«Neuigkeiten aus der Agentur»

Endlich meine Island Fotos…

Nachdem ich im November mit Theo dank unserer Partner Iceland Air und Snaeland einen 7 Tagestripp nach Island machen durfte (den Blog dazu findet ihr hier) habe ich vor endlich meine unglaubliche Menge an Fotos zu sortieren und Euch zeigen zu können.

Wie manche von Euch wissen kam mir die Eröffnung unseres Criminal Tearooms & Pub, der Baker Street dazwischen.

Heute hatte ich nun nach mehr als einem halben Jahr endlich die Gelegenheit damit zu beginnen. Nun sitze ich seit Stunden am Rechner, höre Sigur Ros und schwelge in Erinnerungen an die winterliche Vulkaninsel.

Hier hab ich eine kleine Auswahl des heutigen Tagwerks in niedriger Auflösung für euch zusammen gesucht. Das gesamte Ergebnis könnt ihr, wenn ich fertig bin, in meinem Fotoblog www.julian.blomann.net besichtigen.

Kleine Anmerkung noch zur neuen Sigur Ros CD mit Namen „Kveikur“; die ist auch richtig gut!

Abenteuer Island – Tag 7, der letzte Tag und eine Trollhöhle

Wir hatten uns den Wecker recht früh gestellt um unseren Wasserfall im Sonnenaufgang genießen zu können. Dank meines warmen Schlafsacks und meiner komfortablen ThermaRest hatte ich gut geschlafen. Über der verschneiten Landschaft die Sonne aufgehen zu sehen war eine wirklich schöne Erfahrung. Zu meinem absoluten Glück fehlte mir nur eine heiße Tasse Tee oder Kaffee. Leider hatten wir es versäumt uns ins Reykjavik eine Gaskartusche zu kaufen, weswegen ich mir diesen Wunsch nicht erfüllen konnte.

In Vík legten wir dann einen Tank und Frühstück Stopp ein und hatten dank endlich etwas besserer Sicht endlich die Möglichkeit uns einen Eindruck zu verschaffen wie die isländische Landschaft an der Südküste eigentlich so aussieht. Kurz gesagt bergig und schroff.

Auf unserem weiteren Weg nach Keflavík legten wir noch einen längeren Stopp am Skógafoss ein, ein weiterer beeindruckender Wasserfall. Komischerweise hatten wir immer noch Lust auf Wasserfälle und ich ließ mich von der Gischt einmal gut durchwaschen.

Außerdem hielten wir kurz am, durch seine Aschewolke berühmten Eyjafjällajökull,  den wir aber leider wegen Nebel nicht sehen konnten.
Später Bogen wir, mehr einer Eingebung folgend auf eine kleine Straße ins Landesinnere ein. Dies bescherte uns gleich drei Highlights: unsere erste Schotterpiste, die kurze Besichtigung eines alten, traditionell gebauten Gehöfts und wunderbare, endlich unverhangene Ausblicke in die Landschaft.

Von unterwegs hatte Theo uns ein B&B in Keflavík gebucht, das Home Guesthouse, was sich als echter Glücksgriff herausstellte, da wir die einzigen Gäste waren und somit das Haus komplett für uns allein hatten. Es verfügt über ein luxuriöses Gemeinschaft Bad, eine ebensolche Küche und sehr gute Betten.
Da es sich um kein klassisches B&B mit festen Frühstückszeiten handelt, sondern einfach in der Küche alle nötigen Dinge in üppiger Menge und Auswahl bereit stehen, würden wir selbst morgens um fünf schon problemlos einen Kaffee bekommen.

Zum Abschluss unserer Tour beschlossen wir abends noch einmal gut essen zu gehen, wozu wir Restaurant direkt am Hafen. IT einem wunderschönen Blick auf die Boote aufsuchen. Von hier aus konnte man auch Keflavíks Troll Höhle sehe. Nach dem Essen trauten wir uns sogar näher an die Höhle heran und konnten das laute schnarchen und die Flatulenzen der Trollfrau hören. Wir beschlossen aber sie besser nicht zu wecken und fuhren in unsere Luxus Unterkunft um noch etwas Schlaf zu bekommen bevor um viertel vor fünf der Wecker klingeln würde.

Abenteuer Island – Tag 6,  Schneechaos und Eisberge

Heute morgen sind wir in der Hoffnung auf besseres Wetter und vor allem bessere Sicht früh aufgestanden, in unserem Spukhostel war noch alles still und so schlichen wir uns nach einem kurzen Frühstück aus dem Haus.

Unser erstes Ziel waren die berühmten schwarzen Strände. Leider hatte sich unsere Hoffnung auf besseres Wetter nicht erfüllt und so stiegen wir gut gegen eingepackt aus dem Auto. Der Strand war beeindruckend. Schroff ins Meer abfallende Klippen, kleine Höhlen, tosenden Meer und das alles an einem schwarzen Strand. Besonders der farbliche Kontrast zwischen weißer Gischt und schwarzem Strand war faszinierend.
Am gleichen Strand konnten wir noch etwas offroad feeling genießen. Eine Piste führte über den Sand hinaus auf eine Landzunge, die Gelegenheit ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Anschließend ging zurück auf die Straße unserem Tagesziel der Eisberg Lagune entgegen. Unterwegs gönnten wir uns noch ein Mittagessen in einer stilechten Tankstelle, die mich irgendwie an das erinnerte was man aus Dokus aus Alaska kennt. Was aber auch daran gelegen haben mag, dass es inzwischen kräftig zu schneien begonnen hatte.

Kurz hinter der Tankstelle trafen wir mehr zufällig auf einen kleine. Wasserfall, der an einem verlassenen Gehöft gelegen war. Da zu diesem Zeitpunkt schon abzusehen war, dass wir heute würden im Auto schlafen müssen, merkten wir den Platz dafür schon einmal vor. Er war geschützt gelegen und machte auf uns den Eindruck, dass wir hier niemanden stören würden. Ich markierte die Stelle auf meiner Karte, was sich noch s sehr weise herausstellen sollte.

Weiter ging es durch das immer heftiger werdende Schneetreiben der Lagune entgegen. Ich saß am Steuer und war wirklich froh, dass wir einen ordentlichen Allrad gemietet hatten, nicht dass die Fahrt nicht auch mit einem anderen Auto möglich gewesen wäre, aber so war sie deutlich entspannter.

Am späten Nachmittag kamen wir an unserem Ziel an und ich muss wirklich sagen,  dass sich die Fahrt gelohnt hatte. Es ist wirklich ein faszinierendes Schauspiel wie sich die großen Eisbrocken vom Gletscher dem Mehr entgegen wälzen. Und obwohl wir nach wie vor eine sehr eingeschränkte Sicht hatten war das Farbenspiel des Eises toll anzusehen und löste bei Theo und mir eine wahre Fotowut aus. Mich erinnerte die Szenerie an das berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich, nur mit mehr Blautönen.

Im letzten Licht des Tages traten wir die Rückfahrt an, wir wollten unseren letzten Tag etwas entspannen und deswegen schon eine. Teil der zu fahrenden Strecke Richtung Keflavík zurücklegen um so noch die Möglichkeit zu haben Abstecher einlegen zu können.

Im Schneesturm waren wir ohne die vorher gesetzte Markierung an unserer mittags ausgesuchten Lagerstätte glatt vorbei gefahren, doch das GPS bewahrte uns vor dem Fehler.

Der Platz hatte auch im Dunkeln seinen ganz eigenen Zauber und so machten wir es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich.

Abenteuer Island – Tag 5, Raus aus der Stadt

Heute ging es endlich raus aus der Stadt und rauf auf die Straße. Hierzu nahmen wir den kostenlosen Pick Up Service unseres Auto Vermieter in Anspruch, was sich schnell als weise Entscheidung herausstellte, da der Vermieter doch deutlich außerhalb der City beheimatet war.
Mit der Übergabe des Autos, ein Ford Explorer mit 7 Sitzen, selbstverständlich Allrad und allem weiteren Schnick Schnack den man sich nur vorstellen kann, klappte völlig problemlos.
Anschließend legten wir noch einen kurzen Stopp im Shopping Zentrum ein um eine Prepaid Karte fürs Internet zu kaufen und starteten auf die Ringstraße Richtung Vík.
Es regnete aus Kübeln, trotzdem war es schön die Landschaft genießen zu können. Leider zog der Himmel recht schnell zu und es wurde sehr neblig so dass wir am Ende leider von der Landschaft nicht mehr viel sehen konnten.
Unterwegs legten wir einen Halt an einem beeindruckenden Wasserfall ein. Beeindruckend nicht nur wegen seiner Höhe und der schieren Macht mit der das Wasser herunter kracht, sondern auch weil die Gischt weite Teile der Umgebung mit einer dicken Eisschicht überzogen hatte. Es sah aus wie aus einem Märchen.

Leider waren wir von der Gischt und dem Regen total durchnässt, so dass wir, als wir in Vík angekommen waren beschlossen doch lieber ein Hostel aufzusuchen als im Auto zu pennen. Obwohl unser Wagen mehr als genug Platz dafür bieten würde.

Leider war das offizielle Hostel, welches wir im Reiseführer gefunden hatten schon ausgebucht, so dass wir an ein anderes verwiesen wurden welches wir nach kurzem suchen auch fanden.

Dort öffnete uns eine dunkelhaarige Frau mit osteuropäischen Akzent, sie hätten ein Zimmer für uns frei und dieses war sogar recht günstig. Allerdings verwunderte dies nicht wirklich. In dem Hostel schien die Zeit vor fünfzig Jahren stehen geblieben zu sein. Es hatte etwas von Bates Hotel und war sehr spooky.
Wir hoffen, dass das Wetter morgen ein wenig besser wird, damit wir auch etwas von der Landschaft sehen können und nicht nur durch den Nebel fahren müssen.

Abenteuer Island – Tag 4, Whale Watching

Heute ist Whale Watching Tag, morgens nach einem guten Frühstück  genossen wir den strahlenden Sonnenschein und die uns verbleibende Zeit bis wir vom Bus von Elding abgeholt werden sollten indem wir einen kleinen Spaziergang machten.

Dabei besuchten wir die Halgrimskirka bei Tag und bei Tageslicht ist sie kein bisschen weniger beeindruckend. Gerade Blick vom Turm herunter auf die Stadt ist unglaublich. Anschließend suchten wir die Tourinformation auf um zu fragen wo wir eine SIM-Karte für mobiles Internet kaufen könnten und uns Tipps abzuholen welche Straßen man zu jetzigen Jahreszeit, außer der Ringstraße, noch befahren könnte. Schließlich haben wir uns einen echten, großen Ford Explorer Allrad gemietet und hatten eigentlich vor diesen auch zu nutzen und auf etwas anspruchsvolleren Straßen als der Ringstraße genießen zu können.

Unangenehmerweise mussten wir uns für diesen Plan auslachen lassen und so sieht es wohl so aus, dass vor uns die Ringstraße liegt mit wenig anderen Möglichkeiten. Nichts desto trotz soll diese sehr schön sein und wir freuen uns auf die Straße.

Gegen halb eins wurden wir schließlich von einem Bus abgeholt. Anschließend mussten wir unsere Reservierung gegen Tickets tauschen und bestiegen einen Reisebus mit diesem con Reykjavik nach Grindavík zu fahren. Dort wurden in den letzten Tagen mehr Wale gesichtet und so hatten wir eine höhere Chance auch welche zu sehen zu bekommen.

Abholung, Check in und Transfer verliefen völlig problemlos und so konnten wir schließlich in Grindavík, bei bestem Sonnenschein  unser Boot besteigen und starten.

Wir hatten eine sehr schöne Tour bei grandiosem Wetter mit herrlichen Aussichten auf die Küste. Unser Tourguide erklärte quasi jeden Vogel und so wurde es auch nicht langweilig.

Es gab eine Bar an Bord mit heißen und kalten Getränken, sowie wärmende Overalls für alle die zu kalt angezogen waren. Wer ganz verfroren war konnte sich auch gleich unter Deck im Warmen aufhalten und das Meer aus dem Fenster beobachten – was Theo und ich natürlich nicht taten.

Zu sehen bekamen wir einige Schweinswale und ganz am Ende der Tour noch einige Delphine, die uns in den Sonnenuntergang begleiteten.

Da es sich bei dem Sigur Rós Konzert um eine Art nationales Ereignis handelte wurde sogar die Tour etwas früher beendet, so dass alle rechtzeitig bei dem Konzert sein konnten.

Selbst der Shuttlebus änderte seine übliche Route und brachte alle, die dies wollten, als letzte Station direkt zum Konzert.

Wir hatten aber einiges an Krempel dabei, Kamera Rucksack und Kamera Tasche, sowie einen weiteren Rucksack mit Kram, was wir nicht alles mit aufs Konzert schleppen wollten. Wir hatten Glück, der Busfahrer lies uns nur 3 Minuten von unserem Apartment aus dem Bus springe, so dass wir uns schnell umziehen konnten und unsere Taschen abstellten.

Dann gingen wir los um uns irgendwo ein Taxi zu suchen, dieses fuhr uns quasi über die Füße, so dass wir absolut rechtzeitig beim Konzert ankamen.

Konzerte laufen anscheinend in Island etwas anders als man es aus Deutschland kennt. Keine Sicherheitskontrolle am Eingang, Bier aus Dosen und dadurch, dass es keine Kontrollen gibt kann sich eh jeder mitbringen was er möchte.

Die Band sollte um 19:00 Uhr beginnen, leider taten sie das nicht und ließen die Fans über eine Stunde warten. Der Saal war komplett überheizt (wie in Island wohl üblich) und so wurde die Wartezeit zur Qual.

Kurz nach acht gings dann endlich los. Das Konzert war sehr beeindruckend. Klanggewaltig mit großartigen, absolut überformatigen Visualisierungen. Ein tolles Erlebnis.

Abenteuer Island – Tag 3, Stadterkundungen und Füße hochlegen

Heute morgen hatten wir etwas länger geschlafen, da wir am Abend vorher etwas Festival Luft geschnuppert und dabei auch das ein oder andere Bier genossen hatten.
Wie ja schon mitgeteilt mussten wir heute umziehen und so packten wir nach einem ausgiebigen und guten Frühstück unsere Sachen zusammen und nahmen ein Taxi zu unserer neuen Bleibe einem Apartmenthaus mitten in der City. Nicht nur dass wir großes Glück hatten aufgrund des Festivals überhaupt noch eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen, wir haben sogar eine ideale Bleibe gefunden.

Nachdem wir eingezogen waren machten wir uns auf den Weg Reykjavik zu Fuß zu erkunden. Des Wetter war ziemlich windig und kalt, trotzdem machte es Spaß sich die Stadt zu „erlaufen“ ich finde, dass man nur so ein Gefühl für eine Stadt bekommt.
Auf dem Weg holten wir auch gerade unsere Konzertkarten für das Sigur Rós Konzert morgen abend ab.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit schreiben, Fotos sortieren und recherchieren was wir die nächsten Tage über tun würden. Dabei stellten wir leider fest, dass aufgrund des Winters alle interessanten F-Straßen, also die Straßen für die man einen 4×4 braucht, geschlossen sind und uns wohl nichts anderes übrig bleiben wird als auf der Ringstraße zu bleiben.

Diese Erkenntnis werden wir uns morgen noch in der Tourismus Information bestätigen lassen. Vlt. haben die ja noch einen Tipp für uns.

Nach einem kurzen Absacker in der City gingen wir früh zu Bett um für den morgigen Whale Watching Ausflug mit Elding fit zu sein.

Abenteuer Island – Tag 2, zuviel zum Erzählen

Heute hatten wir mit Hlynur, dem Inhaber unserer isländischen Partner Firma eine Superjeep Tour unternommen. Das war so großartig, dass sich das Erlebnis erst einmal setzen muss bevor ich dazu schreiben kann.
Deswegen bringe ich euch nur schnell auf den neuesten Stand was uns noch so passiert ist.

Aktuell ist in Reykjavik das Iceland Airwaves Festival, was wir irgendwie gar nicht realisiert hatten. Außerdem wurde spontan aus unserem für Sonntag geplanten kurzen Whale Watching Ausflug eine ganze Tages Tour.

Das bedeutete für ein paar einschneidende Änderungen:
1. Wir wollen natürlich etwas vom Festival mitbekommen
2. Wir mussten unseren Mietwagen umbuchen und es geht erst Montag los in den Süden
3. Aufgrund des Festivals ist es quasi unmöglich spontan ein Zimmer in Reykjavik zu finden um bis Montag bleiben zu können

Das Ergebnis sieht so aus: Mietwagen umbuchen war kein Problem. Tickets für das Festival sind ausverkauft, aber Tickets für das große Sigur Ros Konzert am Sonntag konnten wir klar machen und mit unverschämt viel Glück haben wir, trotz Festival, auch ein Apartment mitten in der City klar gemacht und müssen so nicht draußen schlafen. Es lebe das Internet!

Alles ist gut und bleibt spannend. Den Erlebnisbericht Superjeep Tour gibt es morgen sobald ich Muse hatte und Zeit ihn zu schreiben.

Abenteuer Island – Tag 2 Nachtrag, die Superjeep Tour

Wie versprochen hier der nachgeholte Bericht über unsere großartige Tour mit dem Superjeep. Hlynur, einer der beiden Inhaber unserer isländischen Partner Firma Snaeland holte uns morgens um 8.45 Uhr an unserer Unterkunft mit seinem Superjeep, einem umgebauten Nissan ab und nahm uns mit auf eine Tagestour in den Golden Circle.

Geplant war eine Rundtour, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Raum Reykjavik mit dem Highlight einer Snowmobiltour auf dem nahegelegenen Gletscher.

Das Wetter hatte aber Anderes mit uns vor. Sturm in Island mit Windgeschwindigkeiten über 40 Meter/Sekunde machten es nötig unsere Pläne anzupassen. Zwar war wegen des Wetters der Gletscher gesperrt und so mussten wir leider auf unsere Snowmobilfahrt verzichten, dafür zauberte Hlynur aber noch einen ganz besonderen Spaß aus aus dem Ärmel. Aber der Reihe nach.

Erster Stopp unserer Tour war die Autowerkstatt, bei der Snaeland seine Autos bauen lässt. Superjeeps sind aufgemotzte Geländewagen. Sie bekommen dickere Bereifung, werden aufgefedert, erhalten einen besonderen Unterbodenschutz, stärkere Getriebe und Zusatztanks. Die Umrüstung kostet im Grunde fast genauso viel wie die Anschaffung des Ursprungsfahrzeugs.

Auf der Fahrt zur Werkstatt zeigte das Wetter schon was es drauf hatte, die Fahrt vorbei an der Kaimauer von Reykjavik schon ein Erlebnis für sich. Meterhohe Brecher schlugen an die Küste und verwandelten die Straße in eine Art Salzwasser-Waschstraße.

Unser zweiter Halt sollte die Thingstätte sein. Der Ort an dem früher das isländische Parlament zusammentrat ist nicht nur kulturhistorisch sondern auch geologisch und landschaftlich eine Sehenswürdigkeit, da hier die europäische und amerikanische Kontinentalplatte aufeinander treffen.

Ich sagte es eben, die Thingstätte sollte unser nächster Halt sein, daraus ergibt sich schon klar, dass sie es nicht war, denn auf dem Weg dorthin war der Wind so stark, dass Hlynurs Thule Dachbox abgerissen wurde und in Einzelteile zerlegt davon flog. Wir also kehrt gemacht, aus dem Auto gesprungen und im Wind, der einen buchstäblich von den Beinen holte die Trümmer eingesammelt.

Bei der Thingstätte angekommen stiegen wir aus, genossen den Blick, machten Fotos und ließen uns von dem unglaublichen Sturm durchpusten, ich finde es immer wieder beeindruckend, wenn Wind so stark ist, dass man sich buchstäblich rein legen kann ohne umzufallen.

Island im Winter ist wirklich mal eine Gelegenheit all die heißgeliebten und leider zu oft eher unnötigen Funktionsklamotten auch zu tragen ohne sich dabei irgendwie overdressed zu fühlen.

Nach der Thingstätte, isländisch übrigens Þingvellir (das vorne ist eine th, ähnlich wie im englischen) fuhren wir weiter zum Geysir, dem Namensgeber für alle Geysire auf der Welt.

Der große Geysir ist zwar im Moment nicht mehr aktiv, aber sein kleiner Bruder spukt noch fleißig alle 5-8 Minuten heißes Wasser. Und auch wenn der Wind die Fontäne natürlich schnell verweht hatte, war das Schauspiel absolut faszinierend und beeindruckend. Eine wirklich bleibende Erinnerung.

Von dort ging es weiter zum berühmten Gullfoss Wasserfall. Jetzt habe ich schon ein paar Wasserfälle, auch große, in meinem Leben gesehen und so war ich anfangs der irrigen Meinung, was uns erwarten würde, würde sicherlich schön und spektakulär aber im Grunde halt „nur“ ein Wasserfall. Weit gefehlt. Der Gullfoss, ist ein Naturschauspiel von wirklich überwältigender Faszination. Gerade jetzt im Winter, wenn man den Wasserfall fast für sich allein hat und kaum andere Touristen unterwegs sind. Es erwartet einen ein Gesamtkunstwerk aus Wasser, Gischt, Nebel, Eis in ganz unwirklichen Farben. Dazu hatten wir aufgrund des inzwischen tobenden Sandsturms noch ein völlig außergewöhnliches Licht. Alles in allem atemberaubend.

Im Visitorcenter des Gullfoos legten wir eine kleine Mittagspause ein und brachen auf zum Gletscher. Hlynur hatte Bekannte getroffen, die ihn schon vorgewarnt hatten, dass es wohl nicht so einfach werden würde, doch wir wollten es versuchen. Leider wurde der Sandsturm immer schlimmer und schüttelte selbst den mächtigen Superjeep kräftig durch, so dass wir, wie schon erwähnt, den Versuch zum Gletscher zu kommen abbrachen und umkehrten.

Der besondere Spaß, den Hlynur jetzt aus dem Hut zauberte war eine großartige Straße durch einen zugefrorenen Fluss mit extrem steilen Anstiegen, schneebedecktem Schotter und  allem was MANN sich sonst noch wünscht. Es war der Hammer! Ein riesen Spaß für große Jungs.

Als etwas ruhigeren Abschluss des Tages führte Hlynur uns noch in eine Lavahöhle. Höhlenerkunden vom Feinsten. Enge Stellen zum Kriechen, totale Dunkelheit, totale Stille. Ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis zum Ausklang eines unglaublich erlebnisreichen Tages.

Langsam nimmt auch ein besonderes Programm in meinem Kopf Form an. Arbeitstitel: „Island für Kerle“.

Abenteuer Island – Tag 1, vom Flughafen in die Stadt

Angekommen in Kevlavik.
Der Flug war sehr angenehm. Der erste Eindruck von Island ist kahl, kalt und windig. Aber was habe ich eigentlich erwartet?
Das Island in meinem Kopf ist grün, vulkanisch, schroff, bergig. So gesehen passt es schon mal ganz gut. Trotzdem ist es doch was anderes diese Wüste dann wirklich vor sich zu sehen. Vor allem das fehlen von jeglichen Bäumen fällt auf.

Am Flughafen steigt man einfach aus, am Gepäckband gibt es einen riesigen duty free laden, man kauft also noch mal ein, schnappt sich das Gepäck und latscht ohne irgendwelche Kontrollen in die Empfangshalle. Dort kauft man sich beim Flybus Schalter ein Ticket und auf geht’s Richtung Reykjavik.

Es sei denn man investiert die knapp 50.- EUR für das Kombiticket mit der legendären Blauen Lagune. Dann hält der Bus unterwegs, man kann sein Gepäck in einer Holzhütte einsperren lassen und gönnt sich das Erlebnis.

Und genau das haben wir getan. Knapp zwei Stunden im heißen Mineralien haltigen und deswegen sehr salzigen Wasser der Lagune. Es ist ein Traum und meiner Meinung nach das Geld wert. Draußen kalt und dunkel, das Wasser dampfend und wohltuend. Großartig. Als besonderes Highlight gibt es sogar eine Bar an der Lagune, so dass man sich während des Badens sogar ein Bier holen kann ohne das Wasser zu verlassen. Quasi ein Paradies. Als Krönung sahen wir im heißen Wasser liegend, ein kühles – erstaunlich gutes – Bier trinkend, unsere ersten Polarlichter. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera zur Hand (wie auch im Wasser) und so muss ich mich bis zur ersten Gelegenheit ein Foto von diesem faszinierenden Schauspiel schießen zu können wohl noch gedulden.

Spezielle Angebote für Gruppen sind problemlos möglich und so würde ich sagen die Lagune ist als Auftakt oder Abschluss eines gelungenen Island Programms gesetzt.

Für uns als Individualreisende geht es im Shuttlebus weiter nach Reykjavik. Der Bus setzt einen sogar direkt am Hostel ab und im Bus gibt es kostenloses, offenenes W-LAN, weswegen ich noch diese Zeilen schreiben kann.

Morgen um viertel vor neun holt uns Hlynur von Snealand mit dem Jeep ab. Ich bin gespannt was uns erwartet.

Abenteuer Island – Tag 1, es geht wirklich los

Heute morgen war es so weit. Es ließ sich nicht mehr leugnen, ich würde tatsächlich in einigen Stunden in Kevlavik aus dem Flugzeug steigen und isländischen Boden betreten. Der Stress der letzten Tage hatte es nicht zugelassen, dass ich mich wirklich darauf einstimmen konnte. Kleines Memo an mich, nie wieder so blöd sein mitten in der Hauptsaison einen Kneipe eröffnen und eine Woche aus dem Büro verschwinden.

Gestern Nacht zwischen zehn und eins morgens hatte ich noch schnell meinen Rucksack gepackt ohne eigentlich wirklich zu wissen was ich brauchen würde. Dementsprechend ist er auch viel zu voll und schwer geworden. Outdoor Klamotten, Wintersachen, warme Unterwäsche und haufenweise Krempel vom Laptop über Ladekabel, Reiseführer, Kamera, etc..
Um eins war ich endlich im Bett und um sieben klingelte schon wieder mein Wecker. Und es ging los.

Doch gehe ich noch einmal einen Schritt zurück. Island?! Warum eigentlich und warum im Winter?
Ok. Wir erweitern unser Angebot um Incentives im Ausland und Island stand auf meiner Liste der Wunschdestinationen ganz oben und da ich ja schlecht etwas verkaufen kann, was ich selbst nicht kenne musste ich wohl hin.
Doch möchte ich keine ausgelutschten 08/15 Programme anbieten, ich möchte etwas was mir auch selbst gefallen würde. Ich möchte das Echte, das Abenteuer. Also darf ich wohl keinen normalen Fam-Trip Island mitmachen und an der Hand eines routinierten Guides die üblichen Spots abklappern.
In dem Punkt waren Theo, mein Abenteuer-Begleiter und ich uns schnell einig. Abenteuer.

Aber wie sollten wir unser Island Abenteuer planen und gestalten? Wie plant man ein Abenteuer?
Nach langem hin und her lag die Antwort auf diese Frage im Grunde auf der Hand und War ganz einfach: Gar nicht. Das abenteuerliche an einem Abenteuer ist, das es nicht geplant ist.

Also entschieden wir uns bis auf die ersten beiden Tage in Reykjavik, die wir mit unseren isländischen Partnern verbringen werden gar nichts zu planen. Wir buchten die Übernachtungen für zwei Tage, einen Mietwagen der jedem Abenteuer gewachsen sein wird, packten Kochgeschirr, Schlafsack und Isomatten mit in die Rucksäcke und beschlossen, es einfach auf uns zukommen zu lassen, im Vertrauen darauf, dass wenn wir erst mal da sind, sich alles ergeben wird.
Im Winter unterwegs zu sein passt sehr gut zu unserem Vorsatz etwas eher außergewöhnliches erleben zu wollen, denn obwohl Island im Winter wunderschön sein soll, sind die meisten Touristen natürlich im Sommer unterwegs. Wir werden jetzt herausfinden ob Island auch in der dunklen Jahreszeit eine Reise wert ist oder ob uns wenig Tageslicht und Kälte schnell die Lust verdirbt.

Nun gut, wenn ich ehrlich bin ist es natürlich nicht ganz so, dass wir gar nichts geplant haben, ich weiß, dass ich heute nachmittag in der Blauen Lagune schwimmen werde und ich weiß, dass Sigga und Hali von Snealand uns am Freitag auf einer Superjeep Tour mitnehmen werden, außerdem hat uns Maria von Elding Whale Watching gestern spontan für  Sonntag auf einen Trip eingeladen. Aber sind wir ehrlich Superjeeps, Gletscher und Wale gehören zu einem ordentlichen Island Programm ja dazu. Und gerade den Golden Circle sollte man als Reiseanbieter schon kennen, somit sind die ersten Tage zwar verplant, aber ich bin mir sicher, dass uns super tolle Erlebnisse erwarten.

Aber zurück zum heutigen Tag. Ohne Frühstück hetzte ich aus dem Haus, hatte ein Taxi bestellt um zum Bahnhof zu kommen und wurde schon auf dem Bürgersteig vor meiner Wohnung wieder in meinem Tatendrang gestoppt. Mein Taxi brauchte 15 Minuten um endlich bei mir zu sein. Gott sei Dank legte der Fahrer einen ordentlichen Zahn zu, so dass ich quasi gerade noch rechtzeitig am Bahnhof ankam. Theo wartete schon und hatte Frühstück besorgt.

Die Bahnfahrt nutzen wir um unsere technische Ausrüstung zu checken, schließlich wollen wir euch möglichst unmittelbar an unserem Trip teilhaben lassen.  Und langsam kam es auch bei mir an. Heute Nachmittag bin ich in Reykjavik.

Check in in Frankfurt war unproblematisch und irgendwie saßen wir deutlich schneller an Bord unserer Iceland Air Maschine als ich gedacht hätte.

Der Service an Bord ist sehr nett, das Entertainmentsystem bietet eine unglaublich große Auswahl an Filmen, Dokus, Musik und Schnick Schnack. Der Kaffee ist für ein Flugzeug richtig gut und ich brenne inzwischen vor Vorfreude auf das was mich erwartet.


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