«Neuigkeiten aus der Agentur»

Am 14. April 2012 jährt sich der Untergang der Titanic zum 100. Mal.  Die Geschichte ist bekannt: Vor 100 Jahren kollidierte der Luxusdampfer auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York City mit einem Eisberg und versank – ein tragisches Ereignis, das viele Mythen hervorgebracht hat und bis heute fasziniert. Die RMS Titanic setzte nicht nur neue Maßstäbe bezüglich Technik in der Dampfschifffahrt, sondern auch, was den Luxus auf großen Schiffen angeht. Besonders der Standard der ersten Klasse sorgt immer noch für große Faszination.

Titanic-Luxus gibt es heute Abend auch im ZDF – bei „Lanz kocht“ werden heute fünf der insgesamt elf Gänge des letzten Menüs der ersten Klasse nachgekocht. Ab 23.30 Uhr im ZDF. Anschauen und sich schonmal Appetit für das Titanic Dinner am 14. April im Saarbrücker Schloss holen! Dort kann man dann das komplette elf-Gänge-Menü inklusive Wasser und Weinen des Weinguts Pethgen-Dahm genießen.

Infos zur Sendung gibt es hier.

Infos zum Titanic-Dinner und zum kompletten Menü findet Ihr unter www.titanic-dinner.info.

USA 2012 – Tag 16. Rückflug

Nun ist meine Reise fast zu Ende, ich sitze im Flugzeug zurück nach Frankfurt und freue mich auf meinen Jetlag morgen.

Da ich vier Stunden Aufenthalt in Philadelphia hatte, habe ich tatsächlich ein Steak & Cheese Sandwich gegessen.  War nicht schlecht. Wie man es halt vom Steak & Cheese Sandwich von Subways kennt.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen US Airways zu loben: Ich hatte einen für sie ungünstigen und für mich unbequemen Sitzplatz (letzte Reihe, Fenster). Dort befindet sich auch die Toilette und der Werkbereich der Stewardessen. Nun haben sie mich gebeten mich auf einen anderen Platz zu setzen. Was ich natürlich gerne getan habe. Als Dankeschön bekam ich ein paar Kopfhörer geschenkt, die nichts taugen, was nichts ausmacht, denn das Soundsystem in dem Flieger taugt auch nichts, selbst mit meinen Kopfhörern verstehe ich den Sound der Filme nicht – aber ich bekam zum Essen noch einen Cabernet ausgegeben, was ich wirklich hoch anrechne! Denn inzwischen kostet Alkohol auf US Airways Flügen tatsächlich Geld (Frechheit 😉 ) und so ein Schlaftrunk vor einem Nachtflug ist nicht das Schlechteste (vor allem, wenn man dem Kinoprogramm nicht folgen kann).

In diesem Sinne wünsche ich eine Gute Nacht und hoffe, dass der ein oder andere tatsächlich mein Tagebuch gelesen hat oder lesen wird und vielleicht sogar einen Nutzen daraus zieht. Ich werde in den nächsten Tagen und nach eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse und Eindrücke posten.

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 15. Das älteste Haus von Charlotte

Eigentlich hatte ich für heute nichts mehr erwartet außer ausruhen und packen, kam dann aber doch anders… Nach einem weiteren touristisch-kulinarischen Attraktion zum Frühstück: Selbst gemachte Pancakes mit Blueberries (Oh Gott ich hätte hunderte essen können), nahm Jay mich mit zu seinen Freunden. Bei uns treffen sich die älteren Herren in ihrer Stammkneipe oder auf einer Bank im Park. In Carolina trifft man sich im Fastfood Laden Bojangels… Ich wurde herzlich willkommen geheißen und Jays Freund Bill bestand sofort darauf dem Gast aus Germany ein verstecktes, fast geheimes Highlight in Charlotte zu zeigen. Charlottes wahrscheinlich ältestes noch stehendes Gebäude. Ein kleines Blockhaus aus den 1780’er Jahren, welches Freunden von Bill seit Generationen gehörte und welches sie vor wenigen Jahren zurück gekauft und dann liebevoll für $35.000 restauriert haben.

Auch dort wurde ich sehr herzlich begrüßt und bekam eine ausführliche private Führung. Toll!

Danach musste ich noch unbedingt die Buffalo Wings in einem bestimmten Diner probieren, dessen Namen ich leider vergessen habe. Die Wings waren mit Jamican Honey Marinade und die definitiv besten Chicken Wings, die ich jemals gegessen hatte. Dummerweise war ich abends noch zum Steak-Essen eingeladen um meinen Abschied zu feiern, ich konnte also nicht völlig hemmungslos zuschlagen.

Steaks gabs beim Australier, somit keine außergewöhnliche Erfahrung, bis auf die Tatsache, dass es eine besondere Vorspeise gab. „Blooming Onions“ Eine aufgefächerte Zwiebel, die in einen Bierteig (oder ähnliches) getunkt und frittiert war. Großartig.

Morgen geht es nun heimwärts. Erst von Charlotte nach Philadelphia und dann von dort nach Frankfurt. In Phili soll ich unbedingt ein Steak `n Cheese Sandwichs essen, das sei dort eine besondere Spezialität. Nun gut, mal sehen…

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 14. Charlotte zu Fuss

Aufgestanden und einen weiteres kulinarisches „must do“ abgehakt. Breakfast mit Country Ham. Dabei handelt es sich um dick geschnittene Scheiben von Schinken, die sehr salzig sind und in der Pfanne angebraten werden. Dazu gabs Southern Biscuits. Deren Brötchen Ersatz. Sehr luftig, süß und leckern.

Danach sind wir zur „Mummies oft he World“ Ausstellung nach Charlotte in die City. Schon witzig, dass man in die USA fliegt um dann Mumien aus deutschen Museen zu bewundern…

Anschließend hatte ich meinen ersten Spaziergang durch die City von Charlotte. Ich bin nach wie vor sehr fasziniert, wie grün Charlotte ist. Selbst die Innenstadt. Die Suburbs sowieso, man hat das Gefühl die Bewohner lebten im Wald.

Den Rest des Tages habe ich auf der Couch verbraucht.

Abends wurde ich mit einer weiteren Regionalen Spezialität beglückt. „Meat Loaf“, von als übergewichtiger Sänger bekannt – ist in ursprünglich ein Hackbraten. Dazu gabs Bohnen und weitere Beilagen. Wie schon gewohnt, sehr sättigend und sehr schmackhaft.

Ich werde wohl mal einen Blog allein über die Küche der Südstaaten schreiben müssen…

Morgen will mich Jay seinen Freunden, den „Old People“ wie er sie liebevoll nennt vorstellen. Ich freu mich drauf.

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 13. Biltmore House

Der Tag begann früh. Vor sieben Uhr aufstehen, duschen und losfahren. Der Weg in die Berge nach Asheville von Chapel Hill dauert ca. 4 Stunden. Das Wetter war eher schlecht, häufiger Regen, trotzdem kamen wir gut voran.

Die Landschaft, die am Auto vorbeizog änderte sich nach und nach, aus einer Ebene mit hohen Pinienbäumen wurde erst ein Hügelland und dann kamen wir in die Smoky Mountains. Das älteste Gebirge der Welt. Deswegen nicht zu vergleichen mit unseren realtiv jungen Alpen. Die Smoky Mountains sind eher rund geschliffen, erodiert. Eine wunderschöne Gegend wie ich finde. Sehr bewaldet mit gemütlichen Siedlungen. Asheville selbst macht einen sehr einladenden Eindruck.

Und dann kamen wir zu Biltmore House. Amerikas bigest home, mit über 250 Zimmern. Errichtet im nirgendwo der Smoky Mointains vom amerikanischen super Reichen George Vanderbilt in der um 1900, in der Gestaltung inspiriert von französischen Châteaus.

Als Vanderbilt das Anwesen baute, um dem Rummel in New York zu entfliehen lies er nicht nur das Gebäude errichten, sondern auch die Landschaft drum herum vom gleichen Landschaftsarchitekten, der auch den Central Park entworfen hatte, umgestalten.

Das Haus ist der Absolute Hammer, ich würde es als touristisches „Muss“ bezeichnen. Leider darf man in den Innenräumen keine Fotos machen, weswegen ich hier keine präsentieren kann.

Zu sehen gibt es auf vier Stockwerken über 40 Räume. Von den Repräsentationsräumen im Erdgeschoss über die Wohnräume der ehemaligen Eigentümer, zu Gästezimmer, Dienstboten Unterkünften, Sporträumen, einem Schwimmbad bis hin zu den Arbeitsräumen und der Küche im Untergeschoss.

Alles ist original ausgestattet und eingerichtet, so dass man sich wirklich in die prächtige Epoche zurück versetzt fühlt und sich das Leben auf Biltmore House bildlich vorstellen kann.

In den Außenanlagen gibt es noch ein Gewächshaus mit wunderbaren Palmen, Blumen und Kakteen, sowie weitere ehemalige Wirtschaftsgebäude, für die wir aber keine Zeit mehr hatten.

Grundsätzlich sollte man für Biltmore House einen ganzen Tag einplanen um am Ende nicht hetzen zu müssen und etwas zu verpassen.

Webseite von Biltmore House

Auf dem Rückweg sind wir über die Landstraße durch die Berge. Vorbei an Chimney Rock, wo „Der letzte Mohikaner“ gedreht wurde und weiter vorbei an Lake Lure, wo „Dirty Dancing“ gedreht wurde.

Eine wunderschöne Gegend, wo man sicherlich sehr gut Urlaub machen kann.

Der Tag endete für mich wieder am Ausgangspunkt meiner Reise. In Charlotte. Morgen und Übermorgen werden eher ruhig. Morgen steht noch ein Ausstellungsbesuch in Charlotte auf dem Programm und am Übermorgen werde ich wohl gar nichts tun außer lesen.

Die Einzelne Tage:

 

USA 2012 – Tag 12. Vitamin Water

Mein Tag beginnt mit Kopfschmerzen. Carbombs sind wirklich „bombing“. Aber dank Donalds Geheimrezept: „Vitamin Water“, ein Wundermittel in Form eines halben Liters einer Art Energy Drink mit Vitaminen und Mineralien, lies sich der Hangover bewältigen (Etikett lesen lohnt).

  Lunch hatten wir im Kill Devil Hills Grill, einem super Diner im sechziger Style. Anschließend sind wir zum Wrights Monument. Leider begann es stark zu regnen und so konnten wir uns nur das Museum anschauen, welches sehr altmodisch war. Die beiden Wirights waren schon echte Spinner und Pioniere. Besessen von einer Idee saßen sie in den Dünen der Outer Banks und tüftelten am ersten aus eigener Kraft, also nicht gleitend, fliegenden Flugzeug. Der erste erfolgreiche Flug dauerte zwar nur 12 Sekunden, war aber der Grundstein an dem eine rasende Entwicklung ihren Anfang nahm.

Auf der Rückfahrt sah es erst zu aus, als hätten wir was die Unwetter angeht Glück, dann traf es uns aber doch so heftig, dass wir die Autobahn verlassen mussten. Der Regen war so stark, dass man die Straße nicht mehr sehen konnte. Die befürchteten Tornados blieben aber aus.

Morgen geht’s dann auf eine weitere lange Tour. Vier Stunden in die Berge um das berühmte Anwesen Biltmore House, der superreichen Familie Vanderbilt mit seinen 250 Zimmer zu besichtigen. Ich bin sehr gespannt!

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 11. Piraten Insel und Irish Carbomb

Heute standen drei Programmpunkte im Kalender: 1. Besuch des Cape Hatteras Lighthouse. 2. Besuch der Insel Ocracoke und dort Besuch des Blackbeard Museum. 3. College Basketball Game Carolina Tar Heels gegen Ohaio im Goombays schauen.

Das Lighthouse war ein schönes Photomotiv. Leider nicht viel mehr, da wir es nicht besteigen konnten. Es hatte noch geschlossen, da wir uns in der off season befanden. Es gab zwar ein kleines Museum, aber das gab nicht allzu viel her. Faszinierend war aber, dass der Leuchtturm vor etwas mehr als zehn Jahren komplett versetzt wurde, da er abzustürzen drohte.

Die 45 minütige Überfahrt nach Ocracoke war wunderschön. Großartiges Wetter. Alles was zum perfekten Glück fehlte waren Liegestühle und ein kühles Bier.

Auf Ocrakoke angekommen wartete eine große Enttäuschung auf uns. Das Blackbeard Museum hatte geschlossen. Off season. Wir machten uns also auf die Insel zu erkunden. Es ist sehr schön dort und mit Sicherheit ein wunderschöner Urlaubsort im Sommer. Aber jetzt gab es nicht viel zu sehen. Auch die Suche nach etwas essbaren gestaltete sich zuerst etwas schwierig. Fündig wurden wir in einem kleinen Restaurant, direkt am Hafen. Und dort habe ich den vielleicht besten Burger meines Lebens gegessen. Black Angus Beef, medium done, mit American Cheese und Bacon. Dazu Chips und ein kleiner Salat. Alles frisch, alles homemade und eine Geschmackseplosion! Großartig. Somit hatte sich der Ausflug in jedem Fall gelohnt.

Abends war ein Basketball Spiel in der College League. Diese Spiele sind sehr populär, da sie sehr spannungsgeladen sind (es wird wohl immer knapp) und viele Teams gegeneinander antreten.

Heute spielten die Carolina Tar Heels gegen die Ohio Budcats. Natürlich waren wir für Carolina und gingen wieder ins Goombays um es im Fernsehen sehen zu können. Das Spiel war sehr spannend und wurde erst in der Nachspielzeit in den letzten Sekunden entschieden. Während und vor allem nach dem Spiel  kam es zu wunderbaren Verbrüderungsszenen der anwesenden Gäste, wie es wohl nur in dem Nationalitäten Schmelzkessel USA passieren kann. Wir waren Locals  (Tätowierte Piraten Nachfahren, mit ziemlich schrägem Dialekt) von den Outer Banks, französisch stämmige Personen, ein irisch stämmiger, ein halb Amerikaner/Deutscher, ein Mexikaner und ich. Die Tar Heels gewannen das Spiel, was natürlich gebührend gefeiert wurde.

Der Koch des Goombays schloss sich der Feier an und ich lernte zwei neue Drinks kennen: „Double Bourbon Ginger“, was selbsterklärend ist. Und obwohl ich eigentlich bisher kein Fan von Bourbin war, muss ich meine Einstellung wohl noch mal überdenken. Der Drink ist vorzüglich.

Der Zweite Drink war „Irish Carbomb“ der etwas verwirrende und in Irland sicherlich nicht gerne gehörte Name umschreibt eine wirklich verheerende Kombination. Ein halbes Glas Guiness, dazu bekommt man ein Whisky Glas halb Jameson, halb Bailys. Das Whisky Glas wird im Guiness versenkt und die Kombination dann sofort in einem Zug getrunken. Es schmeckt ein wenig nach Schokolade. Und macht ziemlich betrunken. Eine Erfahrung, die interessant ist aber nicht unbedingt zu widerholt werden muss.

Auch mir war es möglich meinen Gastgebern etwas Neues beizubringen. Im Goombays hängt ein Schild „Ouer housewine is Jägermeister“. Jägermeister ist den USA ziemlich hipp und dadurch auch teuer ($ 4,5 ein Shot) und so konnte ich einem interessierten Publikum erläutern was der Name Jägermeister bedeutet und woher er kommt.

Der Abend endete mit rührenden Abschiedsszenen. Ich musste fest versprechen wieder zu kommen.

Am Ende war ich froh es ins Bett geschafft zu haben. Morgen werden wir uns das Gebrüder Wright Memorial anschauen und zurück nach Chapell Hill fahren. Es gibt eine Unwetter und Tornado Warnung für die Gegend durch wir zurück fahren. Ich bin gespannt. Meine amerikanischen Begleiter eher etwas besorgt. Mal sehen was passiert.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 10. Die Outer Banks

Heute ging es auf Tour zu den Outerbanks, ein wunderschöner Tag mit strahlendem Sonnenschein. Die meiste Zeit des Tages verbrachten wir allerdings im Auto. Abgesehen von einem kurzen Stopp bei Mc Donalds zum Lunch im Outback von North-East Carolina, dort wo nach Donalds Aussage die Rednex wohnen. Und ja, ich kann das bestätigen, es war wie im besten Filmklischee. Auf dem Parkplatz riesige Pickup-Trucks, teils richtig als  und rostend und im Laden eine handverlesene Auswahl von gescheiterten Gestalten. Vom hellhäutigen Typen mit ärmellosen T-Shirt und farbverklecksten Hosen, Basecap und Sonnenbrand im Nacken bis zur vielpfündigen schwarzen Matrone in viel zu enger Kleidung war alles vertreten.

Für mich war es der erste Mc Donalds Besuch in Amerika und eigentlich wollte ich nicht wirklich etwas Essen, ich begnügte mich also mit einem Iced Mocha (kaum zu genießen) und einem Eis (schmeckt genauso wie bei uns).

Auf der Fahrt bekam ich ein Jahreszeiten typisches Phänomen zu sehen: Wolken von Zedernpollen, die dich wie Nebel über die Landschaft legen und alles gelb färben.

Die Fahrt dauerte knapp vier Stunden von Durham nach Kill Devil Hills (ja, der Ort heißt wirklich so). Die Outer Banks sind der Ostküste vorgelagerte langgezogene Sandbänke, die untereinander mit langen Brücken oder Fähren verbunden sind. Sie sind sehr schmal und sehr lang, nur wenige hundert Meter breit, dafür viele Kilometer lang. Im 18. Jahrhundert dienten die Inseln den Piraten als Unterschlupfe, da sie zwischen den Sandbänken und dem Festland ihre Schiffe perfekt verstecken konnten. So sind die heutigen Bewohner (nicht zu den reichen zugezogenen gehören) Nachfahren der berühmten Piraten, wie z.B. Edward Teach (Blackbeard).

Abends haben wir uns zu einem Absacker in die berühmte Bar Goombays in Kill Devil Hills aufgemacht. Dort gibt es einen speziellen Cocktail, den Goombays Smash. Besteht aus verschiedenen Rumsorten und Fruchtsirup. Süß und gefährlich. Nachdem wir zu zweit zehn getrunken hatten beschlossen wir aus Vernunftgründen aufzuhören, denn am nächsten Tag wollten wir früh das Hotel verlassen und Blackbeards Insel Ocracoke besuchen. Was zwei Stunden Fahrt und eine Fährübersetzung bedeutet.

 

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 9. Echtes BBQ

Der heutige Tag war ein Ausruhtag und trotzdem konnte ich ein weiteres tolles Erlebnis sammeln.

Ich habe lang geschlafen und Dennis und ich waren mit Donald und Diane zum Lunch verabredet. Sie waren der Meinung ich müsste unbedingt ein echtes BBQ versuchen, zwar hatte ich Ihnen erzählt, dass ich schon bei Brita BBQ bekommen hatte und das wir auch in Charleston in einem BBQ waren, aber das hatten sie nicht als „real“ gelten lassen. Und nun weiß ich auch warum:

Wir betraten einen völlig heruntergekommen wirkenden Laden an Rand eines kleinen Städtchens. Innen über und über mit Grafitti beschmiert. Die Einrichtung passte zu 100% zum Klischee was man von einem Diner hat. Irgendwie ungemütlich zwischen Campinmöbel, Kebabrestaurant und spanischer Tapas-Bar. Und dazu alt, abgegriffen und abgenutzt.

In der Luft hing aber ein äußerst Appetit anregender Duft nach geräuchertem Schweinefleisch.

Hinter dem Tresen zwei Schwarze, ein etwas älterer, groß, schlank, ein Schrank von einem Mann mit Tätowierungen am Hals. In seiner Erscheinung zwar das genaue  Gegenstück zu einem deutschen Dorfmetzger oder einer dicken Wurstbuden Matrone hinterm Holzkohlen Grill, aber mindestens genauso vertrauenerweckend wenn es darum geht die eigene Vorfreude auf schmackhafte, fettreiche, hausgemachte fleischliche Gelüste zu wecken. Und er war es auch, der für die Essenausgabe zuständig war. Der zweite mit weißer Schürze, Afro-Frisur und etwas linkisch in seinen Bewegungen war die Kasse und Getränke Ausgabe zuständig.

Ich hatte mich sofort in den Laden verliebt. Total authentisch. Und als mir Dennis noch erzählte, dass sie ihr BBQ selbst räuchern und mir das Smokehouse, direkt neben dem Restaurant zeigte, war es endgültig um mich geschehen.

Dementsprechend bestellte ich auch ein BBQ, also stundenlang geräuchertes Schweinefleisch, was vom Kochen gelöst und mit weiteren Gewürzen gekocht wird. Dazu gab es Hush Puppies, eine art frittiertes Weizenbrot, sowie  Mais und Makkaroni with Cheese. Und ich muss sagen, dass BBQ war der Hammer. Es schmolz auf der Zunge. Delicious!

Anschließend zeigten mit Diane und Donald ihren Arbeitsplatz. Die Duke-University in Durham. Diese wurde in den 1930’er Jahren vom Tabak-Milliardär Mr. Duke komplett im englischen Stil errichtet.

Der ganze Campus erinnert an Hoghwards oder an eine englische Uni oder ein Kloster. Und dass mitten im amerikanischen Süden.

Morgen werden wir zum Meer fahren. Mich erwartet der Ozean, Piraten Unterschlupfe, Leuchttürme und angeblich eine wunder schöne Natur. Ich bin gespannt.

Die Einzelne Tage:

USA 2012 – Tag 8. Das Baseball Game

Der Tag begann richtig gesund. Frühstück mit Blueberrys, Erdbeeren und Yoghurt. Das tat nach all dem, zwar leckeren, aber doch sehr, sehr gehaltvollen Essen der letzten Tage richtig gut.

Allerdings ging der Tag nicht wirklich kalorienschonend weiter. Im Gegenteil, der heutige Tag stand ganz im Zeichen gleich mehrerer „real“ American Expierences.

Zuerst war ich shoppen und erstand zwei echte, uramerikanische Levis Jeans für jeweils $ 29,90. Großartig! Ein echtes Schnäppchen, denn selbst hier kosten sie normalerweise zwichen 40 und 60 Dollar.

Anschließend hatten Dennis, Donald (Dennis‘ Bruder) und ich Lunch bei Chick Fil-a, laut Dennis und Donald der einzige, wirklich gute Fastfood Laden. Außerdem stammt er aus dem Süden und da der Eigentümer der Kette sehr religiös ist, haben die Läden, völlig untypisch für die USA, Sonntags geschlossen. Ich hatte das famous Chick Fil-a Special Deluxe Meal Nr. 2! Und es war awesome!!!!  Ein bisschen mit dem zu vergleichen was wir von KFC kennen, aber viel, viel besser. Als Beilage hatte ucg Waffle Fries, die kennt man zwar auch bei uns, aber bei Chick Fil-a schmeckten sie viel frischer, fast wie selbst gemacht. Absolut eine Empfehlung wert.

Anschließend habe ich die Uni von Chapel Hill besichtigt. Ein wirklich schöner Campus, mit vielen alten Gebäuden und zwei echten Wasserspeiern von der London Bridge – Also der London Bridge, die jetzt in Arizona steht (ist aber eine andere Geschichte). Und dann kam das Highlight:

Damals (in former times) war ich ein großer Fan des Films „Indianer von Cleveland“. Wir improvisierten auf einem Acker in der Nachbarschaft ein Baseball Spielfeld und versuchten mit unseren primitiven, teils improvisierten Mitteln Baseball zu spielen.

Und nun hatte ich die Gelegenheit, das erste Mal in meinem Leben ein echtes Baseball Game zu besuchen. Eine großartige Erfahrung. Ich fühlte mich total authentisch, mit Hot Dog, riesen Coke und einem erfahren Begleiter an meiner Seite, der mir die Regeln und Feinheiten des Spiel erklärte.

Es war ein riesen Spaß. Zwar erscheint Baseball auf den ersten Blick vielleicht ein wenig langweilig, weil es nicht so schnell ist wie Fußball, Rugby oder Hockey (Football lasse ich bewusst, das finde ich total langweilig), dafür ist es aber ein sehr strategisches und abwechslungsreiches Spiel. Allein die Kommunikation zwischen Coach, Pitcher (Werfer) und Catcher (Fänger) zu beobachten macht wirklich Spaß – auch wenn ich natürlich keine Ahnung habe, was dort „besprochen“ wurde.

Was mich wirklich fasziniert hat, war die enorme Anzahl an Bällen die während eines Spiels verloren gehen. Gefühlt waren das mindestens 30-40 Bälle, die, wenn der Schläger nicht richtig trifft (was eher die Regel, wie die Ausnahme ist) steil in die Luft und in oder über die Zuschauer Ränge gehen. Was nicht ganz ungefährlich ist. Denn ein Baseball ist etwas größer wie ein Tennisball, etwas schwerer und hart. Einer der Aufseher erzählte uns, dass vor kurzem ein fehl geschlagener Ball das Auto des Schiedsrichters schwer beschädigt hätte, welches hinter den Zuschauerrängen geparkt war.

Auch wurde während des Spiels einer der Schiedsrichter (der hinter dem Catcher steht und beurteilt ob ein Wurf gut oder schlecht war) von einem Ball im Gesicht getroffen und ging zu Boden.

Dennis erzählte mir noch, dass das Stadion in Chapel Hill vom Besitzer der New York Yankees  gesponsert wurde weil dessen Tochter in Chapel Hill studiert hat (oder so, ich hoffe ich erinnere mich richtig) und das deswegen die Yankees einmal im Jahr, unangekündigt und geheim, in Chapel Hill gegen die College Mannschaft spielen , was natürlich jedes Mal ein riesen Event ist.

Am Ende wurde das Spiel nach dem 6. Inning abgebrochen, da ein Gewitter aufzog. Und da im Amateurbaseball mit Metallschlägern gespielt wird, gilt es als zu gefährlich bei Gewitter weiter zu spielen.

Als krönender Abschluss des Tages gab es ein weiteres American Highlight: Dinner bei Donald und Diane mit echten Ribs and Baby Ribs und dazu Lima-Beans. Großartig. Unglaublich zartes Fleisch mit einerglaublich schmackhaften hausgemachten Soße auf Honigbasis.

Morgen liegt ein ruhiger Tag vor mir und übermorgen werden wir für drei Tage ans Mehr zu den Outerbanks fahren. Ich bin sehr gespannt.

Entschuldigt bitte die Qualität der Baseball Bilder. Ich habe hier keine Möglichkeit zur Bearbeitung.

 

Baseball Regeln für Anfänger:

Grundsätzlich gibt es zwei Team, die jeweils im Wechsel auf angreifen und verteidigen. Angreifen bedeutet, man versucht den Ball möglichst so zu schlagen, dass er für die Verteidiger nur schwer und am besten gar nicht zu erreichen ist. Naürlich darf sich der Ball dabei nur in den festgelegten Grenzen des Spielfeldes bewegen. Wenn man der Ball in der Luft ist, versucht der Schläger rennend eines der vier Bases zu erreichen. Wird der Ball aus der Luft gefangen oder wird er mit dem Ball, nachdem er gefangen wurde, berührt ist er draußen und muss wieder auf die Bank.

Läuft ein Schläger alle vier Bases ab, erhält seine Mannschaft einen Punkt. Somit ist Baseball das einzige Ballspiel, bei dem Punkte sammelt, wenn man den Ball nicht hat.

Aufgabe der Verteidiger ist es, zu verhindern, dass die Angreifer ihre Schläger durch alle vier Bases bekommen. Das können sie auf zwei Arten. Zum einen in dem ihr Werfer versucht den Ball so zu werfen, dass der gegnerische Schläger nicht trifft, zum anderen, für den Fall das der Ball geschlagen wurde, diesen zu fangen und somit den laufenden Schläger vom Feld zu schicken. Natürlich ist das nur die Kurzform und nicht vollständig!

Sobald entweder der Werfer vier Fehler gemacht hat oder drei Schläger vom Feld geschickt wurden, wird gewechselt und die Angreifer werden zu Verteidigern und umgekehrt. Eine solche Runde nennt man Inning und gespielt werden in der Regel neun Innings.

 

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