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Krimischreiben in Italien – Sieben Kurzkrimis und eine Erfolgsgeschichte an Tag 6

19 September 2012,   Von ,   1 Kommentare

Der heutige Tag begann halbwegs pünktlich und ein klitzekleines bisschen verkatert mit dem ersten Teil der Kurzgeschichten. Meine kam heute noch nicht an die Reihe also werde ich noch weiter aufgeregt sein. Die sieben bisher vorgetragenen Geschichten waren sehr unterschiedlich, aber alle hatten sie auf die ein oder andere Weise mit Farnese, dem Kurs oder unseren bisherigen Erlebnissen zu tun. Eine bezog sich sehr stark auf die Kirche, an der wir immer vorbeigegangen sind und Stefania, die wir am ersten Tag interviewt hatten, spielte gleich in mehreren eine Rolle. Eine andere Geschichte deckte schreckliche Geheimnisse in der düsteren Vergangenheit der Stadt auf und in einer wurde ein Dozent zum Mordopfer. Ich fand es toll zu entdecken, wem was wichtig und in Erinnerung geblieben war.

Jede Geschichte wurde einzeln besprochen, alle konnten Fragen stellen oder sich unklare Zusammenhänge erklären lassen. Anhand der Beispiele wiederholten die Dozenten noch einmal die wichtigsten Ergebnisse der letzten Tage und gaben uns noch ein paar ergänzende Hinweise, wie beispielsweise immer genau zu überdenken, ob beschriebene Vorgänge wirklich physikalisch möglich sind.

Das Phänomen Nele Neuhaus

Lesung mit Nele Neuhaus

Nach sieben blutrünstigen Geschichten waren wir fürs erste ziemlich erledigt, später am Abend sollte es aber ganz ähnlich weitergehen. Die erfolgreiche Autorin Nele Neuhaus war extra für eine zweisprachige Lesung aus ihrem Buch „Tiefe Wunden“ nach Farnese gekommen. Wegen des Lufthansa-Streiks hatte sie dafür sogar 14 Stunden Autofahrt auf sich genommen. Veranstaltungsort war ein kerzenbeleuchteter Kellerraum in der Stadt, gelesen wurde abwechselnd, immer ein deutscher Abschnitt von Nele Neuhaus, und danach die italienische Version von Valeria. Nach der Lesung stellten die deutschen und italienischen Zuhörer viele Fragen zum Buch und auch zu Nele selbst, deren Werdegang ziemlich außergewöhnlich ist.

Ihre ersten drei Bücher veröffentlichte sie im Selbstverlag und war damit so erfolgreich, dass der Ullstein-Verlag auf sie aufmerksam wurde und sie unter Vertrag nahm. Mittlerweile gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen in Deutschland, ihre Bücher verkaufen sich millionenfach, wurden in 14 Sprachen übersetzt und zwei davon werden gerade verfilmt. Eine so traumhafte Karriere ist, wie wir ja gerade erst vom Literaturagenten Georg erfahren haben, für Autoren höchst ungewöhnlich, und es war schön, jemanden kennenzulernen, der so erfolgreich und trotzdem ganz normal geblieben ist.

Morgen lese ich endlich meine Geschichte vor und dann ist diese wunderbare Woche in Farnese schon fast zu Ende…

Hier geht’s weiter mit Tag 7 des Krimikurses >>

 

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