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Abenteuer Island – Tag 2 Nachtrag, die Superjeep Tour

02 November 2012,   Von ,   1 Kommentare

Wie versprochen hier der nachgeholte Bericht über unsere großartige Tour mit dem Superjeep. Hlynur, einer der beiden Inhaber unserer isländischen Partner Firma Snaeland holte uns morgens um 8.45 Uhr an unserer Unterkunft mit seinem Superjeep, einem umgebauten Nissan ab und nahm uns mit auf eine Tagestour in den Golden Circle.

Geplant war eine Rundtour, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Raum Reykjavik mit dem Highlight einer Snowmobiltour auf dem nahegelegenen Gletscher.

Das Wetter hatte aber Anderes mit uns vor. Sturm in Island mit Windgeschwindigkeiten über 40 Meter/Sekunde machten es nötig unsere Pläne anzupassen. Zwar war wegen des Wetters der Gletscher gesperrt und so mussten wir leider auf unsere Snowmobilfahrt verzichten, dafür zauberte Hlynur aber noch einen ganz besonderen Spaß aus aus dem Ärmel. Aber der Reihe nach.

Erster Stopp unserer Tour war die Autowerkstatt, bei der Snaeland seine Autos bauen lässt. Superjeeps sind aufgemotzte Geländewagen. Sie bekommen dickere Bereifung, werden aufgefedert, erhalten einen besonderen Unterbodenschutz, stärkere Getriebe und Zusatztanks. Die Umrüstung kostet im Grunde fast genauso viel wie die Anschaffung des Ursprungsfahrzeugs.

Auf der Fahrt zur Werkstatt zeigte das Wetter schon was es drauf hatte, die Fahrt vorbei an der Kaimauer von Reykjavik schon ein Erlebnis für sich. Meterhohe Brecher schlugen an die Küste und verwandelten die Straße in eine Art Salzwasser-Waschstraße.

Unser zweiter Halt sollte die Thingstätte sein. Der Ort an dem früher das isländische Parlament zusammentrat ist nicht nur kulturhistorisch sondern auch geologisch und landschaftlich eine Sehenswürdigkeit, da hier die europäische und amerikanische Kontinentalplatte aufeinander treffen.

Ich sagte es eben, die Thingstätte sollte unser nächster Halt sein, daraus ergibt sich schon klar, dass sie es nicht war, denn auf dem Weg dorthin war der Wind so stark, dass Hlynurs Thule Dachbox abgerissen wurde und in Einzelteile zerlegt davon flog. Wir also kehrt gemacht, aus dem Auto gesprungen und im Wind, der einen buchstäblich von den Beinen holte die Trümmer eingesammelt.

Bei der Thingstätte angekommen stiegen wir aus, genossen den Blick, machten Fotos und ließen uns von dem unglaublichen Sturm durchpusten, ich finde es immer wieder beeindruckend, wenn Wind so stark ist, dass man sich buchstäblich rein legen kann ohne umzufallen.

Island im Winter ist wirklich mal eine Gelegenheit all die heißgeliebten und leider zu oft eher unnötigen Funktionsklamotten auch zu tragen ohne sich dabei irgendwie overdressed zu fühlen.

Nach der Thingstätte, isländisch übrigens Þingvellir (das vorne ist eine th, ähnlich wie im englischen) fuhren wir weiter zum Geysir, dem Namensgeber für alle Geysire auf der Welt.

Der große Geysir ist zwar im Moment nicht mehr aktiv, aber sein kleiner Bruder spukt noch fleißig alle 5-8 Minuten heißes Wasser. Und auch wenn der Wind die Fontäne natürlich schnell verweht hatte, war das Schauspiel absolut faszinierend und beeindruckend. Eine wirklich bleibende Erinnerung.

Von dort ging es weiter zum berühmten Gullfoss Wasserfall. Jetzt habe ich schon ein paar Wasserfälle, auch große, in meinem Leben gesehen und so war ich anfangs der irrigen Meinung, was uns erwarten würde, würde sicherlich schön und spektakulär aber im Grunde halt „nur“ ein Wasserfall. Weit gefehlt. Der Gullfoss, ist ein Naturschauspiel von wirklich überwältigender Faszination. Gerade jetzt im Winter, wenn man den Wasserfall fast für sich allein hat und kaum andere Touristen unterwegs sind. Es erwartet einen ein Gesamtkunstwerk aus Wasser, Gischt, Nebel, Eis in ganz unwirklichen Farben. Dazu hatten wir aufgrund des inzwischen tobenden Sandsturms noch ein völlig außergewöhnliches Licht. Alles in allem atemberaubend.

Im Visitorcenter des Gullfoos legten wir eine kleine Mittagspause ein und brachen auf zum Gletscher. Hlynur hatte Bekannte getroffen, die ihn schon vorgewarnt hatten, dass es wohl nicht so einfach werden würde, doch wir wollten es versuchen. Leider wurde der Sandsturm immer schlimmer und schüttelte selbst den mächtigen Superjeep kräftig durch, so dass wir, wie schon erwähnt, den Versuch zum Gletscher zu kommen abbrachen und umkehrten.

Der besondere Spaß, den Hlynur jetzt aus dem Hut zauberte war eine großartige Straße durch einen zugefrorenen Fluss mit extrem steilen Anstiegen, schneebedecktem Schotter und  allem was MANN sich sonst noch wünscht. Es war der Hammer! Ein riesen Spaß für große Jungs.

Als etwas ruhigeren Abschluss des Tages führte Hlynur uns noch in eine Lavahöhle. Höhlenerkunden vom Feinsten. Enge Stellen zum Kriechen, totale Dunkelheit, totale Stille. Ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis zum Ausklang eines unglaublich erlebnisreichen Tages.

Langsam nimmt auch ein besonderes Programm in meinem Kopf Form an. Arbeitstitel: „Island für Kerle“.

1 Kommentar:

  1. […] Fotos findet ihr im Blogpost von Julian. /* Categories: Allgemein, Island, Outdoorreisen Hier klicken, um die Antwort […]

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