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Inside Scotland – Tipps für einen Schottland Trip

14 April 2011,   Von ,   2 Kommentare

Im Zuge der Recherchen für ein neues Premium-Eventprogramm in Schottland hatte ich die Freude begleitet von meiner Freundin einen knapp zweiwöchigen Trip durch dieses wunderbare Land machen zu dürfen. Die Anregungen und Erfahrungen dieser Reise füllen viele Seiten Reisetagebuch und ergaben am Ende gleich mehrere sehr interessante und spannende Incentive-Programme. So, dass ich gerne das Medium unseres Blogs nutze um auch andere Menschen an unseren Erfahrungen Teil haben zu lassen.

Gerne stehe ich bei Fragen zur Verfügung und freue mich über alle Anregungen und Kommentare.

Schottland als Roadtrip

Wir hatten uns vorgenommen in den uns zur Verfügung stehenden knapp 2 Wochen das schottische Festland einmal zu umrunden. Auf unserem Trip wollte ich lohnende Ziele und Aktivitäten zur Erstellung eines neuen Schottland-Programms für unseren Premium-Events Katalog entdecken.

Schon allein deshalb wählten wir das eigene Auto, einen Allrader, als Reisevehikel. Da unser Auto über eine Schlafstatt verfügt, hatten wir damit sogar die Möglichkeit jenseits der Zivilisation, mitten in der Natur zu übernachten, was uns die Möglichkeit eröffnete völlig frei in unserer Routengestaltung zu sein und ohne nötige Vorausplanung uns einfach dort einen Stellplatz oder ein B&B zu suchen, wo es uns gerade in den Kram passte.

Einige Tipps, zum Thema Roadtrip in Schottland werde ich in einem folgenden Artikel noch verraten.

Der Trip startete in Jedburgh, ging dann nach Edinburgh anschließend über Inverness und Wick an die wilde Nordküste. Von dort über Ullapool und Fort William zurück in den Süden und endete nach einem Zwischenstopp in Ayr an der Grenze zu England in Dumfries.

Anreise

Nach längeren Preisvergleichen entschieden wir uns für eine Anreise über die klassische Verbindung Calais-Dover. Für uns dauerte die Fahrt nach Calais ab Saarbrücken ca. 5,5 Stunden. Die Fahrt weiter nach Schottland bis zu unserem ersten Stopp in Jedburgh dauerte weitere 11 Stunden. Dies mag im ersten Moment unangenehm viel klingen, doch ist Autofahren auf belgischen, französischen und englischen Autobahnen ist kein Vergleich zum aufreibenden Stop-and-Go Verkehr in Deutschland. Einzig die Strecke um London herum kann kurzzeitig anstrengend werden.

Wer die lange Fahrt scheut kann einfach auf der Strecke eines der zahlreichen B&B anfahren und einen Zwischenstopp einlegen.

Wetter & Kleidung

Unsere Reisezeit war im April und Mai, was sich im Nachhinein als sehr weise Entscheidung erwies, da wir fast durchgängig wunderbares Wetter hatten und uns weder über zu viel Regen noch zu geringe Temperaturen beklagen konnten.

Trotzdem ist es ratsam auf angemessene Kleidung zu achten. Eine Kombination nach dem Zwiebelprinzip hat sich durchaus bewährt. So konnten wir an unseren Tagen in Edinburgh durchaus im T-Shirt unterwegs sein, mussten aber an den Abenden, vor allem an der Küste und in den Highlands auf Fleecejacke und Softshell zurückgreifen.

Regenschutz bietet nach meinen Erfahrungen am besten ein Poncho, da man unter diesem trocken bleibt und trotzdem nicht ins Schwitzen kommt. Kombiniert mit Gamaschen kann man selbst im strömenden schottischen Regen noch trocken wandern.

An Schuhwerk empfehlen sich bequeme Sneakers für den Aufenthalt in Städten, sowie halbhohe Trekkingschuhe für den Alltag im Auto und leichtem Gelände. Wer ernsthafte Wanderungen querfeldein plant sollte unbedingt ordentliche, hohe Wanderstiefel im Gepäck haben, da man sich doch immer wieder auf Bachquerungen oder Begegnungen mit Mooren einstellen muss. Gerade in Highlands gibt es nicht allzu viele Wege, hächstens Trampelpfade, die wenig mit deutschen straßengleichen Wanderhighways zu tun haben.

Touristische TippsEin Blick auf Fort George

Hauptziel der Reise war, zumindest aus beruflicher Sicht, interessante und lohnenswerte Orte zu finden und besuchen. Aus diesem Grund ist die Liste, der von uns aufgesuchten touristischen Sehenswürdigkeiten lang und ich möchte mich hier nur auf die beschränken, die ich wirklich gerne, bzw. besonders zum Besuchen empfehlen möchte. Natürlich ist diese Liste nicht umfassend und völlig subjektiv. Wer etwas hinzuzufügen hätte oder meine Vorschläge kritisieren oder bestätigen möchte ist herzlich eingeladen diesen Artikel zu kommentieren.

Allgemeine Tipps

Für den Fall, dass man selbst eine Rundreise plant würde ich empfehlen im Vorfeld die unterschiedlichen Heritage Organisationen abzuchecken und in der eine Jahresmitgliedschaft abzuschließen, die von den inkludierten touristischen Zielen am meisten den eigenen Vorlieben entspricht. Der Nutzen liegt ganz einfach darin, dass man für den Jahresbeitrag in sehr vielen Sehenswürdigkeiten freien oder zumindest ermäßigten Eintritt genießt. Wenn man viele davon besucht, lohnt es sich wirklich.

Zwei große Organisationen gibt es:

Außerdem gibt es den Scotish Heritage Pass, der eine Kombination aus beiden darstellt, diesen bekommt allerdings nur als Reiseveranstalter. Buchen kann man alle Touring Pässe im Visit Britain Shop. Welcher Pass für einen persönlich die beste Lösung darstellt muss jeder für sich selbst entscheiden. Schaut euch den Leistungsumfang und den Preis an und trefft eine Entscheidung. Wir hatten uns für die Jahresmitgliedschaft bei Historic Scotland entschieden und die Entscheidung nicht bereut. Alternativ gibt es auch den Historic Scotland Pass, der für Alleinreisende etwas günstiger kommt.

Lohnende Sehenswürdigkeiten

Hier nun eine Liste der aus meiner Sicht wirklich lohnenden klassischen Sehenswürdigkeiten. Es sei angemerkt, dass wir Glasgow nicht besucht hatten und alles was es dort zu sehen gibt deswegen nicht berücksichtigt werden kann.

  • Edinburgh CastleGeheimtipp Linlithgow Castle
    Für jeden Schottland Besucher ein Muss. Der Besuch das Castle dauert, wenn man sich Zeit lässt, ungefähr 5 Stunden. Vor allem der Teil das Museum über die Kronjuwelen ist sehr sehenswert.
  • Linlithgow Castle
    Lässt sich als Zufallsentdeckung bezeichnen. Auf unserem Weg nach Stirling kamen wir daran vorbei. Der Besuch lohnt. Das Castle ist zwar ruinös, aber es sind viele Räume erhalten, so dass man ein gutes Gefühl für das Leben in solchen Gebäuden bekommt.
  • Stirling Castle
    Zur Zeit noch etwas zu teuer für das was geboten wird. Allerdings ab Juni 2011 wird es sicherlich zum Highlight. Dann sind die Restaurierungsarbeiten im Palace abgeschlossen. Infos dazu auf der Website des Castle.
  • Battlefield of Culloden
    Wirklich teuer. Ungefähr 10 Pfund Eintritt, die sich aber absolut lohnen. Ein vorbildliches Museum, das alle Sinne anspricht. Mein Highlight: Ein 360° Film zum erleben der Schlacht.
  • Distillery Dallas Dhub
    Der Besuch einer Whisky Brennerei gehört einfach zu jedem Schottland-Besuch. Diese hat den Vorteil, dass sie außer Betrieb und ein reines Museum ist. D.h. der Besucher hat die Möglichkeit über die Nase und in die Brennblasen sogar den Kopf zu stecken ohne Rücksicht auf den Betrieb nehmen zu müssen. Auf das Tasting am Ende des Besuchs muss man trotzdem nicht verzichten. Ein Hinweis noch: Der angebotene Audioguide lohnt!
  • Fort George
    Ein Tipp für Leute die an Festungsbauten interessiert sind. Diese ist völlig intakt und sogar noch als Kaserne im Gebrauch. Leider gibt es außer den Anlagen nicht viel zu sehen, diese sind allerdings sehr beeindruckend. Also ein Tipp nur für Interessierte.
  • Eileen Donan CastleDie Brennblasen in Dallas Dhub
    Obwohl es ein ganz klassisches touristisches Ziel und damit auch für schottische Verhältnisse ziemlich überlaufen ist. Kann ich Eileen Donan Castle absolut empfehlen. Ein Traum-Motiv für Fotografen, toll ausgestattet und mit einer historischen Kücke aus den 1930’er Jahren als besonderes Highlight.
  • Culzean Castle
    Ein absolutes Muss für alle die alte Schlösser lieben. Komplett eingerichtet, ein herrlicher Park, traumhaft gelegen. Wer Glück hat und einen sonnigen Tag erwischt, wird das Castle nicht mehr verlassen wollen.  Lasst euch nicht von der langweiligen Website abschrecken. Ein Besucht lohnt. Noch ein Tipp für jene die versuchen sich mit einem Einheimischen über das Castle zu unterhalten. Ausgesprochen wird es [K’lien], ein stummes U und ein stummes Z.
  • National Museum of Costume
    Ein außergewöhnlicher Tipp für alle die Kostüme lieben. Die Sammlung zeigt eine große Auswahl an Kleidungsstücken ab dem Ende des 19. Jhrd. Auch solch ausgefallene Dinge wie Theater- oder Maskenballkostüme. Ganz in der Nähe des Museum ist Sweet Heart Abey auch einen kurzen Stopp wert.

Soviel erst einmal fürs erste. In einem folgenden Artikel werde ich über interessante Insider Tipps, was man bei einem Besuch in Schottland beachten sollte, sowie die Kosten eines Trips und Tipps für den Besuch mit und im eigenen Auto schreiben.

Hier geht es weiter zum 2. Teil der Kurzserie…

 

Interessante Links:

KPICASA_GALLERY(SchottlandFurIndividualisten)

2 Kommentare:

  1. Simone sagt:

    Hallo,
    ich bin im August für drei Wochen in Schottland und bei Recherchen auf diese tolle Seite gestoßen.
    Vor allem das Bild 12 (https://lh5.ggpht.com/-PSaKXmlz0rU/Tb71dyh3PaI/AAAAAAAABL0/XUmfgva9knE/s800/PICT8717.jpg) hat es mir angetan.
    Könnt ihr mir sagen, wo das Bild aufgenommen wurde?

    Lg Simone

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