt.

Die Fliege zum Frack ist weiß und sollte ebenfalls aus Piqué gefertigt sein. Lediglich Kellner und Dienstpersonal tragen eine schwarze. Ein weißes Einstecktuch komplettiert das Outfit, ebenso eine goldene Taschenuhr, die aber beim Frack immer an der Hose getragen wird, niemals an der Weste.

Getragen wird der Frack übrigens immer erst nach 18.00 Uhr. Verlässt der Gentleman jedoch leicht derangiert im Morgengrauen die Baker Street, ist es ja genau genommen auch nach 18.00 Uhr und somit kein Fauxpas.

 

Abenteuer Island – Tag 7, der letzte Tag und eine Trollhöhle

Wir hatten uns den Wecker recht früh gestellt um unseren Wasserfall im Sonnenaufgang genießen zu können. Dank meines warmen Schlafsacks und meiner komfortablen ThermaRest hatte ich gut geschlafen. Über der verschneiten Landschaft die Sonne aufgehen zu sehen war eine wirklich schöne Erfahrung. Zu meinem absoluten Glück fehlte mir nur eine heiße Tasse Tee oder Kaffee. Leider hatten wir es versäumt uns ins Reykjavik eine Gaskartusche zu kaufen, weswegen ich mir diesen Wunsch nicht erfüllen konnte.

In Vík legten wir dann einen Tank und Frühstück Stopp ein und hatten dank endlich etwas besserer Sicht endlich die Möglichkeit uns einen Eindruck zu verschaffen wie die isländische Landschaft an der Südküste eigentlich so aussieht. Kurz gesagt bergig und schroff.

Auf unserem weiteren Weg nach Keflavík legten wir noch einen längeren Stopp am Skógafoss ein, ein weiterer beeindruckender Wasserfall. Komischerweise hatten wir immer noch Lust auf Wasserfälle und ich ließ mich von der Gischt einmal gut durchwaschen.

Außerdem hielten wir kurz am, durch seine Aschewolke berühmten Eyjafjällajökull,  den wir aber leider wegen Nebel nicht sehen konnten.
Später Bogen wir, mehr einer Eingebung folgend auf eine kleine Straße ins Landesinnere ein. Dies bescherte uns gleich drei Highlights: unsere erste Schotterpiste, die kurze Besichtigung eines alten, traditionell gebauten Gehöfts und wunderbare, endlich unverhangene Ausblicke in die Landschaft.

Von unterwegs hatte Theo uns ein B&B in Keflavík gebucht, das Home Guesthouse, was sich als echter Glücksgriff herausstellte, da wir die einzigen Gäste waren und somit das Haus komplett für uns allein hatten. Es verfügt über ein luxuriöses Gemeinschaft Bad, eine ebensolche Küche und sehr gute Betten.
Da es sich um kein klassisches B&B mit festen Frühstückszeiten handelt, sondern einfach in der Küche alle nötigen Dinge in üppiger Menge und Auswahl bereit stehen, würden wir selbst morgens um fünf schon problemlos einen Kaffee bekommen.

Zum Abschluss unserer Tour beschlossen wir abends noch einmal gut essen zu gehen, wozu wir Restaurant direkt am Hafen. IT einem wunderschönen Blick auf die Boote aufsuchen. Von hier aus konnte man auch Keflavíks Troll Höhle sehe. Nach dem Essen trauten wir uns sogar näher an die Höhle heran und konnten das laute schnarchen und die Flatulenzen der Trollfrau hören. Wir beschlossen aber sie besser nicht zu wecken und fuhren in unsere Luxus Unterkunft um noch etwas Schlaf zu bekommen bevor um viertel vor fünf der Wecker klingeln würde.

Abenteuer Island – Tag 1, vom Flughafen in die Stadt

Angekommen in Kevlavik.
Der Flug war sehr angenehm. Der erste Eindruck von Island ist kahl, kalt und windig. Aber was habe ich eigentlich erwartet?
Das Island in meinem Kopf ist grün, vulkanisch, schroff, bergig. So gesehen passt es schon mal ganz gut. Trotzdem ist es doch was anderes diese Wüste dann wirklich vor sich zu sehen. Vor allem das fehlen von jeglichen Bäumen fällt auf.

Am Flughafen steigt man einfach aus, am Gepäckband gibt es einen riesigen duty free laden, man kauft also noch mal ein, schnappt sich das Gepäck und latscht ohne irgendwelche Kontrollen in die Empfangshalle. Dort kauft man sich beim Flybus Schalter ein Ticket und auf geht’s Richtung Reykjavik.

Es sei denn man investiert die knapp 50.- EUR für das Kombiticket mit der legendären Blauen Lagune. Dann hält der Bus unterwegs, man kann sein Gepäck in einer Holzhütte einsperren lassen und gönnt sich das Erlebnis.

Und genau das haben wir getan. Knapp zwei Stunden im heißen Mineralien haltigen und deswegen sehr salzigen Wasser der Lagune. Es ist ein Traum und meiner Meinung nach das Geld wert. Draußen kalt und dunkel, das Wasser dampfend und wohltuend. Großartig. Als besonderes Highlight gibt es sogar eine Bar an der Lagune, so dass man sich während des Badens sogar ein Bier holen kann ohne das Wasser zu verlassen. Quasi ein Paradies. Als Krönung sahen wir im heißen Wasser liegend, ein kühles – erstaunlich gutes – Bier trinkend, unsere ersten Polarlichter. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera zur Hand (wie auch im Wasser) und so muss ich mich bis zur ersten Gelegenheit ein Foto von diesem faszinierenden Schauspiel schießen zu können wohl noch gedulden.

Spezielle Angebote für Gruppen sind problemlos möglich und so würde ich sagen die Lagune ist als Auftakt oder Abschluss eines gelungenen Island Programms gesetzt.

Für uns als Individualreisende geht es im Shuttlebus weiter nach Reykjavik. Der Bus setzt einen sogar direkt am Hostel ab und im Bus gibt es kostenloses, offenenes W-LAN, weswegen ich noch diese Zeilen schreiben kann.

Morgen um viertel vor neun holt uns Hlynur von Snealand mit dem Jeep ab. Ich bin gespannt was uns erwartet.

Abenteuer Island – Tag 1, es geht wirklich los

Heute morgen war es so weit. Es ließ sich nicht mehr leugnen, ich würde tatsächlich in einigen Stunden in Kevlavik aus dem Flugzeug steigen und isländischen Boden betreten. Der Stress der letzten Tage hatte es nicht zugelassen, dass ich mich wirklich darauf einstimmen konnte. Kleines Memo an mich, nie wieder so blöd sein mitten in der Hauptsaison einen Kneipe eröffnen und eine Woche aus dem Büro verschwinden.

Gestern Nacht zwischen zehn und eins morgens hatte ich noch schnell meinen Rucksack gepackt ohne eigentlich wirklich zu wissen was ich brauchen würde. Dementsprechend ist er auch viel zu voll und schwer geworden. Outdoor Klamotten, Wintersachen, warme Unterwäsche und haufenweise Krempel vom Laptop über Ladekabel, Reiseführer, Kamera, etc..
Um eins war ich endlich im Bett und um sieben klingelte schon wieder mein Wecker. Und es ging los.

Doch gehe ich noch einmal einen Schritt zurück. Island?! Warum eigentlich und warum im Winter?
Ok. Wir erweitern unser Angebot um Incentives im Ausland und Island stand auf meiner Liste der Wunschdestinationen ganz oben und da ich ja schlecht etwas verkaufen kann, was ich selbst nicht kenne musste ich wohl hin.
Doch möchte ich keine ausgelutschten 08/15 Programme anbieten, ich möchte etwas was mir auch selbst gefallen würde. Ich möchte das Echte, das Abenteuer. Also darf ich wohl keinen normalen Fam-Trip Island mitmachen und an der Hand eines routinierten Guides die üblichen Spots abklappern.
In dem Punkt waren Theo, mein Abenteuer-Begleiter und ich uns schnell einig. Abenteuer.

Aber wie sollten wir unser Island Abenteuer planen und gestalten? Wie plant man ein Abenteuer?
Nach langem hin und her lag die Antwort auf diese Frage im Grunde auf der Hand und War ganz einfach: Gar nicht. Das abenteuerliche an einem Abenteuer ist, das es nicht geplant ist.

Also entschieden wir uns bis auf die ersten beiden Tage in Reykjavik, die wir mit unseren isländischen Partnern verbringen werden gar nichts zu planen. Wir buchten die Übernachtungen für zwei Tage, einen Mietwagen der jedem Abenteuer gewachsen sein wird, packten Kochgeschirr, Schlafsack und Isomatten mit in die Rucksäcke und beschlossen, es einfach auf uns zukommen zu lassen, im Vertrauen darauf, dass wenn wir erst mal da sind, sich alles ergeben wird.
Im Winter unterwegs zu sein passt sehr gut zu unserem Vorsatz etwas eher außergewöhnliches erleben zu wollen, denn obwohl Island im Winter wunderschön sein soll, sind die meisten Touristen natürlich im Sommer unterwegs. Wir werden jetzt herausfinden ob Island auch in der dunklen Jahreszeit eine Reise wert ist oder ob uns wenig Tageslicht und Kälte schnell die Lust verdirbt.

Nun gut, wenn ich ehrlich bin ist es natürlich nicht ganz so, dass wir gar nichts geplant haben, ich weiß, dass ich heute nachmittag in der Blauen Lagune schwimmen werde und ich weiß, dass Sigga und Hali von Snealand uns am Freitag auf einer Superjeep Tour mitnehmen werden, außerdem hat uns Maria von Elding Whale Watching gestern spontan für  Sonntag auf einen Trip eingeladen. Aber sind wir ehrlich Superjeeps, Gletscher und Wale gehören zu einem ordentlichen Island Programm ja dazu. Und gerade den Golden Circle sollte man als Reiseanbieter schon kennen, somit sind die ersten Tage zwar verplant, aber ich bin mir sicher, dass uns super tolle Erlebnisse erwarten.

Aber zurück zum heutigen Tag. Ohne Frühstück hetzte ich aus dem Haus, hatte ein Taxi bestellt um zum Bahnhof zu kommen und wurde schon auf dem Bürgersteig vor meiner Wohnung wieder in meinem Tatendrang gestoppt. Mein Taxi brauchte 15 Minuten um endlich bei mir zu sein. Gott sei Dank legte der Fahrer einen ordentlichen Zahn zu, so dass ich quasi gerade noch rechtzeitig am Bahnhof ankam. Theo wartete schon und hatte Frühstück besorgt.

Die Bahnfahrt nutzen wir um unsere technische Ausrüstung zu checken, schließlich wollen wir euch möglichst unmittelbar an unserem Trip teilhaben lassen.  Und langsam kam es auch bei mir an. Heute Nachmittag bin ich in Reykjavik.

Check in in Frankfurt war unproblematisch und irgendwie saßen wir deutlich schneller an Bord unserer Iceland Air Maschine als ich gedacht hätte.

Der Service an Bord ist sehr nett, das Entertainmentsystem bietet eine unglaublich große Auswahl an Filmen, Dokus, Musik und Schnick Schnack. Der Kaffee ist für ein Flugzeug richtig gut und ich brenne inzwischen vor Vorfreude auf das was mich erwartet.

Dingle Way – Abflug, Fazit & Tipps

Gegen halb neun sind wir aufgestanden und zum Frühstück. Chris ging noch schnell zum Supermarkt um das Frühstück etwas ausführlicher gestalten zu können. Danach packten wir unsere Sachen und gingen Souvenirs shoppen. Neben typischen Nippes deckte ich mich mit irischem Bier, Cider, Schokolade und Soda Bread ein.

Als rituellen Abschluss des Urlaubs tranken wir ein Bier am Hafen, exakt dort hatten wir mit unserem ersten Outdoor Mittagessen wenige Tage zuvor unser Abenteuer begonnen.

Danach ging es zurück ins Hostel, wo uns „Der Mann mit dem Chris Schild“ wieder mit seinem Taxi abholte und zum Flughafen fuhr. Der Abschied von der Grünen Insel fiel uns allen nicht leicht.

Die Tour war der absolute Hammer und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich kann nur jedem Empfehlen es uns nach zu tun. Und ich selbst hoffe auf eine baldige Wiederholung in ähnlichem Rahmen.

 

Fazit

Der Dingle Way ist eine landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke. Die Versorgung mit Übernachtungsmöglichkeiten ist gut und die Etappen sind auch für ungeübte, aber nicht unsportliche Wanderer gut zu bewältigen.

Einziges Manko aus meiner Sicht ist, dass viele, viele Kilometer über Straßen laufen. Was auf die Dauer anstrengend zu gehen und natürlich auch nicht ganz so schön wie ein Wege in der Natur ist.

Abschließend noch unsere Packlisten Tipps nach erfolgreich absolvierter Tour:

  • Neopren oder wasserdichte Socken. So etwas gibt es für Motorradfahrer. Wenn man so richtig nass wurde ist es einfach ein Segen abends mit trockenen Füßen in den nassen Schuhen unterwegs sein zu können. Außerdem ist es zum Trocknen der Schuhe hilfreich mit der eigenen Körpertemperatur nachhelfen zu können.
  • Neopren Unterhose. Falls man nur eine Hose dabei hat, dann gilt hierfür das Gleiche wie für nasse Schuhe. Wenn die Hose nass und kalt ist, ist es sehr angenehm, wenn wenigstens die Unterhose wärmt.
  • Alternativ kann man sich natürlich auch eine zweite Hose einpacken, je nachdem ob man bereit ist das zusätzliche Gewicht zu tragen.
  • Ein Buff. Die schlauchförmigen Tücher gibt es inzwischen auch aus Merinowolle und haben sich als extrem praktisch erwiesen nicht zuletzt um im pfeifenden Wind die Ohren zu schützen.
  • Flip Flops. Sind leicht und bieten die Möglichkeit abends im Hostel mal was anderes an den Füßen zu haben als die schweren Stiefel.
  • Baumwolle aussortieren. Weiß man eigentlich aber, aber weder Baumwoll T-Shirts noch Socken taugen zum Wandern. Baumwolle kühlt den Körper aus sobald sie nass ist. Und nass wird man oft, sei es durch Schweiß oder Regen.
  • Ausschließlich echte Wollsocken mitnehmen. Diese scheuern weniger und wärmen selbst in durchnässten Schuhen.
  • Gamaschen. Allerdings die lange Variante. Helfen Hosen und Schuhe vor Nässe und Schlamm zu schützen. Von beidem gibt es reichlich.
  • Entgegen meiner ursprünglichen Meinung muss ich jetzt sagen, dass man den Poncho lieber zuhause lässt und sich für eine Regenhose entscheidet. Es ist einfach zu windig als das ein Poncho irgendeinen Sinn machen würde. Außer als Notzelt oder Sitzunterlage zu nützen.
  • Softshell ist unnütz. Als beste Kleiderkombination hat sich je nach eigenem Temperatur Empfinden folgender Zwiebelaufbau erwiesen:
    • Merinowolle Shirt
    • Merinowolle Longsleeve
    • Stretchflesse mit Daumenloch
    • Fleese Jacke
    • Daunen Weste
    • Regenjacke
    • Alle Schichten sind sehr leicht, trocknen Schnell und wärmen optimal. Eine Softshell Jacke braucht, wenn sie einmal nass ist, ewig zum Trocknen.
  • Handschuhe. Wer durch den Stechginster muss weiß warum. Ich habe 4 Wochen nach der Tour immer noch Dornen in der Hand. Außerdem schützen sie auch gegen Regen und Auskühlen.
  • Wer leicht friert sollte eine lange Unterhose aus Wolle einpacken.
  • Meine Wanderhosen Empfehlung ist die Engelbert & Straus Arbeitshose Oregon. Super angenehm zu tragen, leicht, robust, trocknet extrem schnell und lässt sich imprägnieren.
  • Schwere, wirklich wasserdichte Wanderstiefel, zwar fällt das Laufen über den Asphalt schwerer, aber man hat einfach trockenere Füße als in Zustiegsschuhen.
  • Eine Mütze mir Schild. Sehr angenehm bei Sonne und Regen, erst recht wenn man eine Brille trägt.
  • Eine Thermosflasche. Heißer Tee kann eine Offenbarung sein.
  • Hirschtalk. Perfekt um Blasen vorzubeugen oder wundgelaufene Stellen zu schützen.
  • Schuhwachs und eine Bürste für die Stiefel. So kann man, falls nötig zwischendurch bei der Dichtigkeit etwas nachlegen.

Für die Reiseapotheke als unumgänglich haben sich Ibuprofen, Immodium und Kaufmanns Kindersalbe erwiesen.

Noch ein Tipp zum Schluss, wer eine Kofferwaage dabei hat, fragt sich nach dem Shoppen nicht, ob der Grenze der Fluggesellschaft überschreiten wird.

 

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Dingle Way – Tag 5, wir verlaufen uns

Heute lag ein sehr ereignisreicher Tag vor uns. Die Nacht war nicht so erholsam, da die Betten ehrlich gesagt “für den A…” waren! Ich schlief im Stockbett unten, Hanno in dem Bett über mir und wir weckten und gegenseitig bei jeder Bewegung.
Das Frühstück genossen wir recht ausführlich mit einer schönen Aussicht auf das Meer.
Dann ging es los auf unsere letzte Etappe zurück nach Dingle.
Wir hatten vor einen alternativen Weg zu nehmen, um nicht die ganze Strecke entlang der Straße über den Connor Pass laufen zu müssen.
In Cloghane legten wir am Shop gegenüber der Kirche noch einen kurzen Stopp ein und kauften Zivilisationsgüter wie Schokoriegel, Cola, Batterien und Süßgebäck. Ich hatte einen Apfel-Karamell-Muffin, der so mastig war, dass man locker ein ganzes Dorf davon hätte ernähren können. Aber er war großartig.

Ein alter Ire, der gerade dabei war die Kirche von einer Hebebühne aus mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, sprach uns an und wollte uns Tipps für die Strecke geben, allerdings hatte er zuerst nicht recht verstanden welche Richtung wir laufen wollten. Am Ende wünschte er uns, ebenso wie unser Herbergswirt und die Verkäuferin vorher, einfach nur “Good luck!”. Wir wurden schon etwas stutzig, da anscheinend jeder der Meinung war, wir hätten es nötig, doch versuchten wir uns nichts weiter daraus zu machen und machten und frisch gestärkt auf den Weg zum Pass. Die Straße zog sich in einer schier endlosen Geraden durch die Landschaft. Vorbei an einsam gelegenen Häusern und Seen. Am Ende des Tals erwartete uns ein wunderschön gelegender Hof. Zwar waren manche Gebäude verfallen, doch wurde der Hof nach wie vor bewirtschaftet.
In diesem Moment setzte der Regen ein und so suchten wir Schutz im Windschatten eines der verfallenen Häuser. Dort legten wir eine kurze Pause ein und machten uns regenfest. Bzw. versuchten es zumindest.
Der Regen begleitete uns während des gesamten Aufstiegs und entwickelte sich zu einem ausgewachsenen Sturm, so dass, als ich am Scheitel ankam nicht nur meine Schuhe wieder komplett durch waren sonder ich auch wieder bis auf die Unterhose durchnässt wurde. Wieder einmal Memo an mich: Wandern in Irland nur mit Regenhose! Poncho macht einfach keinen Sinn.
Einziger Trost, ich war nicht der einzige der durchnässt war.

Auf dem Pass wehte ein unglaublicher Wind, der einem bei jedem Schritt buchstäblich fast umwarf. So waren wir derart auf das vorwärst kommen konzentriert, dass wir uns ein wenig verlaufen haben und die Querung des Hanges etwas zu tief ansetzen, was dazu führte, dass wir die eigentlich geplante Strecke durch ein Seitental verpassten und ca. zwei Kilometer vom Weg abkamen. Hatten also all die gutgemeinten Wünsche des morgens nichts gebracht.

Es erwartete uns ein abenteuerlicher Abschnitt querfeldein über Heidekraut, vom Regen angeschwollene reißende Bäche und Stechginster – garstiges Zeug, erst jetzt zwei Wochen später habe ich die letzten Stacheln aus meiner Hand entfernt bekommen. Es ging Berg ab, Berg auf über Zäune, durch Sumpf, Moor und Bachbette, also Abenteuer pur. Und obwohl es anstrengend, Nass und schmerzhaft war, haben wir es in vollen Zügen genossen.
Am Ende erreichten wir einen Agrarpfad und über ihn die Straße nach Dingle.

 

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