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Inside Scotland II – Tipps für Individualisten

25 April 2011,   Von ,   0 Kommentare

In meinem letzten Artikel zum Thema Schottland hatte ich eine kurze Einführung gegeben, sowie mich mit zwar subjektiven aber trotzdem eher konventionellen touristischen Tipps beschäftigt. Heute möchte ich noch etwas persönlicher werden und mich zum einen mit unkonventionelleren Sehenswürdigkeiten, sowie ganz persönlichen Tipps aus dem Nähkästchen unserer Reise befassen.

 

Sehenswürdigkeiten – Insider TippsDer Queens View am Abend

Im Verlauf der Reise haben wir viel Orte aufgesucht die in den Reisführern stehen. Einige davon haben wir als lohnenswert, andere als überbewertet oder gar unnötig empfunden. Darüberhinaus begegnen einem bei einer Tour von über 3.000 km natürlich auch ein paar Plätze, die vlt. nicht in jedem Reiseführer stehen, die aber trotzdem einer Erwähnung wert sind.

  • Queens View am Abend
    Findet sich zwar im Reiseführer und sollte deshalb tagsüber in der Saison auch wirklich gemieden werden. Busladungen mit englischen Butterfahrern suchen diesen wunderschönen Ort oder wahrscheinlich eher das dazugehörende Ausflugslokal auf. Am Abend aber, wenn alle weg sind und man alleine den zauberhaften Blick genießen kann entfaltet dieser Aussichtspunkt seinen Reiz.
  • Grampian Mountains
    Ein Naturerlebnis der besonderen Art. In den Grampians ist Schottland so, wie man es sich aus Bildbänden und Reisedokumentationen vorstellt.
  • Loanhead Stone Circle
    Dieser Steinkreis hat seien ganz eigenen, mystischen Charme. Abseits gelegen am Ortsrand hat man in der Nebensaison gute Chancen beim Besuch allein zu sein. Der Kreis ist gut restauriert und man erhält einen lebendigen Eindruck, wie derartige Anlagen einmal ausgesehen haben.
  • Die Straße von Wick nach Duncasby
    Eine landschaftlich unglaublich schöne Strecke. Die wilde Küste hinauf zum Duncasby Head, welcher für sich allein genommen schon einen Besuch lohnt.
  • Die Straße am Loch Eriboll
    Landschaftlich eine ebenso wunderschöne Strecke. Ganz anders als an der Küste fährt durch die immer schroffer werdende Landschaft langsam in die „echten“ Highlands wie man sie aus dem Kino kennt.
  • Smoo Cave in Durness
    Ein Zufallsfund von uns. Es handelt sich um eine in den Feld gewaschene Höhle die nur mit einem sehr freundlichen und kauzigen Führer per Schlauchboot erforscht werden kann. Der Besuch war ein kleines Abenteuer und nach all den Castles und Abeys eine willkommene Abwechslung.
  • Die Straße entlang des Loch More
    Landschaftlich überwältigend. Die Highlands, wie man sie sich erträumt. Da ich das Glück hatte nicht selbst fahren zu müssen konnte ich eine Speicherkarte voll fotografieren. Einfach toll.
  • Blick auf die Five Sisters auf dem Weg zu den Glenleg Broches
    Ob einen Broches, eisenzeitliche Wohntürme, wirklich interessieren muss jeder für sich selbst entscheiden. Mich als Keltenbegeisterter haben Sie seht interessiert. Der Blick allerdings, den man bei schönem Wetter auf die Five Sister werfen kann ist umwerfend.

Ratschläge für Individualreisende

Natürlich sammelt man auch ein paar Ratschläge die anderen, nachfolgenden Reisen hilfreich sein können und helfen die eigene Reise zu bereichern oder  angenehmer zu gestalten oder evtl. helfen können Probleme zu vermeiden.

  • Edinburgh
    Edinburgh selbst ist relativ groß in seiner Gesamtausdehnung. Die Innenstadt wiederum ist zu Fuß leicht zu entdecken. Allerdings sollte man beachten, dass sich die Stadt in eine Oldtown und eine Newtown teilt. In der Oldtown steht z.B. das Castle und im Grunde alle anderen klassischen touristischen Highlights. In der Newtown, die nicht wie der Name vermuten lässt gar modern und hässlich ist, sondern eher georgianisch und durchaus lohnenswert finden sich dann die Geschäfte und Pubs. Auch ist die Newtown etwas weniger touristisch was sich auch positiv auf die Preise in den Bars auswirkt.
    Am idealsten wäre eine Unterkunft zwischen Old- und Newtown zu wählen, was allerdings nicht ganz günstig ist, da die günstigen B&B eher in den Randgebieten der Stadt liegen.
    Zu beachten ist auch, dass die Museen in Edinburgh (zumindest im Frühjahr) um 17.00 Uhr schließen. Will man also mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag angehen, muss man früh aufstehen oder schnell sein.
  • Inverness
    Inverness ist klein, schön aber in zwei Stunden Spaziergang auch erledigt. Allerdings eignet es sich hervorragend als Ausgangspunkt für Erkundungen in die Crampians oder die Speyside.
    In Inverness selbst können wir ausdrücklich ein B&B empfehlen, das Avalon Guesthouse. Die Zimmer sind komfortabel und voll ausgestattet, das Frühstück sehr umfangreich und smackhaft, die Besitzer liebenswürdig und zuvorkommend und das alles bei einem auch im Vergleich zu sehr viel einfacheren Unterkünften, sehr günstigen Preis.
    Drei weitere kleine Empfehlungen: Gutes und günstiges Barfood gibt es im Pup gegenüber des Rathauses. Leckere Pizza und sehr feines Dessert bei Pizza-Express am am Bahnhof und wer es rockig mag wird sich im Rockpub in der BlaBla Straße wohlfühlen.
  • Ullapool
    Eine schnuckelige Hafenstadt mit einer Unmenge an B&Bs. Am besten man fährt einfach durch die Stadt sucht sich eines aus, welches von der Lage gefällt und fragt nach freien Zimmern. Wir waren in einem direkt am Hafen mit einem wunderbaren Blick aus dem Schlafzimmer aufs Meer. Am Hafen gibt es auch eine wirklich grandiosen Fish&Chips Laden in dem meine Freundin ihre Fish&Chips Premiere erleben durfte.
  • Übernachtungen in B&B und Guesthouses
    Man muss wissen, dass es in Schottland mehrere konkurrierende Verbände und Organisationen gibt in denen die einzelnen Übernachtungshäuser Mitglied werden können und dann in den jeweiligen Katalog aufgenommen werden. Wenn man kein Mitglied ist, kommt man auch in den Katalog. Als Tourist braucht man also nicht denken, dass nur weil in einer der Listen (auch wenn es die offizielle des Tourist Board ist) kein oder nur wenige B&B stehen gäbe es keine. Das heißt nur, dass die die es gibt gar kein Mitglied in einer Organisation oder eben gerade in der falschen sind.
    Es lohnt also sich nicht auf „offizielle“ Kataloge und listen zu verlassen, sonder selbst vor Ort etwas herum zu fahren oder im Internet, auf einer Plattform in die sich die Anbieter selbst eintragen können, z.B. bei bookin.com ,im Vorfeld zu suchen.

Ratschläge für alle die Schottland als Roadtrip besuchen

Wie in einem letzten Artikel schon kurz geschildert bietet sich Schottland als Land um dort mit dem eigenen Auto und eigener Schlafstatt, sei es ein Wohnmobil oder ein entsprechend ausgebauter PKW sehr an. Allerdings sei angemerkt, dass eine Tour mit dem Wohnmobil natürlich luxuriöser und komfortabler ist, aber auch komplizierter. Nicht alle schottischen Straßen, erst recht in den Bergen, eigenen sich für Wohnmobile und viele Standplätze sind durch niedriege 2m Meter hohe Schranken für Wohnmobile gesperrt. Das volle Naturerlebnis hat man also eigentlich nur mit einem ausgebauten PKW.

  • Stellplätze für Übernachtungen und Toiletten
    Im Grunde ist es kein Problem (mit oben genannten Einschränkungen für Wohmos) einen Stellplatz finden. Es gibt unzählige Wanderparkplätze, die sogar über wirklich gute und erstaunlich saubere Toiletten verfügen. Zwar ist das Campen dort verboten, aber solange man kein Zelt aufstellt und die eigene Couch aufstellt interessiert das niemanden.
  • Internet
    Manch einen mag es verwunden jetzt einen Abschnitt über Internet zu finden. Das WWW kann einem sehr nützlich bei der Routenplanung, der Recherche zu einzelnen Sehenswürdigkeiten und der Buchung von B&B sein. Und deswegen sei hier nicht unerwähnt, dass es an vielen öffentlichen Plätzen in den Innenstädten, auch in Kleinstädten offene WLAN gibt. Ein Netbook oder ein WLAN fähiges Smartphone lohnt also durchaus.

Spezielle Tipps

Nun noch ein paar kurze spezielle Tipps und Ratschläge, die ich mir während unserer Reise aufgeschrieben hatte. Manches mag banal sein, aber man weiß ja nie…

  • Einen Regenponcho oder eine Folie mitnehmen, damit man, sollte es regnen, das Bett im Kofferraum abdecken kann und nicht ungewollt die eigenen Schlafsäcke nass macht.
  • Einen Wasserkanister mitnehmen, nicht an jedem Standplatz gibt es Wasser.

Besonders schöne Standplätze

An der Küste erschweren es viele Zäume an den Strand durchzukommen. Standplätze direkt am Meer sind nicht allzu leicht zu finden.

  • An der Strecke zwischen Wick und Duncasby Head gibt es viele schöne Standmöglichkeiten.
  • In Melvich ist ein genialer Platz mitten in den Dünen. Wer ein Surfbrett sein Eigen nennt wird sich über tolle Wellen freuen.
  • In Wick gibt es am Old Castle einen Platz direkt am Meer, oben auf den Klippen. Einfach herrlich mit dem Rauschen im Ohr einzuschlafen und aufzuwachen. Morgens muss man allerdings mit Joggern und Spaziergängern rechnen, die einem beim Frühstück freundlich grüßen.
  • In der Nähe von Fort William gibt es einen Platz der sich Witches Pool nennt. Sehr idyllisch und ruhig an einem kleinen Wasserfall.

Auf Google Maps habe ich eine Karte erstellt in der Ihr die Tipps aus diesem Blog noch einmal findet:

Schottland für Individualisten auf einer größeren Karte anzeigen

Soviel zu unserer Schottland Expedition. Für meine Freundin war es der erste Besuch in Alba für mich, nach Ferienhausaufenthalten auf Skye und am Loch Long, sowie einem Trekkingtrip auf dem West-Highlandway und Skye und weiteren beruflichen Aufenthalten nicht, aber sicherlich nicht der Letzte.

Soviel für heute. Bei meinem nächsten Blog werde ich noch etwas zu Kosten eines solchen Trips schreiben. Wie schon beim letzten Artikel gilt: Ich freue mich über Anregungen und Fragen.

Hier geht es zurück zum ersten Teil der Kurzserie…

KPICASA_GALLERY(SchottlandFurIndividualisten)

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